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AEV

08.03.2020

Augsburger Panther: Ein Sieg und viele interessante Personalien

Bleibt beim AEV: Brady Lamb.
Bild: Siegfried Kerpf (Archiv)

Die Augsburger Panther besiegen im letzten Punktspiel die Kölner Haie mit 4:1. Und ein ganz besonderer Schiedsrichter gibt seine DEL-Premiere.

Der lauteste Jubel brandete im Curt-Frenzel-Stadion bereits um 13.50 Uhr auf, zehn Minuten vor dem Eröffnungsbully. Da erklärte der von mehreren Klubs umworbene Verteidiger Brady Lamb per Videobotschaften vom Medienwürfel, dass er ein weiteres Jahr in Augsburg bleibt. Das war nicht die einzige bemerkenswerte Personalie am Rande des letzten Punktspiels der Saison 2019/20 zwischen den Augsburger Panthern und den Kölner Haien.

Die AEV-Profis siegten mit 4:1 (0:0, 2:1, 2:0) vor 6179 Zuschauern im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion. Für die Mannschaft von Trainer Tray Toumie trafen Sahir Gill, Matt Fraser, Daniel Schmölz und Drew LeBlanc. Doch selten war ein Spiel und sein Ergebnis bedeutungsloser als am Sonntag, denn die Panther waren als Zehnter bereits für die k.o.-Runde qualifiziert.

Nach dem Match stand fest, dass der ERC Ingolstadt der nächste Gegner in der Qualifikation für das Viertelfinale ist. Das erste Duell der Best-of-three-Serie (nur zwei Siege sind zum Weiterkommen nötig) steigt am Mittwoch in Ingolstadt. Am Freitag folgt das erste Play-off-Heimspiel im Curt-Frenzel-Stadion.

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Ex-AEV-Profi Aleksander Polaczek als Schiedsrichter auf dem Eis

Mehr als eine Randnotiz wert war der Unparteiische. Der ehemalige Panther-Profi und Nationalspieler Aleksander Polaczek leitete als Hauptschiedsrichter seine erste DEL-Partie. Spötter würden sagen: Da hat die DEL den Bock zum Gärtner gemacht. Erst im Frühjahr 2018 hatte der Stürmer seine Karriere beendet. In 833 DEL-Partien stehen beachtliche 1121 Strafminuten in der Statistik des Gift-Haferls. Polaczek steckt in einem Trainee-Programm für die DEL und da die Partie ohne sportliche Bedeutung war, beorderte Schiedsrichter Obmann Lars Brüggemann den in Augsburg aufgewachsenen ehemaligen Außen in seiner Heimat aufs Eis.

Mit etlichen AEV-Spielern hatte der Ex-Profi noch zusammengespielt, auch mit Lamb. Der Verteidiger war in den vergangenen Wochen, wie schon in den Jahren zuvor, mit den Kölner Haien in Verbindung gebracht worden. Doch Jahr für Jahr hält das 103 Kilogramm schwere Muskelpaket den Augsburgern die Treue. Lamb war im Sommer 2014 von den Abbotsford Heat aus der American Hockey League (AHL) nach Augsburg gekommen. Inzwischen absolvierte der Rechtsschütze 324 Partien in der Deutschen Eishockey-Liga.

Olivier Roy kehrte gegen Köln ins Tor zurück

Eine Ansicht vom Augsburger Rathaus samt Augustusbrunnen hat Nordamerikaner auf seinen rechten Oberarm tätowieren lassen – er meint es ernst mit seinem Bekenntnis zum Klub. „Es gibt keinen Ort, an dem ich lieber Eishockey spielen würde als in Augsburg. Meine Frau Lizz und ich fühlen uns hier auch nach der Geburt unseres Sohnes Callaghan rundum wohl und sind erleichtert, dass unsere Zukunft nun geklärt ist“, sagt Lamb.

Und eine weitere wichtige Personalie ist im Tor zu vermerken: Olivier Roy kehrte gegen Köln ins Tor zurück und strahlte mit Klasse-Paraden Ruhe für seine Vorderleute. Nach einem operativen Eingriff ist der Schlussmann rechtzeitig wieder fit. „Wir wollten ihn im Hinblick auf die Play-Offs Spielpraxis geben. Wir sind bereit“, sagt Sportmanager Duanne Moeser nach einer Partie, in der die Nebengeräusche die Musik machten. Am Ende feierten die AEV-Fans ihre Mannschaft und - Premiere - einen Schiedsrichter: Aleksander Polaczek musste in die Ehrenrunde.

Augsburger Panther Roy - Rogl, Lamb; Valentine, Sezemsky; Länger, Haase - Hafenrichter, LeBlanc; Kosmachuk; Schmölz, Gill, Fraser; Trevelyan, Stieler, Payerl; Holzmann, Mayenschein, Sternheimer

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