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Augsburger Panther

29.11.2019

Callahans Treffer reichen dem AEV nicht zum Sieg

Die beiden ersten Treffer von Mitch Callahan (links) in der Deutschen Eishockey-Liga reichten Augsburg nicht zum Sieg in Nürnberg.
Bild: Thomas Hahn, Eibner-Pressefoto

Der US-Amerikaner trifft erstmals in der DEL doch die Augsburger Panther verlieren nach Penaltyschießen mit 4:5 in Nürnberg. Eigengewächs Sternheimer muss verletzt vom Eis.

Einen zähen Anlauf von 20 torlosen Einsätzen nahm der Augsburger Stürmer Mitch Callahan. Gestern in Nürnberg traf der im Sommer verpflichtete US-Amerikaner dann doch – gleich zwei Mal. Dennoch kassierte die Mannschaft von Trainer Tuomie mit 4:5 (1:2, 1:1, 2:1, 0:1) nach Penaltyschießen die vierte Niederlage in Serie. Zwei Penalty-Tore von Nürnbergs Brandon Buck entschieden eine enge Partie, für den AEV traf am Ende lediglich Scott Kosmachuk.

Die Gäste legten einen Blitzstart hin. Im ersten Angriff schoss Thomas J. Trevelyan auf Nürnbergs Schlussmann Niklas Treutle, der den Puck nicht festhalten konnte. Im Nachschuss erzielte Neuzugang Kosmachuk nach elf Sekunden das 1:0. Der erste Treffer des Kanadiers im zweiten Einsatz. Ein schnelles Tor, aber lange nicht der Rekord in der Deutschen Eishockey-Liga. Den hält der Augsburger Andre Faust, der am 11. September 1998 bereits nach fünf Sekunden traf. Das Tor fiel zwar in Augsburg, aber ebenfalls gegen Nürnberg. Das Match ging damals 3:4 verloren.

AEV-Stürmer Sternheimer verletzt sich im Zweikampf am Bein

Auch gestern brachte der schnelle Treffer den Augsburgern kein Glück. Mit einem 2:1-Konter erzielte Pyeongchang-Silberheld Patrick Reimer das 1:1 (12.). Danach folgte das schmerzhafte Aus für AEV-Stürmer Marco Sternheimer. Im Zweikampf trat Tigers-Verteidiger Brett Festerling dem jungen Augsburger unglücklich auf den rechten Fuß und fügte ihm mit der Schlittschuhklinge zwischen Beinschoner und Schuh eine Schnittwunde am Bein zu. Die Sanitäter legten noch auf dem Eis einen Druckverband an, um die Blutung zu stoppen. Anschließend schoben die Helfer den 20-Jährigen auf einer Trage vom Eis.

Callahans Treffer reichen dem AEV nicht zum Sieg

Wenig später war Augsburgs Schlussmann Markus Keller, der die an den Adduktoren verletzte Nummer eins, Olivier Roy, glänzend vertrat, erneut geschlagen. Chris Brown erhöhte in der 17. Minute auf 2:1. Nach der ersten Pause glich Trevelyan zum 2:2 (26). aus, doch die Panther verloren hinter dem eigenen Tor zu viele Zweikämpfe und brachten sich selbst in Not. Wieder Brown kam nach einem Pass von hinter dem Tor frei zum Schuss und überwand den chancenlosen Keller zum 3:2.

Panther gegen Ice Tigers: In der Abwehr fehlte der AEV-Kapitän Steffen Tölzer

Die Gäste waren ebenbürtig, doch in den entscheidenden Situationen fehlte die letzte Konzentration. In der Abwehr wurde zudem Steffen Tölzer vermisst. Der Kapitän hatte die ganze Woche nicht trainiert und fiel gestern verletzt aus. Die Stürmer Alex Lambacher und Christoph Ullmann nahmen gestern als überzählige Profis auf der Tribüne Platz.

Die größte Chance auf den erneuten Ausgleich hatte John Rogl auf der Kelle, doch der Schuss des AEV-Verteidigers in der 42. Minute landete am Pfosten. Die Augsburger drängten nun mit Macht auf den Ausgleich und schossen aus allen Lagen. Schließlich nutzte der AEV eine Tigers-Strafzeit zum 3:3-Ausgleich (48.). Nach einem Schuss von Verteidiger Patrick McNeill fälschte Mitch Callahan die Scheibe unhaltbar ins Netz ab. Nürnbergs Ramoser erzielte das 4:3 in der 58. Minute – eine umstrittene Entscheidung. Der Puck plus Fanghandschuh war über der Linie, entschieden die Schiedsrichter nach dem Studium der Zeitlupen-Wiederholung.

Am Sonntag spielen die Augsburger Panther gegen den EHC München

Doch der im Sommer als Ersatz für Torjäger Matt White verpflichtete Callahan fälschte kurz vor Schluss die Scheibe wieder ins Netz ab – 4:4, Verlängerung. Danach folgte das Penaltyschießen, das die Franken gewannen.

Am Sonntag um 16.30 Uhr bietet sich die nächste Chance für die Panther, das Punktekonto aufzubessern. Der DEL-Tabellenführer und Vizemeister EHC München kommt ins Curt-Frenzel-Stadion. Ein harter Brocken, an dem sich die Augsburger bereits zum Saisonauftakt im September mit 1:2 die Zähne ausgebissen hatten.

Augsburg Keller – Lamb, Rogl; Sezemsky, Valentine; Haase, McNeill – Kosmachuk, LeBlanc, Trevelyan; Payerl, Stieler, Schmölz; Fraser, Gill, Mayenschein; Sternheimer, Callahan, Hafenrichter; Holzmann

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