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Fußball-WM

11.06.2018

Autokorso - was erlaubt ist und was nicht

Ehrenrunde: Einen Sieg der deutschen Fußballer feiern viele Fans mit einem Autokorso - es liegt dabei im Ermessen der Polizei, ob sie einschreitet oder nicht.
Bild: Florian Schuh, dpa

Mit der Fußball-Weltmeisterschaft geht auch die Zeit der Autokorsos wieder los. Was erlaubt ist und was nicht, erklärt der ADAC.

Die Fußball-WM steht vor der Tür - und damit auch die Jubelfahrten auf den Straßen. Die einen fühlen sich genervt von den Autokorsos und den Hubkonzerten, die anderen fiebern ihnen euphorisch entgegen.

Gemäß der Straßenverkehrsordnung sind Autokorsos eigentlich verboten

Streng genommen sind Autokorsos und Hupkonzerte überhaupt nicht erlaubt. Denn die Straßenverkehrsordnung verbietet unnötigen Lärm und unnützes Hin- und Herfahren. Doch zur WM drückt die Polizei erfahrungsgemäß ein Auge zu. Dennoch gibt es einige Regeln zu beachten. 

Alkohol am Steuer ist auch beim Autokorso tabu

Auch wenn die Polizei in der Regel während der Weltmeisterschaft tolerant ist, müssen die allgemeinen Verkehrs- und Sicherheitsregeln eingehalten werden. Stefan Dorner vom ADAC Südbayern rät, das Thema Anschnallen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Grundsätzlich sind Fahrer und Mitfahrer bei Schrittgeschwindigkeit von der Gurtpflicht befreit. Doch die Grenze von fünf Stundenkilometern dürfte wohl fast jeder Autokorso überschreiten. Daher lieber: Anschnallen!

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Alkohol am Steuer, das ist natürlich auch beim Autokorso tabu. Die Straßenverkehrsordnung gilt trotzdem. „Steht die Ampel auf Rot, ist unbedingt anzuhalten“, sagt Dorner.

Große Flaggen könnten Radfahrer und Fußgänger verletzen

Darf ich auch beim Autofahren Flagge zeigen? Selbstverständlich, sagt der ADAC. Egal ob kleine Fähnchen an den Windschutzscheiben, Aufkleber am Auto oder gleich den ganzen Wagen in Schwarz-Rot-Gold lackieren – das alles ist erlaubt. Voraussetzung: Die Sicht des Fahrers wird nicht eingeschränkt und andere Verkehrsteilnehmer werden nicht gefährdet, erklärt der ADAC. Verboten ist daher beispielsweise, eine großformatige Flagge an einer langen Stange während der Fahrt aus dem Autofenster zu halten. Diese könnte sonst Radfahrer und Fußgänger verletzen.

Der ADAC empfiehlt, kleine Fähnchen vor der Auffahrt auf die Autobahn abzunehmen

Sind die Autos einmal mit kleinen Fähnchen verziert, will sie der eingefleischte Fußball-Fan gleich bis zum nächsten Spiel montiert lassen. Der ADAC rät aber davon ab, mit „voller Beflaggung“ auf die Autobahn zu fahren. Auch hier muss sichergestellt sein, dass sich Fähnchen nicht lösen und eventuell  den nachfolgenden Verkehr gefährden. Hier wird es schon ab 90 Stundenkilometern kritisch, sagt der ADAC. Daher der Tipp: Die Fähnchen sicherheitshalber vor dem Auffahren auf die Autobahn abnehmen.

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