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Wirtschaft

05.01.2019

Fließender Übergang bei Farben Bühler

Dominik und Nicole Richter übernahmen Farben Bühler zum Jahresende von Therese und Josef Eder.
Bild: Anja Fischer

In Bobingen will Josef Eder ruhiger treten. Wer sein Nachfolger wird und was sich sonst noch ändert

150 Jahre ist es her, dass das Bobinger Traditionsunternehmen Farben Bühler gegründet wurde. Jetzt steht ein Wechsel an. Doch er wird sich fließend darstellen. Für die Kunden geht der Betrieb gewohnt weiter.

Josef Eder, bisheriger Eigentümer, ist sich der langen Firmentradition und des Vertrauens seiner Stammkunden bewusst: „Das Geschäft begann mit dem Kauf des Hauses in der Hochstraße“, erzählt er und verweist auf den Kaufvertrag. „1868 wurde dieser datiert, ein Eduard Bühler aus Kleinaitingen kaufte das Gebäude und eröffnete darin den Malerbetrieb.“ Bis etwa 1908 führte Eduard Bühler den Betrieb weiter, übergab dann an seinen Sohn Ludwig Bühler. Dieser starb 1938. Bis 1950 führte Witwe Albertine Bühler das Malergeschäft, sie übergab es an den Sohn Ludwig – „den zweiten“. Von 1951 bis 1988 war er der Chef und reichte die Führung dann an Tochter Theresa und ihren Ehemann Josef Eder weiter. Das Inhaberehepaar ist weit über Bobingen hinaus bekannt für seine erfolgreiche Betriebsführung, den freundlichen Service und das breite Angebot an Maler- und Bastelbedarf im Ladengeschäft. Josef Eder ist vor allem wegen seiner Kundennähe ein geschätzter Geschäftsmann und Handwerker.

30 Jahre lang haben er und seine Frau den Malerbetrieb und Laden gemeinsam geleitet. Nun ist auch für sie Schluss. „Zum 31.12.2018 haben wir das Geschäft an Dominik und Nicole Richter aus Friedberg übergeben“, gibt Josef Eder bekannt. Es wird also weitergehen mit Farben Bühler, denn den Firmennamen wollen die neuen Inhaber weiterführen.

Josef und Theresa Eder haben bereits seit einiger Zeit nach einem Nachfolger gesucht. „Es gab Interessenten, aber es war niemand dabei, dem wir die Fortführung des Betriebes zugetraut haben“, musste Josef Eder feststellen.

Er und seine Frau freuen sich vor allem darüber, dass die 15 Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden. Auch der Laden an der Hochstraße bleibe und das Personal ebenfalls, freut sich Theresa Eder.

Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und bestehende Baustellen und Aufträge bestens weiterzubearbeiten, werden Josef und Theresa Eder noch ein Jahr im Betrieb mitarbeiten. Auch weil Nicole Richter sich noch um das einjährige Töchterchen Hanna kümmern muss und nur, soweit es mit der Familie vereinbar ist, im Betrieb mithelfen wird.

Theresa Eder lacht: „So wird es uns auf jeden Fall nicht langweilig.“ Auf der anderen Seite freue man sich im Hause Eder darauf, ein wenig mehr Zeit für die Enkelkinder zu haben. „Vor allem aber bedanken wir uns bei unseren Kunden, die uns so lange die Treue gehalten haben und hoffen, dass sie auch unserem Nachfolger treu bleiben“, meinen Eders.

Nachfolger Dominik Richter weiß, dass er in große Fußstapfen tritt, trotzdem will er „da anknüpfen, wo Eders aufhören“. Richter stammt aus einem Malerbetrieb in Friedberg, der dort in der zweiten Generation geführt wird. Dieser Betrieb wird in der neuen Firma aufgehen, die beiden Mitarbeiter nach Bobingen kommen. „Wir haben lange erst nach gutem Personal gesucht, dann nach einem guten Betrieb“, erzählt Dominik Richter. „Über den Fachberater kam der Kontakt nach Bobingen zustande.“ Knapp zwei Jahre habe man sich nun angenähert und geschaut, ob alles passt. Dabei haben die beiden Malermeister einige Parallelen im Lebenslauf festgestellt. „Wir haben dieselbe Ausbildung, waren oder sind beide im Innungsvorstand tätig“, zählt Dominik Richter auf. Nun ist die Übergabe perfekt.

Nur wenig wird sich für die Kunden verändern. So soll es ein neues Logo geben, das aber Teile des alten enthalten wird. „Und das Ladengeschäft an der Hochstraße wollen wir in Ende 2019 modernisieren“, erzählt Familie Richter. Derzeit sucht die dreiköpfige Familie nach einem Haus oder einer Wohnung in Bobingen, sie wollen zum Firmensitz ziehen.

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