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Großaitingen

16.06.2017

Erdbeerstand „wegen Überfall geschlossen“

Dieses Erdbeerhäuschen in Großaitingen wurde am Mittwochnachmittag überfallen.
Bild: Michael Lindner

Ein Mann greift eine Verkäuferin in dem roten Häuschen an. Die Frau wehrt sich energisch. Polizei spricht von einem „etwas seltsamen“ Vorfall.

Ein weißes Blatt ist an dem Fensterladen des roten Erdbeerhäuschens in Großaitingen befestigt. So unscheinbar das Papier ist, so brisant ist doch die Nachricht: „Heute wegen Überfall geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“ Seit Mittwochabend waren diese beiden Sätze an dem Verkaufsstand neben der Augsburger Straße zu lesen.

Der Hintergrund: Ein bislang unbekannter Mann klopfte am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr an das Erdbeerhäuschen; als die Verkäuferin die Tür öffnete, drängte der Mann nach Angaben der Polizei in den Stand und packte die Frau mit den Händen am Hals. Doch die Frau wehrte sich nach Angaben einer Polizeisprecherin „sehr resolut“ und verscheuchte dadurch den etwa 30 Jahre alten Mann. Dieser soll nach dem Vorfall relativ gemächlich in Richtung Ortsmitte gegangen sein.

Sieben Polizeistreifen suchen nach dem Täter

Die Verkäuferin, die sich bei dem Angriff nicht verletzt hat, rief die Polizei. Sieben Streifen waren kurze Zeit später vor Ort und suchten großflächig nach dem Mann mit Glatze – erfolglos. Die Polizei geht derzeit von einem versuchten Raub aus, obwohl der Unbekannte keine Forderungen stellte und auch nichts gestohlen wurde. Das ganze Verhalten des Mannes, der mit einer ockerfarbenen Dreiviertelhose und einem dunklen T-Shirt bekleidet war, bezeichnet die Polizei als „etwas seltsam“.

Dem Augsburger Landwirt Stephan Seibold gehört der Verkaufsstand in Großaitingen. Er ist überrascht, dass ein Überfall auf dem Land an einem so hoch frequentierten Standort wie der Augsburger Straße – nur wenige Meter weiter ist ein Edeka-Markt – passiert. Als Reaktion auf den Vorfall hatte er den Erdbeer- und Spargelstand am Mittwoch und Donnerstag geschlossen. Am Freitag öffnete er wieder – allerdings nur bis zum Samstag. Die Spargelzeit sei dann eh fast zu Ende. Für diese beiden Tage gab es auch einige Änderungen: „Ab sofort sind zwei Verkäufer vor Ort. Außerdem muss die Türe immer von innen verschlossen sein und darf auf keinen Fall geöffnet werden“, sagt Seibold.

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