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Eishockey

07.10.2019

Arbeitssieg im Auftaktspiel

Defensiv-Ass Marc Streicher erreichte als einer der wenigen Königsbrunner Spieler in der Partie gegen die River Rats aus Geretsried Normalform.
Bild: Horst Plate

Königsbrunn schlägt im ersten Bayernliga-Spiel der Saison Geretsried mit 4:3 in der Nachspielzeit. Trainer Peter Schedlbauer sieht noch viel Luft nach oben

Mit einem 4:3-Erfolg nach Verlängerung ist der EHC Königsbrunn in die Bayernliga-Saison gestartet. Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe der Erfolg unter Dach und Fach war. Unterm Strich blieb der EHC hinter den Erwartungen zurück.

Neben den Langzeitverletzten und dem gesperrten Hayden Trupp musste EHC-Coach Peter Schedl-bauer erneut ohne Matthias Forster antreten. Nach aktuellem Stand wird Publikumsliebling Forster Wochen, wenn nicht Monate krankheitsbedingt ausfallen. Doch auch die Gäste mussten heute auf ihren Top-Scorer Horvath verzichten.

Den besseren Anfang erwischte Königsbrunn, denn nach gerade mal 86 Sekunden zappelte der Puck im Netz des Gästetorwarts. Neuzugang Jakub Srámek brachte den EHC mit seinem Treffer zum 1:0 in Führung. Nach dem vielversprechenden Auftakt entwickelte sich eine eher zerfahrene Partie. Die Gäste scheuten keinen Zweikampf und störten geschickt den Königsbrunner Spielaufbau. Zudem kassierte Königsbrunn auch einige Strafzeiten, die die Gäste aber nicht nutzen konnten. Der EHC leistete sich sehr viele Fehlpässe, die River Rats freuten sich über die Geschenke und kamen immer wieder zu Chancen. So auch zwei Minuten vor der Drittelpause, als Geretsried in Überzahl das leere Tor nicht traf. Nach den ersten 20 Spielminuten stand es etwas glücklich 1:0 für Königsbrunn.

Auch nach der Pause hielten die Gäste stark dagegen und kamen in der 22. Minute zum verdienten 1:1-Ausgleich. Königsbrunn tat sich sehr schwer, der letzte Pass kam nicht an, und mit leichtfertigen Puckverlusten brachte man den Gegner immer wieder ins Spiel. In der 32. Spielminute setzte dann Julian Becher Jakub Srámek in Szene, dieser tankte sich mit einem schönen Alleingang bis vor das gegnerische Tor durch und netzte in Überzahl zur erneuten Führung für den EHC ein. Doch auch danach tat sich der EHC schwer mit dem Spielaufbau, eine Minute vor der Pause glichen die Gäste in einer Vier-gegen-vier-Situation sogar aus und sorgten für den verdienten 2:2-Pausenstand.

Im letzten Drittel kam Königsbrunn zunächst zu guten Chancen. So vergab Dominic Auger nach einem Alleingang in der 44. Spielminute. Auch danach hatte der EHC Möglichkeiten, verpasste es aber, Tatsachen zu schaffen. Die Gäste machten es besser. Gerade nachdem die Brunnenstädter nach einer Strafzeit wieder komplett waren, traf Geretsrieds starker Neuzugang Florian Strobl zur 3:2-Führung für die Gäste. Königsbrunn versuchte mit viel Aufwand auszugleichen, und nur zwei Minuten nach dem Treffer der Gäste zappelte der Puck im Tor der River Rats. Doch der Schiedsrichter hatte zuvor abgepfiffen und das Tor zählte nicht. Dafür machte es Königsbrunn danach in Überzahl besser: Nico Baur schoss einen Abpraller zum Ausgleich für Königsbrunn ein. Bis zum Ende der regulären Spielzeit fielen keine weiteren Treffer. Die Overtime musste jetzt die Entscheidung bringen, beide Teams traten nun mit jeweils drei Feldspielern an. Nach gerade mal einer Minute sorgte dann Dominic Auger mit seinem Treffer zum 4:3 für die Entscheidung.

Königsbrunn holte sich nach zähem Kampf wichtige erste zwei Punkte, blieb aber insgesamt hinter den hohen Erwartungen zurück. Allerdings bewies die Mannschaft Moral und holte einen Rückstand vor Spielende auf. Die Gäste traten als kompakte und eingespielte, kampfstarke Truppe auf und blieben immer auf Augenhöhe. So konnten die River Rats einen Punkt aus Königsbrunn entführen.

EHC-Coach Peter Schedlbauer sieht bei seiner Mannschaft noch viel Luft nach oben: „Wir waren heute sehr schwach auf der Brust und haben eine zerfahrene Partie abgeliefert. Das hat mich aber nicht überrascht, genau davor hatte ich zuvor gewarnt. Wir haben gedacht, es läuft so wie in der Vorbereitung. Geretsried war eine gute Mannschaft, ein eingeschworener Haufen. Die haben zusammengehalten, und wenn du zusammenhältst, dann kannst du auch was reißen. Wir sind mit einem Selbstverständnis aufgetreten, das einfach nicht gepasst hat. Gegen Erding müssen wir am Sonntag ganz anders auftreten, sonst haben wir keine Chance.“

Tore 1:0 Srámek (Strehler) (2.), 1:1 Merl (May) (22), 2:1 Srámek (Becher) (32.), 2:2 Strobl (Englbrecht, Reiter) (39.), 2:3 Strobl (Englbrecht, Rizzo) (54.), 3:3 Baur (Sramek) (57.), 4:3 Auger (61.)

Strafminuten EHC Königsbrunn 16, ESC Geretsried 14

Zuschauer 361

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