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Graben

09.07.2019

Lechfeld-Ranger: Raubüberfall auf den Schatz der Fugger

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2 Bilder
Mit dem Schlauchboot der Wasserwacht Schwabmünchen ging es hinaus auf den See.
Bild: Uwe Bolten

Das Event-Wochenende zum „Lechfeld-Ranger“ erfreut die Teilnehmer nicht nur durch ein spektakuläres Video. Welche Aufgaben zu meistern sind und was überrascht.

Der Hilferuf von Grabens Bürgermeister Andreas Scharf blieb bei den Kindern und Jugendlichen im Gedächtnis. „Ich brauche euch bei der Suche nach den Schlüsseln. Der Schatz der Fugger muss wieder erreichbar sein!“, bat er per Videobotschaft, nachdem die dramatischen Ereignisse – vom Einbruch ins Rathaus, dem Überfall auf Büchereimitarbeiterin Susanne Adler, dem Diebstahl der Schatzkiste, die der Dieb kurz nach dem Überfall verloren hatte und der Flucht des Täters trotz Hubschrauberverfolgung – in einem professionell produzierten Video zusammengefasst wurden. Der Startschuss zum diesjährigen „Lechfeld-Ranger“ war erfolgt.

„Die Teilnehmerzahl von 150 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren war zwei Tage nach Online-Schaltung der Veranstaltungsseite im Internet erreicht. Leider können wir nicht mehr Aktive zulassen“, sagte Hauptorganisator Norman Adler von der Veteranen-, Soldaten- und Reservisten-Vereinigung Graben. Er hatte, wie in den vergangenen Jahren, mit einem siebenköpfigen Organisationsteam dieses Geländespiel mit Lagerleben in die spannende Geschichte eingebettet.

Susanne Adler muss über den vermeintlichen Überfall berichten

Auf dem 700 Meter langen Weg vom Kulturzentrum zum Freizeitgelände wuchsen in den Reihen der jungen Teilnehmer und deren Begleitpersonen die wildesten Spekulationen über den versuchten Raub. Susanne Adler musste mehr als einmal fragenden Kindern erklären, dass es ihr mittlerweile wieder gut gehe.

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Norman Adler beobachtete die Situation mit sichtlicher Freude. „Wir sind unseren ehrenamtlichen Helfern sowie den Sponsoren dankbar, dass wir diese Veranstaltung in der Form durchführen können“, sagte er hinsichtlich der Stationen, die auf die angehenden Ranger warteten. Insgesamt machten 14 Sponsoren und 55 Helfer diese Veranstaltung möglich.

Schlauchbootfahrt mit der Wasserwacht Schwabmünchen

Zum einen galt es den komplexen Bewegungsparcours mit Kletterspinne, Affenschaukel und Kletterböschung zu überwinden, zum anderen mussten die insgesamt zwölf Teams einen Weg aus dem „Escape-Zelt“ suchen. Die Wasserwacht Schwabmünchen hatte eine Schlauchbootfahrt auf dem Programm, die Freiwillige Feuerwehr Graben forderte Zielgenauigkeit mit dem Wasserschlauch ein. Bei der Taekwondo-Abteilung des SV Untermeitingen konnten sich die angehenden Ranger in Selbstverteidigung üben, der auf der Ostseite des Freizeitsees gelegene Tatort verlangte kriminalistisches Gespür. Der Infopunkt am Grillplatz koordinierte alle Tätigkeiten.

Die erfolgreiche Suche nach den Schlüsseln, die nur kurz durch einen Regenschauer am Abend unterbrochen wurde, hatte ihren Höhepunkt bei der nun möglichen Öffnung der Kiste. Neben den aus dem Gemeindetresor stammenden Dokumenten war auch der Münzschatz unbeschädigt vorhanden. Aus Dankbarkeit erhielt jeder der neuen Lechfeld-Ranger eine eigens für sie geprägte Goldmünze zur Erinnerung. Glücklich und zufrieden zogen sich die Teilnehmer jedoch nicht in ihre auf dem Camp gelegenen Zelte zurück, der zweite Teil der Veranstaltung hatte noch einige Überraschungen bereit.

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Lechfeld-Ranger: 150 Kinder auf der Suche nach dem Schatz der Fugger
Bild: Uwe Bolten

Nach dem gemeinsamen Grillen dauerte es nicht lange, bis das obligatorische Lagerfeuer brannte und als Überraschungsgäste Musiker der österreichischen Band „The Real Tequila“, bekannt von ihrem Auftritt auf der Gräbinger Wiesen, aufspielten. Eine spektakuläre Feuershow und Bull-Riding rundeten das Abendprogramm ab. „An der Bar herrschte bei den Erwachsenen noch reger Betrieb. Gegen 3 Uhr morgens war dann Schluss“, berichtete Barkeeper Marcel Schieren am Folgetag.

Trotz Regengüsse am Vormittag beendete das gemeinsame Frühstück den diesjährigen Lechfeld-Ranger. „Nächstes Jahr wird es wieder eine Neuauflage gebe. Dafür ist der Druck der Kinder zu hoch“, sagte Norman Adler, der sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden Volkmar Angerer darüber freut, dass der Verein keinen eingestaubten Charakter hat und sich zu einer Gemeinschaft der Generationen weiterentwickelte.

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