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Königsbrunn

06.01.2019

Neujahrsempfang: „Heißzeit“ für die Stadtentwicklung

Konsule, Abgeordnete aus Bundes- und Landtag und viele engagierte Königsbrunner kamen zum Neujahrsempfang im Königsbrunner Rathaus.
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Konsule, Abgeordnete aus Bundes- und Landtag und viele engagierte Königsbrunner kamen zum Neujahrsempfang im Königsbrunner Rathaus.
Bild: Adrian Bauer

Bürgermeister Feigl gibt die Übersicht über die Projekte für 2019. Große Schritte stehen bei der Schulsanierung, der Wohlfarth-Straße und der Tram an.

Der Neujahrsempfang im Königsbrunner Rathaus markiert den Neustart des öffentlichen Lebens nach den ruhigen Feier- und Ferientagen zwischen den Jahren. Bürgermeister Franz Feigl nutzte bei seiner Ansprache vor Gästen aus Bundes- und Landtag, mehreren Vertretern von mit Königsbrunn verbundenen Ländern sowie zahlreichen engagierten Bürgern der Stadt das Wort des Jahres 2018 als Leitmotiv für seinen Ausblick auf das kommende Jahr.

„Heißzeit“ lautet das Wort des Jahres, das im Sommer im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dem trockenen, heißen Sommer verwendet wurde. Doch auch in der Stadt gibt es genug Hitzequellen: Angefangen beim Thema IT-Sicherheit. Nicht nur der Bundestag wird von Hackern angegriffen, auch in den Rathäusern muss man sich vor Attacken auf die digitalen Systeme in Acht nehmen. So seien in den vergangenen drei Wochen fünf Computer im Rathaus durch Viren lahmgelegt worden, sagte Franz Feigl: „Nur der schnellen Reaktion der Mitarbeiter, die die Netzstecker des PC zogen, war es zu verdanken, dass das gesamte System des Rathauses unbeschadet blieb.“

Ins Rathaus kann man nur noch PDFs schicken

Als Reaktion werden nun nur noch Dateiformate angenommen, in denen keine Viren versteckt werden können. Statt Word-Dokumenten solle man nun PDFs an die Stadt schicken oder den Text direkt in die Email schreiben, empfahl Feigl. Er mahnte alle Zuhörer, auch zuhause an die Datensicherheit zu denken – es sei eine echte „Heißzeit“ im Email-Verkehr.

Doch heiß hergehen soll es auch noch einmal bei der Entwicklung der Stadt. 2018 sei das Jahr mit den meisten Sitzungen des Stadtrats und seiner Ausschüsse gewesen. Der Bürgermeister sagte mit Blick auf die 2020 anstehenden Kommunalwahlen, dass er hoffe, dass man mindestens bis zur Sommerpause noch gut an der Zukunft der Stadt arbeiten könne.

Konzept bringt Zugang zu Fördergeld

Derzeit wird ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (Isek) erstellt. Damit will man sich in Bezug auf die Fördergeld-Töpfe neu positionieren – und das Isek ist dabei eine Voraussetzung. Am 22. Mai und am 23. Oktober werde es weitere Bürgerwerkstätten geben, bei denen die Königsbrunner ihre Ideen für die Zukunft ihrer Stadt einbringen können.

Das Konzept wird auch die bekannten Baustellen zwischen Wertachstraße und Rathaus und zwischen Königs- und Römerallee abdecken. Im Falle des „Boulevard“, der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße zwischen den Kreisverkehren, habe das Planungsteam die Arbeit aufgenommen, sagte Feigl. In diesem Jahr soll die Genehmigung für die Umgestaltung beantragt werden. An die anwesenden Landtagsabgeordneten gewandt sagte Feigl: „Mit Spannung erwarten wir die Entscheidungen des Landtags zur anteiligen Kostentragung von Straßenausbaumaßnahmen, nachdem die Straßenausbaubeiträge richtigerweise weggefallen sind.“ Beim Sport- und Freizeitpark West konnte zuletzt ein weiteres Grundstück gekauft werden, beim „Forum“ wird demnächst der Ideenwettbewerb für die Neugestaltung des Thermenareals rund um einen Bürgersaal gestartet.

Beim Baugebiet laufen die Verhandlungen

Ein weiteres Heißzeit-Thema ist der Wohnungsbau. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG habe im vergangenen Jahr das größte Wohnungsbauprogramm ihrer Geschichte abgeschlossen, sagte Feigl: „Doch das reicht immer noch nicht.“

Bis 2022 wird das neue Haus mit Bürgerzentrum an der Marktstraße fertiggestellt. Für das geplante Baugebiet östlich der Raber Straße stehen jetzt die Verhandlungen mit 150 Miteigentümern von Grundstücken an. Und der Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Anger- und Zeißstraße am Ilsesee solle öffentlich bekannt gemacht werden, sobald das Landratsamt die Änderung des Flächennutzungsplanes genehmigt hat, sagte Feigl.

Die Sanierung der städtischen Schulen stellt ein weiteres „Heißzeit“-Projekt dar. Im Sommer zogen die Schüler der Grundschule Süd ins Süd-Gebäude der Mittelschule, die Mittelschüler werden nun alle im Nord-Gebäude unterrichtet. Derzeit laufen noch Ausschreibungen, sodass in den nächsten Wochen mit den Bauarbeiten begonnen werden könne, sagte Feigl.

Weiter voran geht es im Planungsverfahren zur Straßenbahn-Linie 3 nach Königsbrunn. Derzeit läuft das förmliche Planfeststellungsverfahren, mit dem Beschluss rechnet Feigl im zweiten Halbjahr 2019. Wie schnell dann gebaut werden kann, ist allerdings fraglich. Anwohner haben angekündigt, gegen das Projekt zu klagen. Sollte es tatsächlich so kommen, kann erst einmal nicht gebaut werden.

Im Bauausschuss vorgestellt wird demnächst ein Entwurf für einen neuen, praktischeren und leicht belieferbaren Wertstoffhof an der Bobinger Straße. Die notwendigen Grundstücksverhandlungen seien bisher positiv verlaufen, sagte Feigl, man werde in dieser Sache aber demnächst beim Landrat vorstellig: „So ein guter Wertstoffhof ist nicht billig.“ Entscheiden muss der Stadtrat zudem demnächst ein drittes Mal über den seit langem geplanten Kreisverkehr an der Einmündung Wertachstraße/Königsallee, sagte der Bürgermeister. Bei der Regierung von Schwaben halte man nun doch eine Ampelanlage für die wirtschaftlichere Lösung: „Daher muss der Stadtrat demnächst darüber entscheiden, ob der Kreisverkehr auch ohne staatliche Fördergelder gebaut wird.

Die heißen Themen gehen in Königsbrunn also auch im Jahr 2019 sicher nicht aus.

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