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Klosterlechfeld

25.05.2017

Hilfe ist eine Herzensangelegenheit

Wolfgang Mayr-Schwarzenbach ist AWO-Lechfeldvorsitzender.
Bild: Brigitte Glas

Wie es zur Gründung der AWO Lechfeld vor 70 Jahren kam und was heute geleistet wird.

Wie die Zeit vergeht: 1947, vor genau 70 Jahren – Deutschland liegt in Schutt und Asche und große soziale Notlagen sind deutlich sichtbar – gründeten Engagierte rund um Erhard Vogel sen. die Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Klosterlechfeld. Sie widmeten ihr Tun von Anfang an an Hilfebedürftige in ihrer Gemeinde sowie in den umliegenden Ortschaften. Im Mittelpunkt stand die Soforthilfe für Bedürftige, darunter viele Heimatvertriebene.

Sehr bald folgte das Sozialwerk Kindererholung zur Organisation von Hilfen für benachteiligte und gesundheitlich beeinträchtigte Kinder. Die nachfolgenden Vorsitzenden Josefa Pohl, Erhard Vogel jun., Erna Weck, Fritz Kugler, Resi Plocher, Vinzenz Müller und Andreas Hornung standen ebenso ganz in der Tradition der Hilfe im Zeichen des Herzens.

All jene Frauen und Männer hatten Vorbilder. Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg: 1919 gründete die sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Marie Juchacz in Berlin die Arbeiterwohlfahrt. Mit der politischen Forderung, die Armenfürsorge durch einen Rechtsanspruch auf soziale Hilfen abzulösen sowie mit organisierten Suppenküchen und Nähstuben, begann es.

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9000 Mitglieder in Schwaben

In Schwaben engagierte sich der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Clemens Högg. 1922 rief er die AWO in Augsburg und Neu-Ulm, 1927 die AWO Schwaben ins Leben. Nach den langen Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1947 wieder gegründet, hat sich der ursprünglich zur Selbsthilfe der Arbeiterschaft gegründete Verein heute in Schwaben zu einem politisch unabhängigen und überkonfessionellen Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege mit 9000 Mitgliedern, 3000 ehren- und fast 4000 hauptamtlich Tätigen in über 100 sozialen Einrichtungen und Diensten entwickelt.

Auch heute unterstützen zahlreiche Mitglieder und ehrenamtlich Engagierte die AWO auf dem Lechfeld. Vielfältige Angebote – von der sozialen Einzelfallhilfe über Krankenbesuche und Infoveranstaltungen bis hin zu betreuten Ausflügen – sind Ausdruck der Arbeit des Ortsvereins. „Unkomplizierte Hilfe gelingt oft nur im guten Miteinander mit den örtlichen Bürgermeistern und Gemeindeverwaltungen“, sagt der AWO-Lechfeld-Vorsitzende Wolfgang Mayr-Schwarzenbach. Das betrifft auch das Projekt „Wir daheim in Graben“ beziehungsweise dessen auf das gesamte Lechfeld bezogene Nachfolgeprojekt oder die Stadt Schwabmünchen, wo die AWO heute mit einem neuen Seniorenheim vertreten ist.

Termin Beim Seniorennachmittag am 3. Juni beim Klosterlechfelder Pfingstfest blickt die AWO Lechfeld zurück.

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