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Fußball

16.08.2014

Ein schwieriger Lernprozess für alle

Nicht, weil der Kreisjugendspielleiter Oskar Dankesreiter eine kritische Miene aufsetzte, wenden sich die Vereinsvertreter ab, sondern, weil sie auf die Beamer-Darstellung des Gesagten blickten.
Bild: Reinhold Radloff

Warum auch die Trainer in der Fair-Play-Liga harmonieren müssen

Um die Einführung sollte nicht mehr diskutiert werden, denn die ist beschlossene Sache. Es sollte mehr um einen Erfahrungsaustausch, Information und Weiterentwicklung der F-Junioren-Fair-Play-Liga gehen. Doch das lief nicht ganz so unproblematisch, wie sich der Fußballverband es vielleicht vorgestellt hatte.

„Die Pilotphase in der vergangenen Saison hat funktioniert. Jetzt geht es darum, noch Verbesserungen anzubringen“, betonte Fußball-Spielleiterin Gabi Böhm bei einem Treffen von Vereinen mit F-Jugend im Sportheim in Schwabegg.

Ergebnisse ja – Tabellen nein

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Kreisjugendleiter Oskar Dankesreiter erklärte, dass zwar Ergebnisse notwendig seien, um möglichst gleichstarke Teams innerhalb der Gruppe zusammenzustellen. Tabellen seien aber kontraproduktiv, da sie nicht den Fair-Play-Charakter fördern, sondern eher verhindern. „Ganz besonders wichtig ist, dass sich die Trainer der beiden gegnerischen Mannschaften vertragen, an einem Strick ziehen und die gleiche Meinung vertreten. Nur dann kann ein Spiel ohne Schiedsrichter und die Fair-Play-Liga funktionieren. Die Trainer müssen den Fair-Play-Gedanken vorleben.“

Um aber in strittigen Fragen eine übergeordnete Instanz zu haben, schlägt der Verband einen Fair-Play-Leiter vor mit Kompetenzen, denen eines Schiedsrichters ähnlich. An diesem Punkt gingen dann die Meinungen doch etwas auseinander. Unter den rund 70 Teilnehmern des Abends wurde viel, auch in kleinen Gruppen, die Notwendigkeit eines „Schiedsrichters“ diskutiert.

Reglementierungen schienen den Fußballvereinen wichtiger zu sein, als es dem Verband lieb ist. „Der Spaß soll bei der F–Jugend im Vordergrund stehen, nicht die Leistung“, so Dankesreiter, der dafür plädierte, ohne Schiedsrichter zu spielen, um die Eigenverantwortung und ein gerechtes Urteilsvermögen bei den Kindern zu fördern.

Auch wenn der Großteil der Anwesenden der Meinung war, die Fair-Play-Liga funktioniere gut, kam doch immer wieder die Frage auf, wer letztlich entscheidet. Doch Dankesreiter verwies nachdrücklich auf das Miteinander.

Die Zuschauer sind besonders problematisch

In der vergangenen Saison gab es fünf F-Jugend-Fälle, die beim Verband landeten. „Wir versuchten dann, durch Gespräche zu vermitteln“, betonte Böhm. Als besonders problematisch stuften aber die Vereinsvertreter vorrangig das Verhalten der Zuschauer, und da vor allem der Eltern, ein. „Sie müssen unbedingt in die abgesperrten Zuschauerzonen verwiesen werden, um weniger Einfluss auf das Spiel nehmen so können“, so Dankesreiter. Er erklärte auch, dass es in der Halle für F-Jugendliche keine Meisterschaften und weiterführende Wettbewerbe mehr geben soll.

F-Junioren-Spielpläne sind ab 15 August online und bis 30. August änderbar.

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