1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Tempo 50 hat teilweise ausgedient

Graben

06.11.2019

Tempo 50 hat teilweise ausgedient

Dieser Geschwindigkeitshinweis wird demnächst einer Begrenzung auf 30 km/h im Bereich der Ampelanlage weichen.
2 Bilder
Dieser Geschwindigkeitshinweis wird demnächst einer Begrenzung auf 30 km/h im Bereich der Ampelanlage weichen.
Bild: Uwe Bolten

Entlang der Gräbinger Grundschule und des Kindergartens geht es in Zukunft langsamer vorwärts – aber nur zu bestimmten Zeiten. Doch das ist nicht die einzige Änderung.

Die Verkehrssituation an der Grundschule und dem Kindergarten am Via-Claudia-Weg wurde während eines Elternabends erläutert. Dort wurden die vielschichtigen Aspekte von Seiten der Eltern, Pädagogen, Kommunalpolitik und Polizei beleuchtet, sagte Grabens Bürgermeister Andreas Scharf während der Gemeinderatssitzung. Vorausgegangen war ein Antrag des Elternbeirates, im Bereich der Ampelanlage an der Lechfelder Straße eine Geschwindigkeitsbegrenzung anzuordnen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Für den Bereich der Fußgängerampel sei die Anordnung einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer mit Hinweis auf Schule und Kindertagesstätte problemlos möglich, berichtete Scharf. In diesem Punkt herrschte Einigkeit im Rat, allerdings löste die Geltungsdauer eine kurze Diskussion aus. Während einige Ratsmitglieder Sympathien für eine zeitlich durchgehende Reduzierung hegten, bevorzugten andere wiederum die auf den Schulbetrieb gründende, vom Landratsamt vorgeschlagene, Beschränkung auf Montag bis Freitag in der Zeit von 7 bis 17 Uhr. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die letztere Variante.

Zubringerverkehr zur Grundschule in Graben soll sich ändern

Die Gedanken zur Geschwindigkeitsreduzierung zur Überquerung der Bahnhofstraße im Bereich der Bushaltestelle, die ebenfalls sinnvoll erschien, wurden wegen des fehlenden Bezugs zur Schule fallen gelassen werden. "Nach Meinung der Eltern sollten die Verkehrsströme zu Kindergarten und Schule getrennt werden. Dabei soll hauptsächlich der Zubringerverkehr zur Schule eine Rolle spielen, da die Kindergartenkinder abgegeben werden müssen. Da verbietet sich eine ortsferne Lösung“, sagte der Bürgermeister. Ebenso wolle er die Maßnahmen nicht direktiv durchsetzen, sondern diese im Zusammenklang mit den Eltern einführen. Man sei am Elternabend übereingekommen, die Zufahrt zum Rondell am Via-Claudia-Weg zu beschränken.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Der Parkplatz der Sporthalle erscheint dem Gemeinderat als praktikabelste Lösung der Anfahrt für Schüler.

Nach eingehender Beratung sahen die Gemeinderäte in der Nutzung des Sporthallenparkplatzes als „Kiss & Go“-Zone, wie der Anfahrts- und Verabschiedungsbereich gerne genannt wurde, als effektivste Lösung an. Gefolgt von der Möglichkeit, eine Art Wendeschleife im Bereich der Peter-Dörfler-Straße zu ermöglichen. In beiden Fällen würde die Umwidmung des Via-Claudia-Weges ab Höhe Kindergarten zum nicht-öffentlichen Bereich mit gleichzeitiger Installation einer Schranke die Folge sein, deren Anbringung ohne Gegenstimme beschlossen wurde.

Andreas Scharf: Einsicht der Eltern wäre die beste Lösung

Die Idee, den Festplatz in den Morgenstunden als Anfahrtspunkt zu nutzen, wurde verworfen. Einigkeit bestand weiterhin in dem Punkt, dass keine weiteren baulichen Maßnahmen zur Optimierung der Situation ergriffen werden sollten. „Die beste Lösung wäre die Einsicht der Eltern, dass die Kinder nicht direkt vor die Schultür gefahren würden“, sagte der Bürgermeister. Im Nachklang ordnete der Gemeinderat eine Zone 20 für den Bereich Feuerdorn-, Schlehen- und Gartenstraße sowie Ligusterweg, Peter-Dörfler-Straße und Via-Claudia-Weg an.

Eine mögliche Querungshilfe auf der Fuggerstraße wurde ebenfalls wieder in den Fokus gerückt, da es für Kinder auf dem Weg zur Schule und für ältere Mitbürger auf dem Weg zu Kirche und Friedhof schwierig sei, diese sicher zu überqueren. Zuvor müssten Anwohner und Nutzer wie landwirtschaftliche Betriebe gehört werden. „Trotz Querungshilfe müssen große Fahrzeuge und landwirtschaftliche Gespanne dort noch um die Ecke kommen“, begründete Scharf das Vorhaben, das südlich der Einmündung der Lechfelder Straße entstehen könnte.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren