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Eishockey

10.10.2018

Im Bankdrücken über 200 Kilo: Panther geben Einblicke in ihre Welt

Die Sportredakteure Milan Sako (Mitte) und Andreas Kornes (rechts) befragten unter anderem Steffen Tölzer (vorne von links), Mike Stewart und Leo Conti.
Bild: Ulrich Wagner

Beim Sponsorenabend im Foyer der Augsburger Allgemeinen plaudern Profis und Trainer aus dem Nähkästchen. Es geht um Tradition, Muskelkraft und die Zukunft.

Mit dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison sind die Augsburger Panther etwas verspätet, aber endgültig in der neuen Spielzeit angekommen. Mit entsprechend guter Laune gastierten am Mittwoch Mannschaft, Trainer und Funktionäre im Foyer der Augsburger Allgemeinen, die zum Sponsoren-Abend geladen hatte.

Verlagsleiter Andreas Schmutterer skizzierte vor rund 140 Gästen zunächst den gemeinsamen Weg von Zeitung und Verein, dann standen die Panther den AZ-Redakteuren Milan Sako und Andreas Kornes Rede und Antwort. Dabei ging es unter anderem um folgende Themen:

Eishockey-Tradition in Augsburg

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„Diese Stadt hat eine ausgeprägte Eishockey-Kultur, die von den Fans gelebt wird. Wir haben deshalb die Verantwortung, anständig zu arbeiten“, ist sich Panther-Trainer Mike Stewart über den Stellenwert des Sports in Augsburg bewusst. „Das habe ich sofort gespürt und so geht es auch allen, die neu zu uns kommen.“ Dem kann Christoph Ullmann, im Sommer von den Adlern Mannheim gekommen, nur zustimmen: „In Augsburg gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne. Die Fans unterstützen uns hier unglaublich, aber auch die Infrastruktur ist auf einem sehr hohen Niveau. Da steht Augsburg den großen Vereinen in nichts nach.“

Neuzugang Adam Payerl, der erstmals außerhalb Amerikas auf dem Eis steht, haben es besonders die Derbys angetan: „Die Atmosphäre dort ist besonders, das habe ich noch nie gesehen. Diese Spiele sind wild, das macht ziemlich Spaß.“

Persönliche Bestmarken

In der auf den ersten Blick wichtigsten Statistik, den Scorerpunkten, führt derzeit Matt White (zwei Tore, sieben Vorlagen). Geht es aber um die Kraft, hat klar Brady Lamb die Nase vorn, wie Trainer Stewart erklärt: „Im Bankdrücken schafft er über 200 Kilo, in den Kniebeugen 220, im Kreuzheben 270 – das ist für einen Eishockeyspieler abnormal!“ Der Dauerläufer im Team sei eindeutig Drew LeBlanc: „Ihn muss ich vor allem vor den Spielen zügeln, er würde am liebsten jeden Tag fünf Stunden trainieren.“

Die sportliche Zwischenbilanz

Panther-Kapitän Steffen Tölzer, derzeit mit einem Mittelfußbruch außer Gefecht, ist insgesamt zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf: „Man kann immer besser starten, aber wir hatten auch ein schweres Auftaktprogramm, dazu mit vielen Auswärtsspielen. Ich bin sehr stolz auf das Team, wie wir in das neue System hineingewachsen sind.“ Trainer Stewart pflichtet seinem Kapitän bei: „Wir haben in sechs von neun Spielen gepunktet und mittlerweile unseren Weg gefunden.“ Verbesserungsbedarf sieht er im Powerplay, vergangene Saison noch eine der Stärken des Teams: „Wir müssen schauen, dass die Scheibe schneller läuft, hatten aber auch unsere Chancen. Die Jungs spielen sich immer besser ein.“

Der verletzte Kapitän und sein Stellvertreter: Steffen Tölzer (rechts) und Brady Lamb.
Bild: Ulrich Wagner

Führungsqualitäten

Bei den Panthern herrscht Demokratie – zumindest ein bisschen. In einem fünfköpfigen Mannschaftsrat werden Anliegen besprochen, wie Kapitän Tölzer erklärt: „Wenn wir zu lange auf dem Eis sind oder Sachen verändern wollen, gehen wir zum Coach.“ Der definiert seinen Führungsstil wie folgt: „Du musst manchmal auch laut und emotional sein, aber meine Tür ist immer offen. Man muss immer gemeinsam nach vorne gehen.“ Leonardo Conti, Marketing-Manager der Panther, ergänzt: „Bei 20 Spielern sind verschiedene Charaktere im Boot – der eine muss gestreichelt werden, der andere braucht einen Tritt in den Hintern. Der Trainer muss wissen, wen er wie anpackt.“

Die Zukunft

Generell sieht Conti die Panther für die Zukunft bestens aufgestellt: „Wir haben in den letzten vier, fünf Jahren eine sehr positive Entwicklung durchlaufen. Dass 2021 wieder Mannschaften aus der DEL absteigen können, ist eine große Herausforderung. Da müssen wir zusammenhalten.“ Trainer Stewart formulierte seine Zukunftspläne pathetisch: „Ich möchte im Profi-Eishockey aktiv bleiben, bis ich sterbe. Ich liebe es.“

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