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Lagerlechfeld

11.11.2019

Hunderte Besucher kommen zum Martinsumzug

Hunderte Teilnehmer folgten der Darstellung des heiligen Martin mit ihren Fackeln durch die Straßen von Lagerlechfeld.
Bild: Uwe Bolten

Der Martinsmarkt sowie der Laternenumzug zieht viele Menschen nach Lagerlechfeld. Was teilen heißt und warum es fast nur elektrisch beleuchtete Laternen gibt.

Die Außentemperatur pendelte sich auf sechs Grad über null ein. Der Platz vor der Kirche Sankt Martin an der Jahnstraße füllte sich stetig mit Familien, die Kinder trugen stolz ihre Laternen. Die acht Buden mit Bratwürsten, Glühwein, Kinderpunsch, Adventsartikeln und Gebäck waren besetzt, der Klosterladen aus Klosterlechfeld hatte seine Artikel vorbereitet und alle warteten auf Kundschaft. Der Martinsmarkt, veranstaltet von der Pfarrei Sankt Martin, dem Bündnis Lechfeld sowie dem Katholischen Frauenbund zog erneut zahlreiche Besucher an. „Die Besucheranzahl steigt bei dieser Veranstaltung stetig an. Heuer rechnen wir mit über 600 Besuchern und Teilnehmern an Umzug“, sagte Erwin Merz von der Kirchenverwaltung.

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Am Vorabend des Patroziniums der Kirche markierte der Markt nicht den einzigen Höhepunkt. Pfarrer Thomas Demel leitete die alljährliche Martinsfeier in der Pfarrkirche, bei der die Darstellung der Geschichte um den heiligen Martin, im vierten Jahrhundert als Martin von Tours lebend, die zentrale Rolle ausmachte. Kinder des Kindergartens Villa Kunterbunt spielten wesentliche Szenen der Legende im Altarraum des nahezu voll besetzten Gotteshauses nach. „Teilen wie Sankt Martin heißt auch sehen mit Herzen“, lautete die Botschaft.

Sankt Martin hoch zu Ross für den Laternenumzug in Lagerlechfeld an

Die vielen Kinder konnten es kaum erwarten, zum Laternenumzug, angeführt von einem dargestellten Sankt Martin hoch zu Ross, durch die Lagerlechfelder Straßen zu ziehen. Die Gräbinger Feuerwehr sorgte mit zahlreichen Wehrleuten und Fahrzeugen für die Wegsicherung. Auffallend war unter den vielen bunten Laternen die sehr geringe Anzahl von Lampions mit echter Kerzenbeleuchtung. „Dies liegt wohl daran, dass in den Kindergärten und Schulen aus Sicherheitsgründen elektrische Beleuchtungen vorgeschrieben sind“, erläuterte eine Mutter an Straßenrand.

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Damit sich der Umzug aus Hunderten Großeltern, Eltern und Kindern nicht zu lange auseinanderzog, hielt Pfarrer Demel, der unmittelbar hinter dem reitenden Martin schritt, an drei Stationen. Martinslieder, die durch eine tragbare Prozessionsanlage weit über die Köpfe der Teilnehmer schallten, begleiteten den ganzen, knapp halbstündigen Laternenzug.

Zum Abschluss lagen am Kircheneingang die gebackenen Martinsgänse für die Kinder bereit, während sich die Erwachsenen mit den Leckereien des Marktangebotes stärkten und den Abend im gemeinsamen Gespräch ausklingen ließen. Beim Blick über den gefüllten Platz stellten sich die Schätzungen von Erwin Merz hinsichtlich der Teilnehmerzahl als zutreffend heraus.

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