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Augsburger Panther
12.09.2021

Späte Pleite zum Auftakt: Der AEV verpasst knapp einen Punktgewinn

Der Augsburger-Panther-Stürmer Chad Nehring versucht die Scheibe abzufälschen, doch Düsseldorfs Torwart Hendrik Hane kann den Schuss stoppen.
Foto: osnapix

Erst in der Schlussphase kassieren die Augsburger eine 3:5-Niederlage bei der Düsseldorfer EG. Trainer Pederson fällte zuvor eine wichtige Personalentscheidung.

Die Augsburger Panther waren knapp dran am Punktgewinn. 3:3 stand es vier Minuten vor Schluss in Düsseldorf. Am Ende gingen die Augsburger in ihrem Auftaktspiel der Deutschen Eishockey-Liga jedoch leer aus und unterlagen mit 3:5 (1:0, 0:2, 2:3) bei der Düsseldorfer EG. In seiner Analyse sagte AEV-Spielmacher Drew LeBlanc bei Magenta-Sport: „Ich denke, dass wir im Spiel fünf gegen fünf gleichwertig waren. Die Special Teams haben den Ausschlag gegeben. Die DEG hat ihr Powerplay besser genutzt.“ Zwei Überzahl-Tore der Rheinländer gegenüber nur einem Powerplay-Treffer des AEV gaben letztlich den Ausschlag.

Nach einer Drangphase der Gastgeber in den ersten fünf Minuten kamen die Panther immer besser ins Spiel. Zuerst scheiterte AEV-Angreifer Thomas J. Trevelyan knapp, als er mit einem Bauerntrick DEG-Schlussmann Hendrik Hane zu überwinden versuchte. Wenige Sekunden vor der Pause jubelten die Gäste. Colin Campbell legte vor dem Düsseldorfer Gehäuse quer auf Brad McClure, der aus spitzem Winkel zum 1:0 (20.) traf. Die angezeigte Strafe gegen einen Düsseldorfer wurde somit nicht ausgesprochen.

Augsburger Panther verlieren 3:5 gegen die Düsseldorfer EG

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Augsburger zunächst mehr vom Spiel. Doch die 32. Minute unterstrich, dass ein kurzer Blackout große Folgen haben kann. Zunächst glich Victor Svensson in Überzahl zum 1:1 aus. Vom Bully weg dauerte es nur sieben Sekunden, bis der Puck wieder im Augsburger Netz landete. Brandon O’Donnell traf zum 2:1. Der stabile AEV-Keeper Olivier Roy war in beiden Situationen machtlos.

Das 3:1 von Alexander Barta, der einen Lupfer von Nicolas Geitner mit der Kelle ins Tor lenkte, war die Vorentscheidung in einer ausgeglichenen Partie. Optisch erspielten die Panther ein leichtes Übergewicht und auch die Statistiken über Puckbesitz oder Torschüsse waren ausgeglichen. Doch in den entscheidenden Situationen waren die Rheinländer einen Tick besser und glücklicher.

AEV-Trainer Mark Pederson ließ am Ende noch offensiver agieren, seine Mannschaft machte sich jedoch mit Strafzeiten selbst das Leben schwer. In Unterzahl sorgte der Älteste im Team noch einmal für Spannung. T. J. Trevelyan (37), der bereits seine elfte Saison im Schleifgraben spielt, spitzelte im eigenen Drittel einem DEG-Spieler den Puck vom Schläger und vollendete seinen Sololauf zum 3:2. Neuzugang Jesse Graham glich im Powerplay zum 3:3 aus. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn währte nicht lange. Nach einem Foul von Brady Lamb nutzten die Rheinländer die Überzahl zum erneuten Führungstreffer zum 4:3 durch Jerry D’Amigo. Pederson nahm zwei Minuten vor dem Ende Torwart Roy vom Eis und Tobias Eder sorgte mit dem 5:3 ins leere Netz für die Entscheidung.

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Eine der wichtigsten Entscheidungen hatte der neue Panther-Coach Mark Pederson bereits am Tag vor dem eigenen Auftaktspiel getroffen. Verteidiger Brady Lamb ist wieder Kapitän des Teams. Seine Assistenten sind sein Verteidiger-Kollege Henry Haase und Spielmacher Drew LeBlanc. Sollte einer der Führungsspieler nicht einsatzfähig sein, rückt mit Scott Valentine ebenfalls ein Abwehrspieler nach.

Am zweiten DEL-Spieltag wurde deutlich, dass die Fans nur zögerlich in die Eishallen zurückkehren. Nur 2247 Fans wollten das erste Heimspiel der Saison des EHC Red Bull München sehen – rund die Hälfte der aktuell erlaubten Zuschaueranzahl. Die Fans sahen Teil zwei eines perfekten Saisonstarts des Mitfavoriten. Nach dem 4:1-Erfolg der Münchner am Donnerstag bei den Eisbären Berlin siegte der EHC am Sonntag mit 6:4 gegen die Kölner Haie. Nach einer stark verkürzten Spielzeit komplett ohne Zuschauer dürfen in dieser Saison zumindest teilweise wieder Zuschauer in die Arenen. Auch in Nürnberg kamen beim 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) gegen Aufsteiger Bietigheim deutlich weniger, als erlaubt gewesen wären.

In Augsburg sind die Verantwortlichen jedenfalls gespannt darauf, wie viele Anhänger zum Heimspielauftakt am Freitag um 19.30 Uhr gegen die Iserlohn Roosters ins Curt-Frenzel-Stadion kommen. Es wird die erste Partie vor Fans nach der schier endlos langen Pause von 559 Tagen. Milan Sako

Augsburger Panther Roy – Lamb, Valentine; Rogl, Bergman; Haase, Graham; Länger – Saponari, LeBlanc, Nehring; Payerl, Campbell, McClure; Trevelyan, Stieler, Miller; Sternheimer, Maximilian Eisenmenger, Magnus Eisenmenger

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