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Augsburger Panther

23.02.2021

Torhüter Olivier Roy: Panther wollen kein Risiko eingehen

Bei dieser Aktion im Spiel gegen den ERC Ingolstadt zog sich der Augsburger Goalie Olivier Roy eine schwere Knieverletzung zu. Deshalb müssen die Panther noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden.
Bild: kolbert-press

Plus Der AEV hält nach der Verletzung von Torhüter Olivier Roy Ausschau nach einem Ersatz. Zwar hat Ersatzmann Keller überzeugt, doch angesichts des straffen Spielplans ist Verstärkung dringend nötig.

Die Knieverletzung von Olivier Roy zwingt die Augsburger Panther, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Acht bis zehn Wochen fällt der Kanadier aus. Ersatzmann Markus Keller überzeugte zwar bisher, aber Panther-Hauptgesellschafter Lothar Sigl will kein Risiko eingehen. Denn sollte sich Keller auch verletzen, stünde mit dem 19-jährigen Moritz Borst plötzlich ein zwar talentierter, aber noch gänzlich DEL-unerfahrener Mann auf dem Eis.

Dazu kommt, dass die Deutsche Eishockeyliga am Montag den Spielplan für die restliche Saison veröffentlicht hat. Und der hat es in sich, denn jetzt werden die beiden Gruppen miteinander verzahnt. In kürzester Zeit stehen die 14 Hin- und Rückspiele gegen die Mannschaften aus der Nord-Gruppe an (siehe nebenstehender Artikel). Zweimal müssen die Panther-Profis an zwei aufeinander folgenden Tagen ran. Und sollte Augsburg die Play-offs erreichen, stünde die wichtigste und intensivste Phase der Saison direkt im Anschluss auf dem Programm. „Angesichts des Spielplans müssen wir handeln, denn der ist sehr sehr knackig“, sagt auch Sigl. Dieses straffe Programm könnte man keinem Torwart zumuten, „egal wie der heißt. Zumal wir jetzt ja wieder ein bisschen mehr reisen müssen.“

Abbott und Kristo kamen für kleines Geld nach zum AEV

Zusammen mit Trainer Tray Tuomie werde nun der Markt gesichtet und nach passenden Kandidaten Ausschau gehalten. Das dürfte aber nicht mehr so einfach sein wie noch rund um den Jahreswechsel, als die Panther die beiden Stürmer Spencer Abbott und Danny Kristo nachverpflichteten. Beide erwiesen sich auf Anhieb als Verstärkungen für vermutlich kleines Geld. Angesichts der coronabedingt unsicheren Lage in vielen Ligen stand damals eine ganze Reihe sehr guter Profis ohne Vertrag da. Die Panther konnten aus dem Vollen schöpfen.

David Kickert spielt bis Saisonende 2020/21 bei den Augsburger Panthern.
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Bild: Imago

Das ist inzwischen anders. „Leider haben wir nicht mehr die Situation wie noch vor ein oder zwei Monaten. Jeder, der dieses Jahr noch spielen will, hat jetzt seinen Klub gefunden. Es wird also nicht einfach, denn es stehen nicht 20 Torhüter auf der Straße, aus denen wir uns einfach einen aussuchen“, sagt Lothar Sigl.

Sigl und Tuomie wollen Schnellschuss vermeiden

Zudem seien in dieser Phase der Saison viele Spieler nicht mehr bereit, für ein oder zwei Monate einen Wechsel zu machen. Sigl: „Wir versuchen in aller Ruhe, das Bestmögliche zu tun. Wir suchen jemanden, der uns noch weiter helfen kann.“ Die Zeit drängt allerdings, denn bis zum 1. März muss die Neuverpflichtung unter Dach und Fach sein, dann ist die Wechselfrist beendet.

Einen überhasteten Schnellschuss wollen Sigl und Tuomie aber vermeiden. „Auf so einer wichtigen Position sollte schon jemand mit einem gewissen Niveau dazu stoßen. Einen Olivier Roy zu ersetzen ist nicht ganz so einfach“, warnt der Panther-Boss.

Sollte sich das nicht bewerkstelligen lassen, „würden wir uns auch trauen, mit Moritz zu spielen. Er hat sich super entwickelt. Auch mit der Leistung von Markus Keller sind wir sehr zufrieden, er ist sehr stabil auf gutem Niveau. Aber nochmal: Der Spielplan ist richtig interessant. So ein Pensum kann keiner durchspielen.“

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