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Handball

13.05.2019

Überraschender Erfolg für Schwabmünchen

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Prominenter Besuch bei „Jugend trainiert für Olympia“: Bundestrainer Christian Prokop mit den Handballerinnen des Leonhard-Wagner-Gymnasiums Schwabmünchen.

Die Mädchen des Leonhard-Wagner-Gymnasiums belegten beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin Platz sieben.

Mit einem überraschen guten Ergebnis kamen die Handballerinnen des Leonhard-Wagner-Gymnasiums (LWG) von ihrer Teilnahme am Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin nach Hause: Sie belegten in einem starken Feld Platz sieben. Doch nicht nur der Sport begeisterte dort die Mädels.

Die Erlebnisse der vergangenen fünf Tage standen den Schwabmünchnerinnen bei ihrer Rückkehr noch ins Gesicht geschrieben. „Toll“, „super“, „stark“, so und ähnlich lauteten die ersten Kommentare zu ihren vielen Erlebnissen in Berlin, wo ihnen auch Handball-Bundestrainer Christian Prokop einen Besuch abstattete. Da war zuerst der Sport: Die Handballerinnen des Leonhard-Wagner-Gymnasiums Schwabmünchen waren mit dem Ziel, auf keinen Fall Letzter zu werden, angereist und kehrten mit einem siebten Platz nach Hause.

Zwischenrunde erreicht

Im ersten Spiel lagen sie zwar anfangs gegen das Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld (Niedersachsen) zurück, glichen aber schnell durch konsequentes Spiel aus und gewannen nach einer spannenden Partie nach 2x10 Minuten mit 9:6. Die zweite Partie gegen das Geschwister-Scholl-Gymnasium Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) gestalteten die Schwabmünchnerinnen von Anfang an überlegen und siegten mit 14:6. Dagegen war gegen die Sportschule Frankfurt Oder (Brandenburg) beim 5:18 trotz großen Willens der Menkingerinnen nichts zu machen. Trotzdem hatten sie durch ihren Platz zwei in der Vorrunde die Zwischenrunde der besten Acht erreicht.

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Dort warteten dann zwei weitere Sportschulen auf den bayerischen Meister. Gegen das Landesgymnasium für Sport aus Leipzig (Sachsen) gab es eine 6:14- und gegen die Sportschule im Olympia-Park Poelchau (Berlin) eine 7:14-Niederlage. Allerdings sei anzumerken, so Sportlehrerin Helga Radloff, dass jeweils die zweite Halbzeit ausgeglichen oder sogar siegreich gestaltet wurde.

Ein echter Krimi wartete dann im Spiel um Platz sieben in der Endrunde gegen das Peter-Wust-Gymnasium Merzig (Saarland). Nach dem 16:16 zum Ende der regulären Spielzeit warfen die Schwabmünchnerinnen Sekunden vor Schluss das alles entscheidende 19:17.

„Bei allen Spielen herrschte eine tolle Atmosphäre in der Halle. Gegen Merzig knisterte es so richtig“, so Radloff, die ihrer Mannschaft zusammen mit Ursula Leuthmetzer ein hervorragendes Zeugnis ausstellte: „Die Mädels zeigten perfekte Disziplin, große mannschaftliche Geschlossenheit jede Menge Siegeswillen, Einsatz in jeder Situation und dabei kollegialen Umgang mit dem Gegner sowie viel Spaß am am Handballspiel. Das war Werbung für Bayern und unsere Schule.“

Großes Besuchsprogramm

Neben dem Sportlichen gab es auch viele andere interessante Dinge, die die Schwabmünchnerinnen in der Hauptstadt erlebten: Reichstagsgebäude, Brandenburger Tor, Hotel Adlon und Alexanderplatz standen ebenso auf dem Programm wie Checkpoint Charlie, Holocoust-Denkmal und Berliner Mauer (East Side Gallery). Die Mannschaft zeigte sich von der Geschichte der Hauptstadt beeindruckt und genoss die gemeinsame handballfreie Zeit, die das Team noch enger zusammenschweißte. Natürlich spielte dabei auch die große, stimmungsvolle Abschlussveranstaltung von „Jugend trainiert für Olympia“ mit vielen Showeinlagen und Disco in der Max-Schmeling-Halle mit 3600 Sportlern aus neun verschiedenen Sportarten aus den 16 Bundesländern eine besondere Rolle.

„Es war ein einmaliges Erlebnis für die Schülerinnen“, betonten die beiden Lehrerinnen nach der Reise. Das sei aber nur dank der großen Unterstützung des LWG-Kollegiums einschließlich des Schulleiters Alexander Pfaffendorf sowie der Schöffel-Stiftung und des Förderkreises möglich gewesen.

Nicht unerwähnt bleib soll auch, dass die Handballerinnen vorrangig im TSV Schwabmünchen ausgebildet wurden und dort hochklassig im Ligabetrieb stehen. „Einzige Nichthandballerin im Team war die Fußballerin Katharina Böhm, die sich als Torfrau zur Verfügung stellte und ein wichtiger Rückhalt der Mannschaft war“, so Radloff. (rr-)

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