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FC Augsburg

13.02.2017

Tim Rieder hat keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen

Tim Rieder raufte sich die Haare: In seinem ersten Bundesligaspiel, bei dem er in der Startelf stand, unterlag er mit seinen Kollegen mit 0:2. An ihm lag es nicht.
Bild: Jan Hübner, Imago

Der FC Augsburg unterliegt zwar beim FSV Mainz mit 0:2, dennoch kann Debütant Tim Rieder durchaus stolz auf seine Leistung sein. Eines war für ihn aber ungewohnt.

Dreckverschmiert und völlig abgekämpft tauchte Tim Rieder nach der Partie des FC Augsburg in Mainz in den Katakomben der Arena auf. Für Rieder war es ein besonderer Abend. Erstmals durfte er ein Bundesliga-Spiel über die volle Distanz bestreiten. Seine Bundesliga-Bilanz zuvor war überschaubar – einmal wurde er drei Minuten vor Schluss gegen Schalke 04 eingewechselt. An dem 23-Jährigen, der in Dachau geboren ist, lag es mit Sicherheit nicht, dass Augsburg ohne Punkte nach Hause fahren musste. Rieder, der ansonsten zu den Stammspielern der U-23 in der Regionalliga zählt, bot eine gute Leistung.

Das belegen die Zahlen deutlich. Hinter Daniel Baier belegte er in der Kategorie „intensive Läufe“ mit 89 den zweiten Platz. Mit 18 gewonnenen Zweikämpfen rangiert er vor allen seinen Kollegen und auch mit einer Laufleistung von 12,85 Kilometern ließ er alle anderen hinter sich. Dennoch machte Rieder keinen glücklichen Eindruck. Ein Debüt, bei dem man keine Punkte holt, kann auch kein optimales Debüt sein.

"Das ist ärgerlich. Wir sind eigentlich ganz gut ins Spiel gekommen, aber haben dann auch Fehler gemacht. Nach der Pause haben wir volle Kanne Angriffspressing gespielt, leider hat es uns nichts gebracht", war Rieder frustriert. Bereits einen Tag vor der Partie hat ihm sein Trainer Manuel Baum mitgeteilt, dass er von Beginn an spielen wird. "Das kam für mich schon überraschend. Ich habe mich riesig über das Vertrauen des Trainers gefreut. Davon träumt man schon als kleiner Junge und dann passiert es auf einmal", gibt Rieder ein bisschen Einblick in sein Gefühlsleben.

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Die Szene, die das Spiel entschied: Marwin Hitz kommt zu spät gegen Jhon Cordoba. Der anschließende Foulelfmeter führt zum 2:0 für den FSV Mainz gegen den FC Augsburg.
Bild: Torsten Silz

Rieder spielt zum ersten Mal vor eine derartigen Kulisse

In den ersten Minuten war er etwas nervös, aber dann wurde Rieder immer frecher. Seine Nervosität hatte aber auch einen Grund: "So viele Zuschauer und so eine Atmosphäre bin ich nicht gewohnt. Sonst spiele ich höchsten vor 150 Leuten in der Rosenau." In Augsburg kickt der Abwehrspieler jetzt seit dem Jahr 2010. Zuvor spielte Rieder für die U-16 und die U-17 des FC Bayern München.

Für Rieder gab es nach seinem Debüt in der Startelf nur Lob. "Ich war absolut zufrieden mit ihm. Er hat das richtig gut gemacht", meinte sein Trainer Manuel Baum. Auch Manager Stefan Reuter sprach von einer "starken Partie" des Defensivspielers. "Schade, dass ihm kein Erfolgserlebnis gegönnt war. Deshalb war es für ihn ein bisschen undankbar", meinte Reuter. Der Manager erinnerte an das Debüt von Raphael Framberger vor über zwei Wochen in Wolfsburg: "So etwas ist für einen Spieler dann wesentlich schöner. Framberger gab dann noch die Vorlage zum entscheidenden Tor. Ich hätte Rieder zumindest zum Einstand einen Sieg gewünscht", so Reuter. Das hätte nicht nur Rieder besser gefallen, sondern auch ihm.

Lesen Sie dazu auch: "FC Augsburg bleibt Lieblingsgegner": Die Pressestimmen zum Mainz-Spiel

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