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FC Augsburg

10.10.2018

Vor dem Spiel gegen RB Leipzig: Der Kater ist beim FCA verflogen

FCA-Trainer Manuel Baum erlebte in Dortmund ein Spiel an der Seitenlinie, das er so schnell nicht vergessen wird. Mittlerweile hat er das aber wieder verdaut.
Bild: Witters

Wenige Tage nach dem Krimi von Dortmund zeigt sich FCA-Trainer Manuel Baum wieder recht entspannt. Sein Fokus liegt jetzt auf dem Leipzig-Spiel.

Neben- oder Nachwirkungen hat das Spiel in Dortmund bei Manuel Baum anscheinend nicht hinterlassen. Jedenfalls macht der 39-jährige Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg am Dienstag einen recht entspannten Eindruck.

Trainer Manuel Baum: "Gefühlt pfeift das ganze Stadion"

Dabei kann man sich nicht erinnern, wann ein Spiel des FCA medial so im Fokus stand wie der Krimi vom vergangenen Samstag. Der Kater nach der 3:4-Niederlage ist bei Baum zwar verflogen, aber vergessen wird er diese Partie wohl nie mehr. Mit ein paar Tagen Abstand zieht der Coach auch viel Positives aus dieser unglücklichen Niederlage.

„Ich denke schon, dass wir, wenn man das Spiel unabhängig vom Ergebnis betrachtet, stolz sein können. Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht und sind wie auch gegen Bayern mutig aufgetreten, aber ärgerlich war der Ausgang dennoch.“ Eine Kameraeinstellung zeigte nach dem Spiel Baum, wie er litt und wie er nach dem Spiel Selbstgespräche führte. Was geht da in einem vor? Baum grinst: „Ich habe es in einem Spiel auch noch nie zuvor so laut empfunden. Ich kann mich an eine Szene erinnern, als Marco Reus die Gelbe Karte bekam, da dachte ich, gefühlt pfeift das ganze Stadion.“

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Baum hatte dazu noch eine Wahrnehmung: „Ich hatte so das Gefühl, dass die Dortmunder Fans sich nicht nur unglaublich gefreut haben, weil ihre Mannschaft das Spiel gewonnen hat, sondern auch, weil sie so ein tolles Spiel gesehen haben und ein Team da war, das versucht hat, richtig mitzuspielen.“

FCA-Team besiegt Dortmund-Kater mit Oktoberfest-Besuch

Dennoch, am Sonntag wollte man die Bundesliga-Sorgen für ein paar Stunden vergessen. Die Mannschaft und das Trainer-Team verbrachten einen gemütlichen Abend auf dem Oktoberfest. Und die Stimmung war anscheinend gut.

„Ja, die Stimmung war trotzdem gut. In der vergangenen Saison waren wir auch nach einer 1:2-Niederlage gegen Dortmund auf der Wiesn. Es ist auch mal nicht schlecht, wenn man abschaltet und in einem anderen Ambiente das eine oder andere Thema mal bespricht“, meint Baum.

In der Länderspielpause ist für Baum „jetzt der nächste Schritt, dass wir solche Spiele wie gegen Dortmund nach Hause bringen müssen“. Und da wartet nach dem FC Bayern und Borussia Dortmund am 20. Oktober mit RB Leipzig der nächste dicke Brocken auf den FCA. „Die Mannschaften, die jetzt oben sind, die spielen schon richtig guten Fußball. Wir haben uns aber ja vorgenommen zu überraschen. Vor dem Spiel gegen Dortmund war das Thema Überraschung eigentlich an Punkte geknüpft, aber ich denke, wir haben auch überrascht durch unsere Spielweise.“

Noch immer vermisst man beim FC Augsburg Neueinkauf Julian Schieber, der aufgrund einer Knieoperation dem FCA seit Mitte Juli nicht zur Verfügung steht. „Julian ist weiterhin noch im Aufbau, wird hoffentlich diese oder nächste Woche die ersten Sachen auf dem Platz machen können und dann müssen wir weiterschauen“, so Baum.

Weinzierl als neuer VfB-Trainer - für Manuel Baum keine Überraschung

Momentan sieht es so aus, dass die Bundesliga generell etwas spannender wird. Zumindest nach dem siebten Spieltag spricht nichts für einen Alleingang der Bayern. „Am Anfang der Saison hatte ich schon gedacht, dass es so weitergeht mit den Bayern, aber anscheinend ist die Alleinherrschaft beendet. Es gefällt mir schon gut, dass die Liga jetzt spannender ist. Wir hätten zwar auch gerne ein paar Punkte mehr, aber das wünscht sich wohl jeder Trainer von seiner Mannschaft.“

Seit gestern hat auch Ex-FCA-Trainer Markus Weinzierl wieder einen Job. Der wurde vom Schlusslicht VfB Stuttgart verpflichtet. Für Baum keine Sensation: „Natürlich weiß man, dass sich Michael Reschke (Manager beim VfB) und Weinzierl gut kennen. Damals, vor der Verpflichtung von Tayfun Korkut, fiel ja auch schon sein Name. Richtig überrascht bin ich deshalb nicht.“

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