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Eishockey

01.06.2011

Jakob Kölliker folgt Uwe Krupp als Bundestrainer

Jakob Kölliker (Foto von 2008) wird neuer Eishockey-Bundestrainer.
Bild: dpa

Der 57-jährige Schweizer Jakob Kölliker wird neuer Bundestrainer. Der Verband hat sein Vorgehen mit der Profiliga DEL nicht abgestimmt. Deren Leiter Gernot Tripcke ist erstaunt.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Bundestrainer Uwe Krupp ist der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) fündig geworden. Der Schweizer Jakob Kölliker, der bereits am Rande der Weltmeisterschaft in der Slowakei Verhandlungen mit dem DEB bestätigt hatte, folgt auf den Kölner, dessen Vertrag gestern auslief. DEB-Präsident Uwe Harnos bestätigte gestern die Verpflichtung des 57-Jährigen.

Über die Einzelheiten der Vertragsdauer will sich der Rechtsanwalt aus Kaufbeuren erst am heutigen Mittwoch auf einer Pressekonferenz in München äußern. Harnos stellt zusammen mit dem DEB-Vizepräsidenten Erich Kühnhackl „neue Eckpunkte zur Zukunft des deutschen Eishockeys“ vor.

Der 57-jährige Kölliker, langjähriger Cheftrainer der Schweizer U-20-Nationalmannschaft und Assistent des ursprünglichen Wunschkandidaten Ralph Krueger, deutete gegenüber hockeyfans.ch an, dass er heute in München sein wird, „wenn nicht im letzten Augenblick etwas passiert“.

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Der ehemalige Schweizer Rekordnationalspieler könnte ein Platzhalter für Krueger sein, der noch ein Jahr bei den Edmonton Oilers in der nordamerikanischen Profiliga NHL als Assistenzcoach unter Vertrag ist.

Kölliker erfüllt die Anforderungen des Verbandes: Mit 22 Weltmeisterschaften sowie fünf Olympiaturnieren als Spieler oder Co-Trainer verfügt er über ausreichend Erfahrung, er kann mit jungen Spielern umgehen und spricht die deutsche Sprache.

Laut DEB-Chef Harnos ist Ex-Nationalstürmer Jürgen Rumrich, zuletzt Trainer des DEL-Klubs Straubing Tigers, als Sportdirektor im Gespräch. Franz Reindl soll künftig nur noch als Generalsekretär fungieren und die WM 2017 nach Deutschland holen.

Die Ära von Uwe Krupp, dessen Vertrag gestern ausgelaufen ist, geht nach sechs Jahren zu Ende. Der gebürtige Kölner, der seine Vertragsverlängerung immer an einen Verbleib von Sportdirektor Franz Reindl gekoppelt hatte, übernimmt die Kölner Haie. Unter Krupp feierte die deutsche Nationalmannschaft mit Platz vier bei der Heim-WM 2010 und dem siebten Platz (Viertelfinale) zuletzt in Bratislava große Erfolge. Allerdings wollte der DEB keinen Coach, der eine Doppelrolle in Liga und Nationalmannschaft ausfüllt.

Ligenleiter Gernot Tripcke zeigt sich erstaunt

Die Profiliga DEL hat der Verband über seine wichtigste Personalentscheidung nicht informiert. „Egal, was da in München verkündet wird: Mit uns und unserer Sportkommission ist das nicht abgestimmt, obwohl das eine Selbstverständlichkeit sein sollte“, sagte Ligenleiter Gernot Tripcke gestern gegenüber unserer Zeitung.

Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) liegt mit dem Verband seit Monaten wegen des ausgelaufenen Kooperationsvertrags zwischen DEL und DEB im Streit.

Vor der nächsten DEL-Gesellschafterversammlung, die laut Tripcke am 20. Juni stattfinden soll, werde sich in der Sache allerdings nichts bewegen. Knackpunkt ist der fehlende Auf- und Abstieg zwischen der DEL und der zweiten Bundesliga, die der Verband im Interesse seiner Klubs einfordert.

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