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Augsburger Panther

11.04.2019

AEV-Verteidiger Henry Haase: "München hat Angst vor uns"

Henry Haase muss wegen der vielen Verletzungen bei den Panthern derzeit Überstunden schieben. Für den 25-Jährigen ist das kein Problem: „Es sind Play-offs, da ist in jedem Spiel Energie da.“
Bild: Jan Huebner

Der Panther-Profi schätzt die Chancen gegen den Meister trotz der Niederlage gut ein. Das rüde Foul an Mitspieler Simon Sezemsky sieht er pragmatisch.

Die Augsburger Panther waren zum Ende hin gegen München am Drücker. Woran lag es, dass das Tor zu Ausgleich nicht fallen wollte?

Henry Haase: Wir hatten viele Chancen, die wir nicht genützt haben. Allgemein haben wir super gespielt. Zu Beginn hat uns München zwar überrascht, aber das haben wir gut in den Griff bekommen. Im Schlussdrittel stand München mit dem Rücken zur Wand. Wir waren das bessere Team, nur das Glück war nicht auf unserer Seite.

Was sagen sie zum Foul von Patrick Hager an Simon Sezemsky?

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Haase: Das ist Eishockey, das ist harter Sport. Ich bin froh, dass Simon gesund ist. Wir hatten danach eine gute Gelegenheit mit fünf Minuten Überzahl, die wir leider nicht nutzen konnten.

Wie ging es Simon Sezemsky direkt nach dem Spiel?

Haase: Wir müssen schauen, was der Physio sagt. Allgemein geht es ihm ganz gut, finde ich.

In der Abwehr waren die Panther massiv gefordert: Tölzer und Valentine fehlten verletzt. Die Verteidiger bekommen gerade ordentlich Eiszeit.

Haase:  Das ist das, was sich jeder Spieler wünscht. Da kann keiner rummeckern. Das gefällt uns. Schön wäre es natürlich auch, wenn ein paar Leute wieder zurück kommen. Aber das ist kein Grund, eine Ausrede zu finden.

Nach dem Münchner Sieg ist die Serie wieder ausgeglichen. Wie stehen die Chancen des AEV jetzt?

Haase:  Gut! Wir haben gesehen, dass uns München kein bisschen voraus ist. Es sind enge Spiele und ich glaube, dass sie ein bisschen Angst vor uns haben. Man sieht, dass sie nervös sind wenn es ein knappes Spiel ist. Wir haben alle Chancen.

Die Panther haben im Heimspiel gegen den EHC wieder sehr fit gewirkt. Machen die Verlängerungen den Panther-Spielern nichts aus?

Haase:  Die machen uns schon ein bisschen was aus. Aber die Münchner sind auch nur Menschen, das geht denen genauso. Es sind Play-offs. Da ist in jedem Spiel Energie da, alleine schon durch das Adrenalin und durch den Gedanken dass man etwas Großes erreichen kann.

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So haben die AEV-Fans Spiel vier gegen München gesehen
Bild: Ulrich Wagner

Brady Lamb hat gesagt, er schwitzt in einem Verlängerungsmatch bis zu sechs Kilo weg. Wie ist es bei Ihnen?

Haase: Das ist bei mir ähnlich. Das trinkst du aber auch gleich in den Drittelpausen wieder drauf.

Wie haben Sie die Stimmung im Curt-Frenzel-Stadion erlebt? Vor allem, nachdem das dritte Münchner Tor nicht gegeben wurde, stand das Stadion Kopf.

Haase: Die Freude war groß, als das Tor nicht gegeben wurde. In der Phase danach stand München dann mit dem Rücken zur Wand. Das Tor für uns hätte jederzeit fallen können. Als wir das erste Tor geschossen haben, war es so laut wie noch nie. Das war ohrenbetäubend und mega-geil. wir hoffen, dass die Fans so weiter machen.

Man hatte das Gefühl: Etwas länger noch und die Panther machen den Ausgleich noch. War es bitter, dass das Spiel aus Panther-Sicht „zu früh“ abgepfiffen wurde?

Haase: Kann man so sagen. Man hat gemerkt, dass München sich am Ende schwer getan hat. Die Spiele hatten keine Lust mehr und wollten alle nicht mehr aufs Eis gehen weil sie gedacht haben: Jetzt komm ich aufs Eis, krieg das letzte Gegentor und dann gibt’s Verlängerung und der Trainer ist sauer auf mich. Das hast du denen schon sehr angemerkt.

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