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Schießen

09.09.2019

Tradition trifft auf Moderne in Schwabmünchen

Mit einer neuen und modernen Schießanlage will die „Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Schwabmünchen“ punkten und neue Mitglieder anlocken.
Bild: Christian Kruppe

Die „Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft“ will mit einem modernen Schießstand dem Schützenwesen in Schwabmünchen neues Leben einhauchen.

Der Schießsport im in unserer Region ein wesentlicher Faktor. In nahezu jedem Ort gibt es einen aktiven Schützenverein mit vielen Mitgliedern und Mannschaften im Wettkampfbetrieb.

Einzig Schwabmünchen ist da wie ein kleiner Fleck auf der Schützenlandkarte. Während die Stadtteile Schwabegg, Klimmach und Mittelstetten über große und sportlich auch erfolgreiche Schützenvereine verfügen, dümpelt die Stadt selbst ein wenig vor sich hin. Doch das soll sich nun ändern.

Die „Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Schwabmünchen“ hat aufgerüstet. Die alten Schießstände, versteckt im Saal des Schützenheimes, wurden gegen eine neue, moderne und vollelektronische Schießanlage ausgetauscht. Künftig müssen die Schützen ihre Zielscheiben nicht mehr auf Zugseilen hin und her fahren und die erzielten Ringe selbst auswerten. Ab sofort zeigt ein Tablet direkt vor dem Schützen, sofort an, wo der Treffer gelandet ist.

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Doch warum leisten die Schwabmünchner Schützen sich ein solche Anlage, haben sie doch gerade einmal 65 Mitglieder und nur eine Mannschaft im Wettkampfbetrieb? Die Antwort darauf hat Max von Kirschbaum, der neue 1. Schützenmeister, sprich der Vorsitzende des Vereins. „Das hat zwei Gründe. zum einen hat es nach der letzten Überprüfung des Schießstandes einiges zum Verbessern gegeben. Zum Anderen, und das ist der Hauptgrund, wollen wir den Schießsport in Schwabmünchen attraktiver machen“, erklärt der Pensionär, der seit diesem Frühjahr an der Spitze der Feuerschützengesellschaft steht.

Neue Anlage hat mehr als 20.000 Euro gekostet

Etwas mehr als 20.000 Euro hat die neue Anlage gekostet, ist technisch wohl mit die modernste in der Region. Dazu leisteten die Vereinsmitglieder noch einiges an Eigenarbeit. In den vergangen Wochen wurde die Anlage im Schützenheim eingebaut. Nun soll sie neue Mitglieder anlocken, vor allem auch für Jugendliche attraktiv sein. „Mit der modernen Technik kann der Schießsport auch für junge Menschen wieder attraktiv werden“, hofft von Kirschbaum.

Er will den Verein vergrößern, auch mit mehr Teams in den Wettkampfbetrieb gehen. Was den Schwabmünchner ebenfalls fehlt, sind Pistolenschützen. „Ein oder zwei sind manchmal da“, so von Kirschbaum. Nahezu alle Mitglieder schießen mit dem Luftgewehr. Doch auch Luftpistolenschützen sind willkommen. Dabei setzt er nicht unbedingt auf erfahrene Schützen anderer Vereine. „Es kann jeder zu uns kommen, egal ob erfahrener Schütze oder Anfänger“, erklärt der Schützenmeister.

Schießen mit dem Lichtgewehr

„Schießen schult Konzentration und Feinmotorik“, hebt von Kirschbaum hervor. Und holt noch ein weiteres Ass aus dem Ärmel: „Eigentlich dürfen Kinder erst ab zwölf Jahren im Verein schießen. Ab Oktober geht das bei uns schon mit sechs Jahren.“ Denn dann bekommen die Schwabmünchner einen Stand, auf dem mit einem Lichtgewehr geschossen werden kann.

Dabei ist der hoch moderne Schießstand nicht die einzige Besonderheit der Feuerschützen. Viele Vereine der Region haben ein eingenes Schützenheim, doch das Schwabmünchner Schützenheim hat nicht nur eine lange Tradition, sondern ist eines der wenigen, das als Gaststätte verpachtet ist. Das spült dem Verein ordentlich Geld in die Kasse, bringt aber auch eine Menge an Verpflichtungen mit sich.

Er hat die Weiterentwicklung des Schießsports in Schwabmünchen fest im Blick: Der neue Schützenmeister Maximilian von Kirschbaum.

Denn das Gebäude muss auch mit deutlich höheren Anforderungen unterhalten werden. Dazu kommt auch ein großes Grundstück, denn früher wurde im Freien geschossen. Der „Schützenheimwald“ zieht sich bis zum Alpenzeiger. Auch da hängt einiges an Arbeit dran. „Aber das läuft ganz gut“, erklärt von Kirschbaum.

Eine weitere Besonderheit ist der Namen. Die Bezeichnung „Königlich Privilegierte Feuerschützengesellschaft“ darf nicht jeder Verein führen. Dies ist nur Gesellschaften vorbehalten, die schon vor dem Jahr 1900 rechtsfähig bestanden. Das ganze führt auf einen Erlass von König Ludwig aus dem Jahr 1869 zurück.

Schützenvereine, die diesen Namen tragen, sind nicht im Vereinsregister eingetragen, aber einem rechtsfähige Verein gleich. Davon gibt es bayernweit noch 210. Für diese ist die Regierung von Schwaben zuständig.

Termine 12. September, 19 Uhr erstes Schießen auf dem neuen Stand. 19. September, 19 Uhr, Gesellschaftsschießen

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