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FC Augsburg

20.10.2018

Junge Künstler verzieren die FCA-Arena mit Graffiti

Kann sich sehen lassen: Capito-Leser verschönerten die Augsburger WWK-Arena.
Bild: Lea Thies

Bei der Capito-Aktion unserer Redaktion waren 13 Jungen und Mädchen im Einsatz, um die WWK-Arena zu verzieren. Sogar ein FCA-Profi beteiligte sich daran.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel ist auf unserer Kinderseite Capito erschienen.

Schon aus ein paar Metern Entfernung war schnell klar: Da ging etwas Ungewöhnliches an der WWK-Arena vor sich. Statt Fan-Gesängen ertönte dauernd ein Pfffffff, Klackaklackaklacka, Pffff. Statt nach Bratwurst und Pommes roch es chemikalisch nach Lösungsmitteln. Und niemand ging ins Stadion rein, sondern alle tummelten sich an den beiden Eingängen des Augsburger-Allgemeine-Familienblocks. Was war denn da los?

Künftig ist der Augsburger Allgemeine Familienblock bunt

Capito-Leser haben zusammen mit Profi-Sprayern vom Graffiti-Verein "Die Bunten" den Eingangsbereich des Augsburger-Allgemeine-Familienblocks in der WWK-Arena verschönert. Verfolgen Sie hier im Zeitraffer mit, wie eines der Kunstwerke entstand.
Video: Daniel Tröster/Die Bunten

Wenn am Samstag die Fans zum Fußballspiel FC Augsburg gegen RB Leipzig in die WWK-Arena kommen, dann dürfen sie staunen. Denn die Wände am Eingangsbereich des Familienblocks sind nicht mehr betongrau, sondern richtig schön bunt. 13 Capito-Leser haben zusammen mit sechs Profis des Augsburger Graffiti-Vereins „Die Bunten“ zu Spraydosen gegriffen und groß drauflosgesprüht.

Junge Künstler verzieren die FCA-Arena mit Graffiti

Die Jungen und Mädchen hatten sich extra bei der Kinderseite Capito mit Entwürfen für den Graffiti-Workshop beworben. Kunst aus der Spraydose kennen sie von Bildern im Internet. Den 14-jährigen Paul aus Wemding faszinieren Graffiti, seitdem er sie zum ersten Mal im Urlaub in Berlin sah. Und Connor, 12, aus Möttingen verriet, was er an Graffiti so sehr mag: „Die Farben decken so gut. Das habe ich schon auf einer Holzwand ausprobiert.“

Einige Teilnehmer hatten wie Connor schon etwas Erfahrung mit Kunst aus der Sprühdose, einige waren Anfänger – für alle gab es eine kleine Einweisung. Daniel Tröster, Vorsitzender von „Die Bunten“, erklärte gleich die wichtigste Regel: „Beim Sprayen gilt: Maske auf, Handschuhe an!“ Schließlich befinden sich in einer Sprühdose Chemikalien, die man nicht einatmen und auch nicht auf die Haut bekommen sollte. Dann erklärte Daniel noch kurz etwas Sprühtechnik: Je näher die Dose an der Wand ist, desto schmaler wird die Sprühfläche.

Und schon ging es los. Ein paar Teilnehmer übten noch kurz an einer Testwand, doch bald sprühten alle am Familienblock-Eingang. Immer wieder schüttelten sie kurz die Sprühdosen, um die Farbe darin zu vermischen – Klackaklackaklacka. Und dann sprayten sie wieder – Pfffffff.

Capito-Leser haben zusammen mit Profi-Sprayern vom Graffiti-Verein "Die Bunten" den Eingangsbereich des Augsburger-Allgemeine-Familienblocks in der WWK-Arena verschönert. Verfolgen Sie hier im Zeitraffer mit, wie eines der Kunstwerke entstand.
Video: Daniel Tröster/Die Bunten

FCA-Spieler Ja-Cheol Koo durfte sich selbst sprühen

Damit sich die Nachwuchs-Sprayer leichter zurechtfinden, hatten „Die Bunten“ Skizzen auf die Wand gesprüht. Darin hatten sie auch Entwürfe der Capito-Leser aufgenommen – etwa das Motiv von Verena, 16, aus Mering. Sie hat den FCA-Spieler Ja-Cheol Koo bei einer Umarmung mit Philipp Max gezeichnet, denn sie findet den Zusammenhalt im Team toll.

Bald hatten alle den Dreh raus. Die Jungen und Mädchen bekamen auch verschiedene Techniken gezeigt. Lea, 17, kannte sich schon etwas mit dem Sprayen aus und lernte nun, wie sie Tiefe in eine FCA-Fahne bekommt.

Nach dem Mittagessen bekamen die Sprayer dann prominenten Besuch: FCA-Fußballspieler Ja-Cheol Koo schaute vorbei und griff auch gleich beherzt zur Spraydose – selbstverständlich auch mit Maske. Er durfte sich selber sprühen – das Ohr und die Haare aus Verenas Entwurf. Und anschließend gab er seinen sprühenden Fans noch Autogramme.

Auch FCA-Profi Ja-Cheol Koo sprühte mit.
Bild: Lea Thies

Wie beim Fußball ist beim Sprayen Respekt nämlich wichtig

Sechs Stunden und rund 80 Sprühdosen später waren die Wände dann fertig gesprüht – und sehen super aus!!! Im Gegensatz zu „normalen“ Graffiti sind diese Wandbilder nicht vergänglich und werden nicht von anderen Sprayern übersprüht.

Apropos: Noch eine wichtige Botschaft gab Graffiti-Lehrer Daniel seinen Graffiti-Schülern mit auf den Weg: „Wenn ihr das Sprühen weiter ausprobieren wollt, dann sucht euch eine Hall of Fame dafür.“ Nur an solchen besonderen Graffiti-Wänden ist das Sprayen erlaubt. „Die Bunten“ machen sich stark dafür, dass es immer mehr Halls of Fame gibt. Aber auch da gelten Regeln, betonte Daniel: „Nicht einfach über alles drüberholzen. Anfänger sollten keine Profibilder übermalen.“ Wie beim Fußball ist beim Sprayen Respekt nämlich wichtig.

13 Jungs und Mädchen, sechs Profi-Sprayer und ein FCA-Profi haben anlässlich des Retro-Spieltags tolle Wandbilder in der WWK-Arena geschaffen. Zu sehen sind sie im Bereich des Augsburger Allgemeine Familienblocks.
26 Bilder
Capito-Leser verschönern die Wände in der FCA-Arena
Bild: Lea Thies

Unter augsburger-allgemeine.de findest du zwei tolle Videos von der Capito-Graffiti-Aktion. Möchtest du live sehen, wie Profis sprayen? Am Sonntag, 21. Oktober, veranstalten „Die Bunten“ an der Hall of Fame im Univiertel Augsburg einen Graffiti-Jam. Mehr Infos auf Die-Bunten.de.

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