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Augsburger Panther

14.09.2018

Duanne Moeser: Er ist in Augsburg "Mister Eishockey"

Duanne Moeser ist seit 1989 beim AEV: Zuerst als Spieler, dann als Teammanager - und vor allem als wandelnde Eishockey-Legende.
Bild: Ulrich Wagner

Die Augsburger Panther gehen in der höchsten Liga in ihre 25. Saison. In dieser Zeit prägte der Kanadier den Klub nicht nur als Torjäger.

Eher hart denn herzlich fällt die erste Begegnung mit Duanne Moeser aus. Der Stürmer des ERC Sonthofen gerät mit dem Schreiber in einem Match Ende der achtziger Jahre in einem Boxkampf aneinander. Nach dem Spiel zwischen den Allgäuern und dem Augsburger EV schütteln wir uns die Hände. So ist das beim Eishockey, der Austausch von Freundlichkeiten gehört zum Sport wie die Butter auf die Breze. Nur wenig später spielt dieser junge College-Bursche aus Waterloo für Augsburg, weil er eine unglaubliche Torquote aufweist. Die Konkurrenz war hellhörig geworden und der Augsburger EV verpflichtet den 1,78 Meter großen Angreifer im Jahr 1989.

Es sollte eine Verbindung fürs Leben werden. Denn fast 30 Jahre später ist Moeser noch immer eines der Gesichter des Vereins. Als Profi prägt er den Werdegang der Augsburger Panther in den ersten Jahren der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), die 1994 gegründet wird.

Seit seinem Abschied als Spieler wird seine Rückennummer 7 nicht mehr vergeben

Sein Trikot wird bei seinem Abschiedsspiel 2005 unter das Hallendach gezogen. Die Nummer sieben wird seither nicht mehr vergeben. Am heutigen Freitag startet die DEL in ihre 25. Saison. Die Panther treten um 19.30 Uhr (live im Internet auf telekomsport.de/eishockey) beim Mitfavoriten Kölner Haie an und empfangen am Sonntag um 19 Uhr Mannheim.

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Bild: Ulrich Wagner

Moeser, der mit seiner Frau Christine und den beiden Töchtern in Friedberg lebt, ist immer noch hautnah dabei. Als Sportmanager regelt er den Trainingsbetrieb, organisiert die Auswärtsfahrten und kümmert sich um alle Probleme des größtenteils nordamerikanischen Puckpersonals. Wenn sich wieder einmal ein Kanadier mitten in der Nacht ausgesperrt hat, ruft er bei Moeser an. „Es macht mir Spaß, nah an der Mannschaft dran zu sein. Das ist mein Leben.“ Der 55-Jährige besitzt viele Talente und glänzte als Assistenztrainer, dreifacher deutscher Nationalspieler oder Burger-Designer.

Bis heute ist Moeser Rekordtorschütze des AEV

In der Anzahl der Spiele hat Kapitän Steffen Tölzer mit 637 Einsätzen seinen Sportmanager inzwischen überholt. In der Torjägerliste aber steht kein Augsburger Profi vor Moeser: 145 Treffer und 178 Vorlagen in 570 Einsätzen. Doch den Ex-Profi mit dem immer noch unüberhörbaren kanadischen Akzent zeichnet viel mehr aus als Tore. Er engagiert sich auch sozial in seinem Projekt „7x7 – gemeinsam stark für Kinder“ für ein katholisches Kinderheim in Augsburg. Moeser sagt: „Ich habe so viele schöne Momente durch meinen Sport erlebt, ich will etwas zurückgeben.“

In Köln allerdings gilt die ganze Aufmerksamkeit seinen erwachsenen „Kindern“ auf dem Eis. An der Bande wird er die Daumen drücken, damit dem DEL-Gründungsmitglied Augsburg der Start in der Jubiläumssaison gelingt. An dem jüngsten Kapitel des 1878 gegründeten, ältesten Eislauf-Vereins Deutschlands hat Moeser fleißig mitgeschrieben. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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