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Bürgerversammlung

25.04.2015

Geballte Infos für die Bürger

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Vertreter der Stadt erläutern Ideen zum Zentrum, schildern die Hürden bei der Königstherme – und beantworten Fragen nach Parkplätzen und Förderung für Kulturvereine

Die geplante Schnellstraße im Süden der Stadt, die Entwicklung im Zentrum, die Unterbringung von Asylbewerbern – die Bürgerversammlung im Trachtenheim bot viele brisante Themen, doch richtig emotional wurde es nur, als sich ein Bürger über gesperrte Parkplätze in der Augustusstraße beklagte. „Unangekündigt“ wurden zu beiden Seiten die Parkstreifen abgesperrt, monierte Georg Voglrieder. Bürgermeister Franz Feigl räumte ein, die Mitarbeiter der Stadt seien „unglücklich“ vorgegangen und über das Ziel hinausgeschossen. Man wollte nur die zehn Parkplätze nahe der Königsallee sperren, um abendliche An- und Abfahrten von Nutzern des nahen Sportgeländes zu verhindern.

Zuvor hatten Feigl und einige Mitarbeiter aus dem Rathaus über ein halbes Dutzend aktuelle Themen informiert. Ein Großteil der gut 220 Zuhörer war sicher gekommen, um mehr über die Ablehnung der Trassenplanung der B2/Osttangente Augsburg im Süden der Stadt zu erfahren. Feigl verlas die Stellungnahme, die der Stadtrat am Dienstag einstimmig beschlossen hatte (wir berichteten). Andreas Niess, Sprecher der Bürgerinitiative Keine Autobahn (BIKA), dankte für diese Haltung und wollte wissen: „Welches Gewicht hat dieses Nein?“ Behörden und Politiker wissen nun, woran sie im Süden von Königsbrunn seien, so Feigl. „Das Bauamt muss neu planen.“ Bewusst habe der Rat darauf verzichtet, in der Stellungnahme andere Trassen vorzuschlagen. „Wir können nicht für andere entscheiden.“ Auf Nachfragen von Christian Goldau sagte Feigl ein Gespräch mit BIKA zu.

Werner Lohmann, der Leiter des technischen Bauamts, skizzierte seine Ideen zur Entwicklung des Zentrums. Er zeigte dazu auch überraschende Fotos: Eine Straße in Los Angeles diente ihm als Beispiel einer Stadt, in der alles mit dem Auto erledigt werde. Menschengewimmel in New York und der Dorfplatz in Ruhpolding seien Beispiele für „Urbanität“, dazu gehören Plätze und Straßen, in denen sich Menschen treffen, ihre Besorgungen erledigen, Freizeit verbringen.

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Das strebe die Stadt für das Zentrum an. Heuer noch will die Stadt den Wasserlauf zwischen Rathaus und Bgm.-Wohlfarth-Straße „konkretisieren“, westlich des Zentrums nehme das Areal mit Infopavillon, Mercateum und Park und der Jugendfreizeitstätte Gestalt an. In diesem Jahr will die Stadt mit Bürgern und Architekten noch einen Workshop zur Ausgestaltung des Zentrums organisieren, so Lohmann.

Feigl schilderte auch kurz, warum im Zentrum seit Anfang 2014 nur ein Bauzaun, aber kein Baukran zu sehen sei: Das für die Rathauswiesen nötige Umlegungsverfahren ziehe sich hin, ein Krankheitsfall im Vermessungsamt habe es über ein Jahr verzögert, jetzt gebe es noch einen Widerspruch.

Die Entwicklung im Zentrum sei ihm sehr wichtig, teilte Bürgermeister Feigl auf die Frage von Adelbert Dorotik nach seinen persönlichen Prioritäten mit. Die könne er allerdings nicht frei wählen, die ergeben sich aus der Bedeutung für die Stadt und aus der Dringlichkeit. So gehört die Königstherme dazu, weil der Sanierungsbedarf nicht mehr länger zu ignorieren sei. Die Stadt prüfe genau, was sie hier tun kann, habe dazu ein Gutachten erarbeiten lassen, das man jetzt durcharbeite. Zu klären sei, welche Verbesserungen nötig und welche wünschenswert seien, welche Chancen die Therme mehr als 30 Jahre nach ihrem Start in einer völlig veränderten Freizeitlandschaft habe – und auch, welche Unterstützung der Stadt für den privaten Betreiber das EU-Beihilferecht zulasse.

Auch Walter Schuler hatte Fördergelder im Sinn, als er die freiwilligen Leistungen der Stadt im Sportbereich ansprach, die heuer 267 000 Euro umfassen. Davon profitieren nach seiner Rechnung rund 3500 Mitglieder. Die kulturell aktiven Vereine (mit laut Schuler etwa 1500 Aktiven) erhalten von der Stadt in 2015 dagegen 27 000 Euro. „Wie macht man das, dass man so viel Geld von der Stadt bekommt?“

Feigl verwies auf die Geschichte der „Sportstadt Königsbrunn“. In diesen freiwilligen Leistungen seien sowohl die Jugendförderung (die für alle Vereine gelte) wie auch die Unterstützung bei der Miete der Sportstätten eingerechnet. Er dankte allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement in den Vereinen, was alle Zuhörer mit Applaus quittierten.

Brigitte John machte darauf aufmerksam, dass hohe Hecken an den Straßeneinmündungen im Bereich der Donauwörther Straße Gefahren für Fußgänger, Radler und Kinder mit sich bringen.

Eine Busanbindung für Seniorenheim und Betreutes Wohnen an der Chiemseestraße mahnte Wolfgang Müller an. Er setze sich seit 2010 dafür ein. Feigl skizzierte, was die Stadt geprüft habe. Um eine Busanbindung möglich zu machen, müsse die Stadt rund 100 000 Euro in Straßenumbau und Ampel investieren. Er bat, dann doch zu warten, ob sich nicht bis 2020 die Straßenbahn realisieren lasse.

Weitere Themen der Bürgerversammlung waren der Ausbau des Breitband-Angebots, der Haushalt 2015 der Stadt sowie die Statistik 2014 für Straftaten und Verkehrsunfälle, die Maximilian Wellner, der Leiter der Polizeiinspektion Bobingen, vorstellte.

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