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Mädchenfußball

22.07.2020

U17-Frauen von Schwaben Augsburg steigen in die Bundesliga auf

Das erfolgreiche U17-Aufstiegs-Team des TSV Schwaben.
Bild: TSV Schwaben

Die U17 des TSV Schwaben profitiert vom abrupten Saisonende und steigt auf. Noch ist unklar, was das Team jetzt erwartet.

Allein von der Menge her sieht der Bundesliga-Kader des TSV Schwaben Augsburg schon recht ordentlich aus: 25 Mädchen zählt Trainer Roland Klemmer am Dienstagabend auf dem Trainingsfeld der Sportanlage Süd. Obwohl noch nicht sicher ist, wann die neue Punktspiel-Runde starten wird, ist die Trainingsbeteiligung hoch. Die jungen Fußballerinnen sind ehrgeizig. Sie wollen sich für die erste Bundesliga-Saison von Schwabens U17 empfehlen. Doch Klemmer und seine Co-Trainerin Patricia Losert werden der ein oder anderen noch absagen müssen. Das Duo hat vor, mit etwa 20 Spielerinnen in das Abenteuer Bundesliga zu starten.

„Das wird sicher eine schwierige Saison. Die Aufsteiger sind meistens auch die Absteiger. Doch wir wollen es frech angehen und schauen, was dabei rauskommt“, sagt Roland Klemmer. Dass die U17 gleich im ersten Jahr nach seiner Reaktivierung als Coach den Sprung von der Bayernliga in die zweigleisige Bundesliga geschafft hat, sei so sowieso nicht zu erwarten gewesen, erzählt er mit einem Schmunzeln. Die meisten Experten hätten seiner Mannschaft eher einen Platz im Mittelfeld prognostiziert.

An der Tabellenspitze - bis zum Corona-Lockdown

Doch Klemmer, der als Frauentrainer einige Erfahrung hat und bereits die 1. Damenmannschaft des Vereins in der Regionalliga trainiert hat, zeigte auch bei der U17 sein gutes Händchen. Losert brachte ihre Erfahrung als Spielerin ein. So gecoacht stand die U17 der Schwaben ungeschlagen mit sieben Siegen und vier Unentschieden mit zwei Punkten Vorsprung auf Frauenbiburg und vier auf den FC Bayern München II an der Tabellenspitze – bevor der Corona-Lockdown die Fußball-Spielzeit im März abrupt zum Erliegen brachte.

Ex-Regionalligaspielerin Patricia Losert und Chefcoach Roland Klemmer bereiten die U17-Juniorinnen des TSV Schwaben Augsburg auf die Bundesliga vor. 
Bild: Siegfried Kerpf

Zu Ende gespielt wird die alte Saison in der Bayernliga nicht, stattdessen mussten dem Verband schon die Aufsteiger bekannt gegeben werden. Alles eine hektische und kurzfristige Sache, erst im Juni stand fest, wie es weitergehen würde, erzählt Schwaben-Urgestein Karl Heinrich, Sportlicher Leiter für den Großfeldbereich bei den Mädchen. Viele Entscheidungen seien dann zu treffen gewesen, Spielerinnen mussten gesucht werden, Absprachen mit den Eltern waren zu treffen. Erschwerend sei hinzugekommen, dass acht Spielerinnen aus dem bisherigen Jahrgang aufgrund der Altersgrenze nächste Saison nicht mehr in der U17 spielen dürfen. In der bisherigen Mannschaft habe es zwar keine überragenden Einzelspielerinnen gegeben, das Erfolgsgeheimnis, so berichten Losert und Klemmer, habe aber im Mannschaftszusammenhalt und im Kampfgeist gelegen. Darauf setzen sie auch in der nächsten Spielzeit.

Schwaben Augsburg: Konkurrenz in der U17-Bundesliga ist groß

Weil aus der Bundesliga kein Verein absteigt, wächst die höchste deutsche U17-Liga im Süden auf zwölf Teams an. Die Konkurrenz ist namhaft, die Auswärtsfahrten werden Klemmer, Losert & Co. bis nach Frankfurt und Freiburg, aber auch nach Sinsheim oder München führen. „Letztes Jahr haben wir schon gegen den Tabellenfünften der Bundesliga gespielt und ein Unentschieden geholt. Aber das war nur eine Momentaufnahme“, sagt Klemmer. Gerade in Sachen Geschwindigkeit, Körpereinsatz oder Passgenauigkeit dürften die Bundesliga-Teams seiner Mannschaft noch ziemlich überlegen sein. Nicht selten komme es in zu hohen Niederlagen, weil den Aufsteigern in der zweiten Halbzeit die Puste ausgeht.

Momentan geht Klemmer allerdings davon aus, dass seinen Mädchen noch ausreichend Zeit für die Vorbereitung bleibt. Wenn coronabedingt alles gut läuft, sollen im August die ersten Vorbereitungsspiele stattfinden. Bleibt es beim momentanen Zeitplan, wird die U17-Bundesliga am 19. September starten.

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