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AEV

30.01.2020

Großer Kampf der Panther wird mit einem Punkt belohnt

Eine 3:0-Führung reicht Augsburg nicht zum Sieg in München.
Bild: Siegfried Kerpf

Eine 3:0-Führung reicht den Augsburger Panthern nicht zum Sieg in München. In der Verlängerung sichert sich der Vize-Meister den 5:4-Sieg.

Das Wochenende, das für die Panther diesmal schon am Donnerstagabend mit einer 4:5 (3:0, 0:2, 1:2, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung in München begann, ist eines der größtmöglichen Gegensätze. Der EHC und Krefeld sind zwei Klubs, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite die Ansammlung an Spitzenkräften der Branche, gut bezahlt mit den Millionen eines österreichischen Brausehersteller.

Auf der anderen Seite die finanziell kaum noch überlebensfähigen Pinguine, die seit Wochen nur Millimeter vom Abgrund entfernt durch die DEL wanken. Erst seit Mittwochabend scheint deren Rettung wieder im Bereich des Möglichen, da der umstrittene Mikhail Ponomarev seine Anteile an der Eishockey GmbH nach langem Widerstand zurückgeben will. Das Krefelder Gastspiel am Sonntag im Curt-Frenzel-Stadion (14 Uhr) wird also unter dem Zeichen der Hoffnung stehen, allein schon weil es überhaupt stattfindet.

Brady Lamb traf zur Führung

Mit Gastgeschenken dürfen die Pinguine in Augsburg aber nicht rechnen, denn die Panther stecken mitten drin im Kampf um die Teilnahme an den Play-offs. Ganz im Gegensatz zu München, das als erstes DEL-Team seinen Platz bereits sicher hat. Diese Ausgangslage war im ersten Drittel mehr als deutlich am Geschehen auf dem Eis abzulesen. Die Gastgeber fuhren pomadig durch die Gegend und trafen an allen Ecken und Enden auf giftige Gäste. Die wirkten, als hätten sie einen Mann mehr auf dem Eis, so engagiert gingen sie zu Werke.

Großer Kampf der Panther wird mit einem Punkt belohnt

Der Aufwand wurde bald belohnt. Brady Lamb traf zum 1:0 (7.), Thomas J. Trevelyan schloss einen Konter zum 2:0 ab (14.) und erneut Lamb sorgte für das 3:0 (16.). Die mitgereisten Augsburger Fans feierten ausgelassen in ihrem gut gefüllten Block. Das restliche Publikum schwieg erst, dann pfiff es. Die beiden Klubs sind sich nicht erst seit dem umkämpften Play-off-Halbfinale der vergangenen Saison in herzlichster Abneigung verbunden. „Münchens wahre Liebe“, singen die Augsburger seitdem – über die Augsburger. „Bayerns größte Schande“, singen die Münchner, etwas weniger charmant über die Augsburger. Zu hören waren im ersten Drittel vorwiegend die Schwaben unter den 4720 Zuschauern in der Olympia-Eishalle.

Panther begannen dritten Durchgang in Überzahl

München kam deutlich motivierter aus der ersten Pause. Die Panther, bei denen Kapitän Steffen Tölzer nach längerer Verletzungspause wieder spielte, arbeiteten weiter hart. Olivier Roy erledigte seinen Job im Tor mit Merkelscher Gelassenheit. Erst als Philip Gogulla einen Schuss abfälschte, war auch er geschlagen – 1:3 (36.). „Wir sind schon noch da“, stellte der Hallensprecher freudig erregt fest, was offenbar auch Yannic Seidenberg vernahm, denn der verkürzte wenig später zum 2:3 (38.). Dahin war die komfortable Führung.

Aber: Die Panther begannen den dritten Durchgang in Überzahl. Sie benötigten nur 18 Sekunden davon, dann erhöhte David Stieler auf 4:2 (41.). Beruhigend wirkte das nicht, denn Chris Bourque brachte die Gastgeber schnell wieder auf 3:4 heran (44.). Und als Trevor Parkes in der 47. Minute zum 4:4 abfälschte, begann alles wieder von vorne. Es war jetzt ein offener Schlagabtausch mit Vorteilen auf Seiten der Münchner. Augsburg rettete sich in die Verlängerung und hatte mindestens einen Punkt sicher. Dass es kein zweiter wurde, lag daran, dass Konrad Abeltshauser in der Zusatzschicht zum Endstand von 5:4 traf.

Augsburg Roy - McNeill, Haase; Lamb, Rogl; Sezemsky, Valentine; Tölzer - Kosmachuk, LeBlanc, Hafenrichter; Fraser, Gill, Trevelyan; Payerl, Stieler, Schmölz; Holzmann, Mayenschein, Sternheimer

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