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FC Augsburg

28.04.2015

Auch Augustus konnte es nicht richten

Mit einer gelungenen Choreografie wollten knapp 2000 Augsburger Fans ihr Team in Hamburg unterstützen. Allerdings ohne Erfolg, denn die Mannschaft trat mit einer 2:3-Niederlage und leeren Händen die Heimreise an.
Bild: Carmen Dammaschke--Gerstmeyr

Mit einer Choreografie der Fans sollte der Augsburger Namenspatron dem Bundesligisten beim HSV im hohen Norden Beistand leisten. Wie lange Moravek ausfällt, ist noch nicht klar.

Um gute Ideen sind die Fans des FC Augsburg nie verlegen. Vor dem Spiel ihrer Mannschaft beim Hamburger SV sorgten sie in der dortigen Imtech-Arena mit einer Choreografie für Aufsehen. Dabei drangen sie tief in die Geschichte ihrer Stadt ein. „Augustus gibt die Richtung vor“ war auf einem großen Banner zu lesen. Gemeint war Kaiser Augustus, der Augsburger Namenspatron, der zugleich als überlebensgroße Pappfigur ganz unten im Block zu sehen war. Doch die Erben des ersten römischen Kaisers konnten es an der Elbe auch nicht richten. Die rund 2000 Augsburger Anhänger fuhren schlecht gelaunt mit einer bitteren 2:3-Niederlage und damit leeren Händen vom stark abstiegsgefährdeten Traditionsklub quer durch die Republik in den Süden zurück.

Auswärts bringt der FCA kein Bein mehr auf den Boden, die Pleite im hohen Norden war die fünfte Auswärtsniederlage in Serie. Mit derartigen Leistungen gerät der Augsburger Traum von Europa immer mehr in Gefahr. „Eigentlich ist es ja ein Wunder, dass wir immer noch auf dem sechsten Tabellenplatz stehen“, sagte gestern Peter Bircks, der kaufmännische Geschäftsführer des Bundesligisten. Doch der vor einigen Wochen noch komfortable Vorsprung auf den Tabellensiebten TSG Hoffenheim ist mittlerweile ziemlich geschrumpft und beträgt nur noch zwei Punkte. Drei Zähler sind es noch auf Borussia Dortmund. Bircks befürchtet, dass die Konkurrenz bald nicht mehr Rücksicht auf den FC Augsburg nehmen wird.

Sollten dem FCA auf der Zielgeraden tatsächlich noch die Nerven versagen und die Luft ausgehen, so wäre das sehr bitter. Denn seit dem zwölften Spieltag sind die Schützlinge von Trainer Markus Weinzierl immer mindestens auf dem sechsten Tabellenplatz und damit der Qualifikation für die Europa League notiert. Nach dem 14. Spieltag lohnte sich der Blick auf die Tabelle für die FCA-Fans besonders. Damals waren die Augsburger gar Tabellendritter.

Bitter ist die Situation auch für Jan Moravek. Der 25-jährige Profi musste sein geplantes und ersehntes Comeback in der zweiten Mannschaft am vergangenen Samstag kurz vor dem Anpfiff der Regionalligapartie gegen den TSV Buchbach (3:2) absagen.

Eine genaue Diagnose gab es gestern allerdings noch nicht. Sicher ist nur, dass dem Tschechen muskuläre Probleme zu schaffen machen. „Der Junge tut mir richtig leid“, fühlt Bircks mit seinem Mittelfeldspieler, denn Moravek war nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen August erst vor einigen Wochen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

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