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Formel 1

28.01.2021

Neues Team, neue Frisur: Sebastian Vettel ist zurück im Cockpit

Sebastian Vettel bei seinem ersten Besuch in der Fabrik von Aston Martin in England. Auffällig ist das lichte Haupthaar.
Foto: Twitter Sebastian Vettel Fanseite

Bei der Sitzprobe in seinem neuen Wagen fällt vor allem die Frisur des viermaligen Weltmeisters auf. Die Natur macht auch vor dem 33-Jährigen nicht halt.

Ist das wirklich Sebastian Vettel? Die Gesichtszüge deuten darauf hin, die Mimik auch und der Helm, den er sich letztlich über den Kopf stülpt, auch. Das Design mit den Farben der deutschen Flagge erinnert stark an die Modelle von Sebastian Vettel. Aber die Haare? Oder besser gesagt, der kümmerliche Rest, der davon noch übrig ist?

Vettel hat sich in seiner Formel-1-Karriere schon an verschiedene Frisuren gewagt. Nicht alle sahen gut aus. Kurz rasiert in seiner Anfangszeit, dann länger und leicht verwuschelt mit Locken als viermaliger Triumphator bei Red Bull. Bei Ferrari waren zuletzt schon mehr und mehr kahle Stellen in der einstigen Wuschelfrisur zu erkennen. Die Natur macht auch vor einem viermaligen Weltmeister nicht halt. Immerhin ist Vettel nun auch schon 33 Jahre alt, sein Vater Norbert trägt zudem schon längere Zeit nur noch wenig Haupthaar. Oder waren es die eher unerfreulichen Jahre bei Ferrari, die den Haarausfall beschleunigten? Sorgen und Kummer hatte er bei der Scuderia ja genug.

Schon bei Ferrari waren zuletzt kahle Stellen auf dem Kopf zu sehen.
Foto: dpa

Diese Zeit ist vorbei. Vettel blickt optimistisch der Zukunft entgegen. Die neue Frisur kann also auch als optisches Zeichen für den Neubeginn gewertet werden. Die Reaktionen darauf sind im Internet gemischt, viele sehen Vettels Typveränderung mit Humor. Mit Prince William wird Vettel da verglichen, dem britischen Thronfolger. Königlicher Glanz also im britischen Formel-1-Team? Manche haben eine Ähnlichkeit mit der französischen Fußballlegende Zinedine Zidane erkannt. Als Trainer von Real Madrid hat auch er königliche Züge. Wer es richtig gut mit Sebastian Vettel meint, sieht eine windschnittige Optik, die nirgends besser als in der Formel 1 passt.

In der Formel 1 geht es sehr um Geheimhaltung

Aston Martin hat lange ein Geheimnis aus Vettels erstem Besuch in der Fabrik in Silverstone gemacht. Ganz so, wie es sich für die Formel 1 gehört, in der Geheimhaltung entscheidend ist wie ein starker Motor oder eine gute Aerodynamik. Und wer kennt sich mit Geheimhaltung besser aus als ein Unternehmen, das schon viele Dienstwagen für James Bond geliefert hat?

Geheimagent 007 war oft im Auftrag ihrer Majestät in einem Aston Martin unterwegs. 00Vettel wird bei seinen Dienstfahrten künftig auch in einem solchen Flitzer sitzen. Natürlich mit noch ein paar PS mehr. Der Rennwagen von Aston Martin wird vermutlich grün lackiert sein, aber auch das ist noch ein Geheimnis. Einen Präsentationstermin für den Wagen gibt es noch nicht. Sicher ist nur, dass Vettel ihm wieder einen Namen geben wird. So wie bereits bei seinen Dienstwagen von Red Bull oder Ferrari.

Bei Red Bull im Jahr 2013 war das Haupthaar noch dicht.
Foto: Twitter Sebastian Vettel Fanseite

Nach und nach zeigte Aston Martin in den sozialen Medien in den vergangenen Tagen Schnipsel für Schnipsel vom neuen Piloten aus Deutschland. Mal nur ein Bild des Rennschuhs von Vettel, später seinen Helm. Zum Abschluss dann ein Video von Vettels Ankunft am Hauptquartier. Mit „Willkommen Seb“ ist es betitelt. Natürlich fährt er in einem Aston Martin vor, aber nicht in Grün, sondern eher Dunkelgrau. Vettel sitzt alleine in dem Wagen, er steigt rechts aus, auf der Fahrerseite in Großbritannien. Der 33-Jährige trägt eine Maske, ganz wie es sich während der Corona-Pandemie gehört. Auf dem Kopf hat er eine Mütze, von seiner Frisur ist also noch nichts zu sehen. Die Überraschung folgt später, als er für eine Sitzprobe in seinem neuen Wagen Platz nimmt. Viele Haare sind gewichen. Ob er selbst Hand angelegt hat oder seine Frau Hanna, ist nicht überliefert. Vielleicht war er auch beim Friseur, die sind in der Schweiz, wo Vettel in der Nähe des Bodensees wohnt, im Gegensatz zu Deutschland noch geöffnet.

Sebastian Vettel wird keine zehn Jahre mehr fahren

Für Vettel beginnt also eine neue Zeitrechnung. Und wohl der letzte Abschnitt seiner Motorsportkarriere. „In diesen Dingen bin ich sehr rational. Ich werde das noch ein paar Jahre machen, aber wir reden da sicher nicht von zehn Jahren oder mehr“, sagte er kürzlich dem Fachmagazin Racer. Seit 2009 ist er nur für zwei Teams gefahren: zunächst Red Bull, später Ferrari. Kontinuität war und ist ihm wichtig. Auch wenn er mit dem italienischen Team an dem Ziel scheiterte, ähnlich erfolgreich zu sein wie zuvor bei Red Bull. Da hatte er viermal den Titel gewonnen. Bei Ferrari hoffte er vergeblich darauf, ehe Ende 2020 die Trennung folgte. Aston Martin scheint nun eine gute Möglichkeit auf ein versöhnliches Karriereende. Egal, mit welcher Frisur.

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