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Königsbrunn

30.01.2012

Wildpferd wurde eingeschläfert

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Erste Schritte in die neue Heimat. Neuankömmling Pavot hat die ersten eineinhalb Jahre seines Lebens im Jardin des Plantes im Stadtzentrum von Paris zugebracht. Ankunft der eineinhalbjährigen Przewalski-Hengstes Pavot im Gehege des Beweidungsprojekts nahe der Königsbrunner Heide.
Bild: Hermann Schmid

 Hengst „Pavot“ war im September 2011 aus Paris in das Gehege im Wald bei Königsbrunn gekommen

Königsbrunn Mit einer traurigen Nachricht informierte der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg (LPV) am Montagvormittag diejenigen, die sich für die Wildpferde im lichten Kiefernwald nahe der Königsbrunner Heide interessieren. „Am 29. 1. mussten wir leider unseren jungen, 1,5 Jahre alten Hengst ,Pavot‘ einschläfern“, informiert ein Text im Infokasten am Rande des Geheges die Spaziergänger.

Das Przewalksipferd war Anfang Septembe aus einem Zoo in Paris in das Gehege gekommen, das vom Landschaftspflegeverband Augsburg und dem Zoo Augsburg betreut wird. Er ist wohl einer überraschend aufgetretenen Krankheit erlegen. Zuverlässige Erkenntnisse könne erst eine Untersuchung in der Tierpathologie in München bringen, hieß es.

 Es habe zuvor keine Anzeichen für eine Erkrankung von Pavot gegeben, heißt es, sie stehe auch aller Wahrscheinlichkeit in keinem Zusammenhang mit der Ankunft des Junghengstes „Kalmoek“, der am vergangenen Freitagmorgen ins Gehege gebracht wurde. Gerade wegen des Neuzugangs war Projektbetreuer Norbert Pantel in den letzten Tagen fast ständig vor Ort. Er habe dabei vor Sonntagmorgen keine Probleme erkennen können, sagte er auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Die Entscheidung, Pavot einzuschläfern, fiel uns sehr schwer“, betont der LPV in seinem Info, „es gab hierzu allerdings keine Alternative, ein Behandlungsversuch wäre bei der Schwere der Symptome aussichtslos gewesen“.  Ende September 2011 musste bereits ein anderer Hengst im Wildpferdgehege eingeschläfert werden. Der fünfjährige „Elrond“ hatte bei Auseinandersetzungen um die Führung der Junghengstgruppe so schwere Verletzungen erlitten, dass die Betreuer keine andere Lösung sahen. 

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