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Untermeitingen

13.01.2020

Untermeitinger Grüne nominieren ihre Kandidaten

Der Ortsverband der Grünen in Untermeitingen hat seine Kandidaten für die Kommunalwahl im März nominiert.
Bild: Jürgen Schmidt

In Untermeitingen haben die Grünen ihre Bewerber für den Gemeinderat nominiert und stellen für die Kommunalwahl auch einen Bürgermeisterkandidaten.

Wenn es nach den Mitgliedern des Ortsverbands der Grünen in Untermeitingen geht, ist der Bürgermeisterstuhl schon neu besetzt. Einstimmig ernannten die Mitglieder bei der Nominierungsversammlung den Entwicklungsingenieur und Gemeinderat Peter Daake zum Bürgermeisterkandidaten. Der 61-Jährige interessiert sich neben Politik auch für Natur und Musik und ist in einigen Vereinen stark verwurzelt.

Die SPD Untermeitingen und die Wählergruppierung Bündnis Lechfeld hatten Daake bereits ihre Unterstützung zugesagt. Von den Grünen , möchte Daake ein Zeichen setzen, dass besonders in der Kommunalpolitik die sachorientierte Lösungsfindung basierend auf guten Argumenten wichtiger ist als parteipolitische Ausrichtungen.

Peter Daake hat einen Fünf-Punkte-Plan für Untermeitingen

Daake nannte bei der Nominierungsversammlung im Bürgersaal im Haus Imhof in Untermeitingen fünf Punkte, die ihm wichtig sind. So soll der innerörtliche Verkehr reduziert und der öffentliche Nahverkehr verändert werden. Das Angebot an Busverbindungen muss seiner Ansicht nach stärker am Bedarf der Einwohner orientiert sein und schnelle Verbindungen zwischen den Verkehrsknoten sollten anstelle langsamer Ringverbindungen geschaffen werden.

Untermeitinger Grüne nominieren ihre Kandidaten

Auch für das Thema Ortsentwicklung will sich Daake stark machen. „Ich möchte die Ortsentwicklung transparent und langfristig orientiert planen“, sagte er. Die Bürger sollten wissen, wie Untermeitingen und das Lechfeld in 20 oder 30 Jahren aussehen soll. Daneben will der 61-Jährige den Freizeitwert heben und das Kulturangebot für alle Altersgruppen erweitern. Die geplante „Grüne Mitte“ biete viele Optionen zur Erhöhung der Lebensqualität.

Die Zusammenarbeit der Kommunen soll besser werden

Auch will Daake die interkommunale Zusammenarbeit verbessern. Es habe sich in den letzten sechs Jahren einiges getan. Trotzdem gebe es besonders zwischen Untermeitingen und Klosterlechfeld Themen und Aufgabenstellungen, die nicht optimal kooperativ gelöst werden. Als Beispiel nannte er die verpasste Schaffung eines gemeinsamen Wertstoffhofs.

Die Nominierungsveranstaltung in Untermeitingen leitete Alf Leber, Mitglied im Kreisverband der Grünen Augsburg-Land. Am Ende wählten die Mitglieder nicht nur einen Bürgermeisterkandidaten, sondern sprachen sich auch einstimmig für die Liste der 17 Kandidaten aus. Der Grundtenor, warum die Bewerber, die mehrheitlich in den 1990er Jahren nach Untermeitingen kamen und in den Gemeinderat möchten, war im Wesentlichen einheitlich. Aus ihrer Sicht hat sich der Ort nicht zum Positiven verändert und der Flächenverbrauch ist deutlich zu hoch. Hier möchten die Kandidaten gegensteuern.

Der Gemeinderat Untermeitingen besteht aus 20 Räten. Da die Liste mit 17 Kandidaten nicht voll ist und dadurch Stimmenverluste drohen, wurden die ersten drei Kandidaten in einer Zweifachnennung positioniert. Peter Daake als Spitzenkandidat kandidiert auf Listenplatz zwei. Ein fester Wert bei den Grünen, so Daake, ist die so genannte Frauenquote, die für Frauen, soweit möglich, die ungeraden Listenplätze vorsieht. So sind mehr als die Hälfte der Kandidaten Frauen. Insgesamt haben die Grünen elf Bewerberinnen für den Gemeinderat nominiert.

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