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Joachim Löw hat eine weitere Chance verdient

Kommentar Von Tilmann Mehl
27.06.2018

Das Scheitern der deutschen Nationalmannschaft ist auch das Scheitern des Bundestrainers. Warum er aber im Amt bleiben sollte.

Das Scheitern der deutschen Nationalmannschaft ist auch das Scheitern des Bundestrainers. In zwei von drei Partien hat es Joachim Löw nicht geschafft, eine Mannschaft auf das Feld zu schicken, die gegen international durchschnittliche Teams ihre Qualitätsvorteile ausspielen kann. Löw ist es nicht gelungen, seine Führungsspieler so in Form zu bringen, dass sie dem Team vorangehen können. Vor allem gegen Südkorea hätte die verständlicherweise nervöse Mannschaft Personal gebraucht, das Ruhe ausstrahlt und Struktur ins Spiel bringt.

Viele Spieler waren nur noch ein Schatten ihrer selbst

Sami Khedira war dazu nicht in der Lage. Ilkay Gündogan war nach der Erdogan-Affäre nur noch ein Schatten seiner selbst. So wie Löw Thomas Müller nicht aus seinem Leistungsloch helfen konnte, gelang ihm das auch bei Mesut Özil nicht. Können so viele Spieler ihre Fähigkeiten nicht abrufen, ist selbstverständlich auch der Trainer dafür verantwortlich. Weil er dazu noch einen erfrischend aufspielenden Julian Brand wieder nur auf der Bank beließ und Leroy Sané erst gar nicht mit zur WM nahm, ist auch seine Personalauswahl kritisch zu sehen.

Löw aber stand in seiner langen Dienstzeit als Bundestrainer ansonsten für Erfolg. Ihn wegen eines schwachen Turniers infrage zu stellen, wäre nicht richtig. Genauso wie seine Spieler hat auch er noch eine Chance verdient.

Hier finden Sie den kompletten Spielplan zur WM, den Sie über diesen Link auch im PDF-Format zum Ausdrucken finden: Spielplan zum Herunterladen und Ausdrucken.

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.06.2018

Tja, Herr Mahle, was soll man davon halten was Sie schreiben.
Jeder ist Schiedsrichter und Bundestrainer, Linienrichter und Video-Schiedsrichter.
Nur sind nicht alle Mannschaftsspieler. Nachher ist jeder schlauer; Oder hatten Sie
die Koreanische Mannschaft als Sieger getippt?

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27.06.2018

Tja, Herr Mehl, was soll man(n) jetzt dazu sagen - mit ein paar Stunden Abstand zur peinlichsten WM-Blamage in der Geschichte der deutschen Fußball-Nationalmannschaft? Und der größten Enttäuschung, die ein Fan dadurch erlitten hat?
Der erneut schwache Mesut Özil wieder drin bis zum Ende (sic!), statt ihn etwa in Minute 60 gegen Brand auszutauschen. Den vorher schon erfolglosen Thomas Müller eingewechselt, statt den flinken Draxler. Die Stürmer treffen nicht, nicht einmal den Ball, die Mittelfeldspieler reißen auch nichts, die gefährlichsten Torszenen schafft sich die Ikone der DFB-Defensive (= Mats Hummels). Aus unzähligen Ecken (= Standardsituationen) ergibt sich nicht eine einzige Torchance. Die Südkoreaner (die Fußball-Weltmacht Südkorea steht bisher auf Rang 57 der FIFA-Weltrangliste, Deutschland auf Platz 1!) laufen alle deutschen Angriffsversuche ab.
Irgendwas stimmt dann da doch nicht, oder? Und wer, bitte schön, ist taktisch dafür verantwortlich, daß die Truppe einen unansehnlichen Zeitlupen-Sicherheitsfußball spielt, wie er kaum zu ertragen ist, anstatt Offensivfußball, der zu den erforderlichen Toren führt? Siehe Schweden im entscheidenden Spiel gegen Mexiko. Der Trainer, nicht wahr?
Joachim Löw hat meiner Meinung nach seinen Zenit längst überschritten, mal ganz abgesehen davon, daß ihm ab sofort auch nicht mehr der Ruhm und Bonus des Weltmeister-Trainers dabei helfen wird, diese Schmach des Ausscheidens in der Vorrunde im kollektiven Gedächtnis aller (83 Mio.) Nationalmannschaftsfans zu übertünchen. Mal ganz abgesehen davon, daß in der Mannschaft selbst ein alters- und einstellungsbedingter Umbruch dringend kommen muß. Was war das für ein erfrischender Fußball im Confederations Cup letztes Jahr! Mit jungen, hungrigen Spielern! Herr Löw hat ja selbst angekündigt, daß nach der WM 2018 ein Umbruch kommen muß. Aber warum nicht gleich? Und wie war's nun heuer? Kampf? Ballsicherheit? Einstellung insgesamt? Komplette Fehlanzeige! Und noch gar nicht zu reden von den beiden Erdogan-Verehrern und den beiden unflätigen, Schweden beleidigenden DFB-Funktionären und den ausnehmend schwachen Reaktionen der DFB-Führung auf das alles!
Es ist am Ende gut so, wie es ist. Ein Weiterkommen gegen deutlich spielstärkere Mannschaften wie Frankreich, Belgien oder Kroatien wäre dann sowieso nicht gelungen. Und wer schon gegen Südkorea nicht einmal ein Tor erzielen kann, der hat es wahrlich nicht verdient, auf dieser Ebene weiterspielen zu dürfen!
Aber eine Veränderung im Team und dessen Spielgedanken kann es nur geben, wenn der bisherige Trainer nicht auch der künftige Trainer bleibt. Sonst erleben wir zur Europa-Europameisterschaft 2020 das nächste Debakel.

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27.06.2018

Oh, nein, bitte nicht.

Löw hat sich wahrlich oft genug vercoacht und die Mannschaftsfindung in Brasilien war auch eher von außen und der Mannschaft forciert als eigene Einsicht.

Es ist der richtige Zeitpunkt für ihn, mal was anderes zu machen. Real Madrid hat doch angeblich Interesse. Oder jetzt etwa nicht mehr? Da wäre er gut aufgehoben, dann können andere mal wieder die CL gewinnen. ^^

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