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Bobingen: Bobinger machen sich für das Bad stark

Bobingen

Bobinger machen sich für das Bad stark

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    In einem offenen Brief machen sich die Bobinger für ihr Bad stark.
    In einem offenen Brief machen sich die Bobinger für ihr Bad stark. Foto: Dominik Durner

    Das Zittern um das Bobinger Hallenbad geht weiter. Der Brandschutz in dem alten Gebäude ist nicht mehr genehmigungsfähig. Er muss dringend erneuert werden, um eine weitere Betriebsgenehmigung zu erhalten. Die Kosten dafür sind enorm. Überschlägige Schätzungen hatten eine mögliche Summe von rund 500.000 Euro veranschlagt. In dieser Summe ist aber nur die Ertüchtigung des Brandschutzes enthalten. Da auch die Technik im Bad in die Jahre gekommen ist, kann es zusätzlich jederzeit zum Ausfall kommen. Ersatzteile sind teilweise nicht mehr zu bekommen. Anlagenteile komplett auszutauschen, könnte daher wieder hohe Investitionskosten zur Folge haben. Wie eigentlich alle kommunalen Bäder verursacht auch das Aquamarin in Bobingen jedes Jahr sechsstellige Defizite im städtischen Haushalt. Denn ein kostendeckender Betrieb ist nicht möglich. Ein Bad ist und bleibt ein Zuschussbetrieb.

    In einem offenen Brief, der von vielen Bobinger Vereinsvertretern unterschrieben wurde und der der Redaktion vorliegt, weisen Bobinger Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass das Aquamarin ein zentraler Bestandteil der Bobinger Infrastruktur sei. Es sei wichtig für den Schwimmunterricht, die Gesundheit von Senioren, Trainingsgrundlage für die Rettungsdienste und nicht zuletzt ein Beitrag für die Attraktivität Bobingens, gerade für junge Familien. Daher fordern die Unterzeichner die Bobinger Stadträte und die Bürgermeister auf, die erforderlichen Gelder für den Weiterbetrieb des Aquamarin bereitzustellen und gleichzeitig die Pläne für den Neubau eines Hallenbades wieder aufzunehmen. 

    Können Sondergenehmigungen für das Bobinger Bad verlängert werden?

    Für die Bobinger Stadtspitzen ist das mit Sicherheit eine schwierige Situation. Im Moment ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Zurzeit laufen hinter den Kulissen wohl Gespräche mit dem Landratsamt. Es solle geprüft werden, ob einige der bisherigen Sondergenehmigungen, die den Betrieb des Bades überhaupt noch möglich gemacht haben, noch einmal verlängert werden könnten. Gleichzeitig wird wohl auch geprüft, ob es bei den auszuführenden Arbeiten nicht eventuell günstigere Alternativen geben könnte. 

    Bei derartigen Investitionssummen – mit Blick auf die angespannte Haushaltslage der Stadt – will niemand eine endgültige Entscheidung auf Grundlage einer überschlägigen Kostenschätzung treffen. Daher wurde eine sogenannte qualifizierte Kostenschätzung in Auftrag gegeben. Darin soll von Experten ein realistischer Kostenansatz berechnet werden. Erst wenn diese Kostenschätzung vorliegt, wird wohl ein endgültiger Beschluss gefasst werden. 

    Noch will niemand ein endgültiges Aus für das Hallenbad verkünden. Es bleibt abzuwarten, was an Kosten tatsächlich zu erwarten sein wird. Die bisher geschätzten 500.000 Euro sind bisher – vor der endgültigen Haushaltsdebatte – weiterhin im Bobinger Haushaltsplan eingestellt. Sollte man sich für einen Weiterbetrieb entscheiden, stünde dem aus haushaltsrechtlicher Sicht voraussichtlich nichts im Wege.

    Auf Nachfrage erklärte die Pressesprecherin der Stadt Bobingen, dass in der Stadtratssitzung am Dienstag um 18 Uhr in der Singoldhalle zwar Haushaltsdebatten auf der Tagesordnung stünden, über die Zukunft des Bades aber in dieser Sitzung nicht beraten oder entschieden werden werde. 

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