Dreikönigskonzert

08.01.2014

Junge Talente begeistern

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Das Lech-Wertach-Orchester besteht noch kein Jahr, lieferte aber zum kulturellen Jahresstart eine reife Leistung ab. Sänger prägen den Auftakt des Konzerts

Königsbrunn „Super“, „toll“ und „wunderschön“ – die Besucher zeigten sich vollends begeistert vom Dreikönigskonzert in der ausverkauften Willi-Oppenländer-Halle, zum frenetischen Schlussapplaus hielt es sie nicht mehr auf ihren Sitzen. Auch Bürgermeister Ludwig Fröhlich war aus dem Häuschen: „Für mich war es das allerschönste Dreikönigskonzert der vergangenen 15 Jahre.“

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Mit dem Dreikönigskonzert startet die Stadt Königsbrunn ins neue Kulturjahr, das sich diesmal der Vielfalt der Nationalitäten, Kulturszenen und der Jugendbewegung widmet. Passend dazu standen mit dem Lech-Wertach-Orchester und der Violinistin Nathalie Schmalhofer (Bobingen) am Montagabend auch junge musikalische Talente auf der Bühne.

Die gehörte – passend zum Termin – aber zuerst den Königsbrunner Sternsingern mit dem katholischen Pfarrer Bernd Weidner. Anschließend eröffneten die Chorgemeinschaft Königsbrunn – ein Verbund aus Gesangverein Liederkranz, dem Pop-Chor der städtischen Sing- und Musikschule und dem Vokalensemble Cantabile der katholischen Pfarreiengemeinschaft – das gut zweieinhalbstündige Konzert. Unter der Leitung von Josef Hauber nahmen die Sänger mit Natalie Rohrer als Solistin und dem Orchester musikalisch Bezug auf den Dreikönigstag mit dem ersten Teil aus Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Christus“.

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Ein Feuerwerk beliebter Melodien

Dann erlebten die Besucher ein Feuerwerk beliebter Melodien aus Oper, Operette und Musical und bekannter Orchesterwerke, wie die Overtüren zu Bizets „Carmen“, Rossinis „Der Barbier von Sevilla“, die Polonaise aus Tschaikowskys „Eugen Onegin“, der Ungarische Tanz Nr. 1 von Brahms und der Marsch Nr. 1 „Pomp und Circumstance“ von Elgar.

Es ist erstaunlich, welch beachtliches Programm sich das 2013 gegründete Lech-Wertach-Orchester in nur wenigen Probentagen erarbeitet hatte und mit welch reifer Leistung es dabei aufwartete. Das verdankt das Jugendsymphonieorchester neben dem Talent und der Disziplin seiner jungen Akteure – die beiden jüngsten sind erst zwölf Jahre alt – und ihrem Maestro Wolfgang Scherer. Er versteht es seit Jahrzehnten, Jugendliche für klassische Musik zu begeistern und ihre musikalischen Talente zu fördern.

Ein Höhepunkt des Konzerts war der Auftritt der 16-jährigen Violinistin Nathalie Schmalhofer aus Bobingen. Die Stipendiatin von „Jehudi Menuhin Live Music Now“ und Jungstudentin am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg fesselte die Zuhörer mit einer atemberaubenden Interpretation der Zigeunerweisen op. 20 von Pablo de Sarasate.

Mit ihren Entertainerqualitäten avancierte Multitalent Simone Werner zum Publikumsliebling. Schon beim ersten Auftritt mit der berühmten Habanera aus George Bizets Oper „Carmen“ erntete die Mezzosopranistin Bravorufe. Im Laufe des Abends bewies Simone Werner, dass sie nicht nur fabelhaft singen und schauspielern, sondern auch charmant moderieren und toll tanzen kann. Der angekündigte Bariton Maximilian Lika konnte bei diesem Konzert nicht auf der Bühne stehen, da er mit seiner Frau auf den ersten Auftritt des Nachwuchses wartete. Als Ersatz sprang kurzfristig sein Vater, der bekannte Augsburger Bassist Peter Lika, ein.

Die Arie „Als Büblein klein an der Mutterbrust“ aus Nicolais komischer Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ schien dem Opern- und Konzertsänger auf den Leib geschrieben zu sein. Bezaubernd war das deutsch-italienische Duett mit Simone Werner aus Mozarts Don Giovanni „Reich mir die Hand, mein Leben“. Am Klavier begleitete sie Christoph Teichner.

Erstmals umrahmten vier Tanzpaare einige Stücke

Zum ersten Mal umrahmten vier junge Paare der Tanzgalerie Kuschill aus Königsbrunn in passenden Kostümen einige Stücke mit einer ansprechenden Choreografie.

Der kulturelle Jahresauftakt in Königsbrunn war ein wahrer Ohren- und Augenschmaus, zu dem nicht zuletzt auch die ausgezeichnete Ton- und Lichttechnik beitrug.

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mehr Fotos vom Dreikönigskonzert unter

schwabmuenchner-allgemeine.de

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