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Augsburger Panther

09.01.2020

AEV-Keeper Olivier Roy: "Es wäre großartig, in Augsburg zu bleiben"

„Die Panther haben mich in den vergangenen drei Jahren gut behandelt.“: Olivier Roy ist auch in dieser Saison der große Rückhalt der Augsburger und steht in der Rangliste der DEL-Torhüter auf dem fünften Platz.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Der Panther-Torwart führte erste Gespräche über eine Vertragsverlängerung. Nach mehreren Verletzungen spielt der 28-Jährige wieder in bestechender Form.

Mit einer kurzen Ansprache auf dem Eis beendet Tray Toumie am Donnerstagmittag das Abschlusstraining der Panther. Danach ist für Olivier Roy noch nicht Schluss. Der Torwart Nummer eins fährt an die Seite und dehnt ausgiebig die Beine, Schwerpunkt sind die Leisten. Eishockey-Torhüter können problemlos in den Spagat springen, Beweglichkeit ist neben Schnelligkeit essenziell für ihren Job. Roy gehört zu den besten Keepern der DEL - und sein Vertrag läuft aus. Der Kanadier lässt aber durchblicken, dass er sich einen Verbleib in Augsburg gut vorstellen kann. Sogar erste Gespräche mit der Klubführung habe es gegeben.

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Roy achtet penibel auf seine Körper, denn in dieser Hinsicht hat er eine schwierige Saison hinter sich. "Es war eine extreme Achterbahnfahrt", blickt der 28-Jährige auf die vergangenen Monate zurück. Den Trainingsauftakt in Augsburg verpasste er wegen einer Blinddarm-Operation in Kanada. In der Champions Hockey League folgte ein Fingerbruch und im CHL-Achtelfinal-Rückspiel beim EHC Biel zog er sich eine Muskelverletzung an den Adduktoren zu.

AEV-Keeper Roy: "Es reicht jetzt mit Verletzungen für die Saison"

Behutsam arbeitete sich Roy zurück. "Ich fühle mich wieder vollkommen gesund, aber das reicht jetzt mit Verletzungen für die Saison", sagt der Schlussmann, der mit seinen Mannschaftskollegen eine lange Auswärtsstrecke beendete. Einem 6:1-Sieg in Iserlohn folgten Niederlagen in Berlin (2:3), Wolfsburg (0:1 nach Verlängerung) und Straubing (2:3). "Es war alles sehr knapp, wir waren nur ein Tor von einem Sieg oder Punkten entfernt", blickt der Torwart zurück und hat eine Tendenz ausgemacht: "Zu Saisonbeginn haben wir unzählige Tore im Powerplay geschossen und nicht gut verteidigt. Jetzt spielen wir in der Defensive stark und sind dafür im Angriff nicht so effektiv." Beides zu kombinieren wäre ideal. Aber insgesamt zeige die Formkurve nach oben. "Wir stehen auf Platz zehn, es sind noch 18 Partien zu absolvieren und wir haben es selbst in die Hand die Play-offs zu packen", sagt der Mann mit der Rückennummer 31.

AEV-Keeper Olivier Roy: "Es wäre großartig, in Augsburg zu bleiben"

Es ist kein Zufall, dass der Aufwärtstrend der Panther eng verknüpft ist mit den Leistungen von Roy und Markus Keller. Sein Stellvertreter hat sich nach einem "holprigen Start" stabilisiert. Roy sagt das ohne kritischen Unterton. Beide Schlussmänner und ihre Partnerinnen sind eng miteinander befreundet, gehen zusammen zum Essen oder besuchen sich. Das schätzt selbst Tray Tuomie: "Es ist nicht selbstverständlich, dass sich die Torhüter so gut verstehen wie unsere beiden. Das macht es für den Trainer, aber auch für die Mannschaft einfacher."

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Bild: Siegfried Kerpf

Die weitaus stärkere Fangquote weist Roy (92,0 Prozent) gegenüber Keller (87,2) auf. Doch die Statistik allein macht keinen glücklich. "Es sind nicht nur die Zahlen und Paraden, die einen Torhüter ausmachen. Nein, wenn du da hinten im Tor Ruhe ausstrahlst, dann gibt das deinen Vorderleuten das Selbstvertrauen, um erfolgreich zu sein", erzählt Olivier Roy. Zuletzt in Straubing durfte Keller ran. Im Heimspiel am Freitag um 19.30 Uhr gegen Schwenningen wird der Frankokanadier ins Tor zurückkehren. Die Mannschaft aus dem Schwarzwald weist als Vorletzter zwar bereits einen Rückstand von zwölf Punkten auf die Panther und die Play-offs auf, doch das macht für Roy die Aufgabe nicht leichter. "Sie haben vier ihrer vergangenen fünf Spiele teilweise gegen Topteams gewonnen und sich noch nicht aufgegeben."

Roy kann sich AEV-Verbleib vorstellen: "Die Panther haben mich gut behandelt"

Der Frankokanadier will mit dem AEV wieder in die K.o.-Runde, in der er in vergangenen Saison mit seinen Gala-Vorstellungen zunächst die Düsseldorfer EG sowie im Halbfinale die Münchner schier zur Verzweiflung trieb. Lange Zeit fanden die Oberbayern keinen Weg, den Frankokanadier zu knacken. Roy ist wieder der große Rückhalt und wenn es nach ihm geht, wird es der 28-Jährige auch in Zukunft sein. Erste Gespräche über eine Vertragsverlängerung gab es zwischen seinem Manager und Hauptgesellschafter Lothar Sigl. "Die Panther haben mich in den vergangenen drei Jahren gut behandelt. Es wäre großartig, in Augsburg zu bleiben und für mich die ideale Option."

Wegen des 3. Platzes traten die Panther erstmals in der Champions Hockey League an - und sorgten wie hier in Lulea  für Furore.
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