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Klosterlechfeld

04.10.2018

Obelisk ist ein Fingerzeig für den Frieden

Willi Walch (links) und Bürgermeister Rudolf Schneider enthüllen den Friedensobelisken. Foto: Hieronymus Schneider

Der Klosterlechfelder Friedensobelisk wurde feierlich eingeweiht. Er ist ein Mahnmal für künftige Verantwortung.

In einer würdigen Feierstunde wurde der Friedensobelisk im Klosterlechfelder Rathausgarten vor dem Kalvarienberg enthüllt und eingeweiht. Vorher fand ein gemeinsamer Gottesdienst mit den Pfarrern der katholischen und der evangelischen Gemeinden, Thomas Demel mit Diakon Bruder Kornelius und Leander Sünkel, in der Wallfahrtskirche Maria Hilf statt.

Vor der Enthüllung des Denkmals zeigte Bürgermeister Rudolf Schneider die Entwicklung des Lechfelder Friedensweges auf, der nach der St. Martinskirche und der evangelischen Versöhnungskirche in Lagerlechfeld nun seine dritte Station zum 200-jährigen Bestehen der Gemeinde Klosterlechfeld erhält. Schneider betonte, dass dieses Werk ein reines Eigenprodukt sei, denn dessen Schöpfer Willi Walch ist ein Klosterlechfelder Bürger und die Realisierung lag in den Händen der Gemeinde.

Hobbykünstler bedankt sich für Vertrauen

Bei der Vorstellung seines Werkes vor vielen Zuschauern und Ehrengästen aus der Politik und der Bundeswehr, bedankte sich Willi Walch beim Bürgermeister und dem Gemeinderat dafür, als Hobbykünstler das Vertrauen für die Gestaltung dieses Denkmals erhalten zu haben. „Ich wollte etwas praktisch Nachvollziehbares schaffen und keine abstrakte Skulptur“, erklärte er zu der 5,30 Meter hohen Stahlsäule, die einen Zeitstrahl der deutschen Geschichte seit 1848 darstellt und mit einer goldenen Kugel gekrönt wird. „Diese Kugel soll die hoffentlich gute Zukunft symbolisieren, für die wir alle im Bewusstsein der Vergangenheit verantwortlich sind“, sagte Willi Walch.

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Bei der Betrachtung der einzelnen Stufen seien ihm selbst immer wieder Reflexionen zu seinem eigenen Leben bewusst geworden. So laden die Ruhebänke rund um das Denkmal zur meditativen Zeitreise in die deutsche, aber auch in die persönliche Lebensgeschichte ein. Die goldene Kugel symbolisiere auch den Wunsch nach einem sinnerfüllten Leben und öffne den Blick zum Kalvarienberg mit dem Kreuz Christi. „Für mich als praktizierenden Christen ist das ein Sinnbild dafür, dass all unser Streben letztlich in Gottes Händen liegt und seiner immerwährenden Gnade bedarf“, schloss Willi Walch seine Erklärung ab.

Die Feierstunde wurde von der Musikkapelle Klosterlechfeld musikalisch umrahmt. Thomas Strohmeyr sang mit Klavierbegleitung von Katharina Schwaller das Lied von Dietrich Bonhoeffer „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und die Europahymne „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven. Mit der deutschen Nationalhymne, intoniert von der Musikkapelle, wurde die Feier beschlossen.

Franziskuslinde gepflanzt

Nach dem Mittagessen und einem reichhaltigen Kuchenbuffet im Pfarrsaal gab es eine Kirchenführung „Auf den Spuren des heiligen Franziskus“. Diese leitete zur Pflanzung der Franziskuslinde am Vorplatz der Kirche beim Franziskusbrunnen ein. Der Namenstag des Kirchenheiligen wird am 4. Oktober gefeiert. Der Franziskanerorden nach dem heiligen Franz von Assisi prägte jahrhundertelang das Kloster und damit auch den Ort Klosterlechfeld. Die Kinder des Kindergartens Maria Hilf leiteten die Pflanzung mit fröhlichen Liedern ein.

Nach der fachmännischen Einpflanzung der Linde durch den Gartenbaubetrieb Werner aus Graben segneten die Pfarrer Demel und Sünkel den Baum als Symbol des Lebens. Danach durften der Bürgermeister und alle anwesenden Bürger eine Schaufel Erde um den Baum anhäufen. Die Kindergartenkinder begossen ihn gleich mit Wasser aus ihren bunten kleinen Gießkannen.

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