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Graben

21.02.2018

Immer nur Wurst ist auch Käse

Mit Freude am Marktgeschehen tauscht sich Marina Wagner vom Frischhof Hofladen mit einer Kundin aus.
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Mit Freude am Marktgeschehen tauscht sich Marina Wagner vom Frischhof Hofladen mit einer Kundin aus.

Ein Fischstand erweitert ab sofort das Angebot an frischen sowie regionalen Produkten auf dem Gräbinger Wochenmarkt. Welche Rollen die Kundschaft sowie die Fang- und Schonzeiten spielen.

Die Schlange vor dem blauen, mit Motiven von Fischen und Meeresfrüchten dekorierten Verkaufswagen auf dem Gräbinger Markt will nicht abreißen. Ständig kommen neue Kunden. „Der Fischmann“ Andreas Brodhäcker hat alle Hände voll zu tun. Nicht nur wegen seines pfiffigen Werbeslogans „Esst mehr Fisch! Immer nur Wurst ist auch Käse“ sind seine Fische und Meeresfrüchte sehr beliebt. „Wir haben hier auf dem Markt einen Fischstand vermisst. Das habe ich meinem Mann schon vor zwei Jahren gesagt“, stellt Gemeinderätin Christine Knoller fest und lässt den Blick genusserwartend über das in Eis gelagerte Angebot wandern.

Der aus dem Wonnegau in Südhessen stammende Brodhäcker hat sich mit einem Fischhändler in Offingen zusammengeschlossen und beliefert neben Graben auch andere Märkte mit frischem Fisch sowie Räucherfisch und Fischfeinkost. „Ich habe von Marktkollegen vom besonderen Ambiente des hiesigen Wochenmarktes erfahren und mich bei der Gemeinde beworben“, sagt er aufgrund des Kundenstromes kurz angebunden. Die Entscheidung der Verwaltung, ihn für den Markt zuzulassen, stößt bei den Kunden auf große Resonanz. Schon nach seinem ersten Tag auf dem Rathausplatz wird er nicht mehr viel vom Seelachs, Rotbarsch, Forelle, Dorade, Hering, Heilbutt, Kabeljau oder Lachs mit nach Hause nehmen müssen.

Auch an den anderen Ständen herrscht reges Treiben. Der Markt am Mittwochnachmittag ist in Graben sehr beliebt, bietet er doch den Bürgern der Gemeinde eine bunte Vielfalt an insbesondere aus dem regionalen Bereich stammenden Produkten an. Eier und Geflügel, Obst und Gemüse, Kartoffeln, Fleischwaren, Käse, Honig und jetzt auch Fisch warten auf die Kunden.

So sieht es auch der 33-jährige Josef Hofner aus Waidhofen, der mit seinen Fleisch- und Wurstwaren zu den ständigen Marktleuten gehört. „Unsere Fleischspezialitäten stammen von freilaufenden Tieren und weisen eine hohe Qualität auf“, sagt er. Neben Graben und Klosterlechfeld sei er unter anderem in Bobingen und Scheuring vertreten. Er schneidet vom großen Stück Fleisch eine Portion für einen Kunden ab und bekennt zu der nicht immer leichten Tätigkeit auf den Märkten: „Ich mache es, weil ich es liebe.“

Die Eier- und Geflügelprodukte vom Frischhof Hofladen in Bobingen bietet Marina Wagner an. Bereits seit 30 Jahren arbeitet sie für die Familie Frisch. Gut gelaunt wie der Werbespruch „Nudeln machen fröhlich“ packt sie Eier für eine Kundin in den Karton. „Wir sind auf vielen Märkten mit unseren Produkten, und es macht mir riesig Freude“, sagt sie.

Alwin Lauter aus Obermeitingen ist mit ganzem Herzen Imker. Sein kleiner Stand am Heck seines Autos ist eher unauffällig, doch seine Kunden wissen um die Qualität seines Blüten- und Waldhonigs und schätzen das Naturprodukt. „Ich bin von Anfang an dabei, und es macht mir Freude, meine Produkte hier für die Kundschaft anzubieten“, sagt er. Der Direktvertrieb am heimatlichen Haus würde trotz Werbetafel nicht mehr so gut gehen. Deshalb geht er zu den Kunden.

Der große Stand der Gärtnerei Koch-Hagenbusch ist ebenfalls gut besucht. Im Schwerpunkt bietet dort das in Inningen ansässige Unternehmen regionales Gemüse der Marke Eigenbau an. Obst aus heimischem Anbau sowie ausgewählte Importware ergänzen das vielfältige Angebot.

„Den Kabeljau auf der Hautseite braten und kurz bevor er fertig ist den Deckel auf die Pfanne und bei ausgeschaltetem Herd garen lassen“, ist vom Fischmann Brodhäcker zu hören, nachdem eine Kundin nach der optimalen Zubereitung des Fisches fragt. Er hat für jeden ein offenes Ohr, will er doch sein Angebot auf die Wünsche der Gräbinger Kundschaft abstimmen. „Aber schon je nach Fang- und Schonzeiten wird das Angebot variieren“, erläutert er sein weiteres Vorgehen. Und schon wieder stehen drei Kunden an, um endlich Fisch auf ihrem Wochenmarkt zu kaufen.

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