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Wandern bei Welden: Auf Ludwig Ganghofers Spuren

Wanderung bei Welden: Beim Wandern gibt es für Familien einiges zu entdecken.
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Wanderung bei Welden: Beim Wandern gibt es für Familien einiges zu entdecken.
Foto: Martina Bernhard

Auch mit Kindern macht die Wanderung bei Welden Spaß. Und es gibt beim Wandern sogar etwas für die Ohren.

Eines mal vorweg: Die „Holzwinkel-Gemeinde“ Welden tut so einiges, um ihren Status als Wohnort des jungen Ludwig Ganghofer zu festigen. Nachdem das einzige Museum Deutschlands über den fast vergessenen Heimatautor vor acht Jahren im Landgasthof zum Hirsch eröffnete, wurden im Lauf der Jahre unter anderem auch verschiedene Ganghofer-Rundwanderwege restauriert und beschildert. Seit Kurzem gibt es zu den bekannten Ganghoferplätzen sogar eine eigene „Lauschtour“ – so nennen sich die Wanderrouten des Tourismusverbands Bayerisch-Schwaben mit Audioguide.

Wandern auf dem Ganghofer-Rundwanderweg

Der Ganghofer-Rundwanderweg startet am Ende der Schwarzbrunnenstraße am Beginn des Waldes (Parkmöglichkeit für Autos vorhanden). Man läuft in südlicher Richtung auf einem gut ausgebauten Wald-Wanderweg etwa 400 Meter und hält sich dann rechts Richtung Ganghofer-Hütte. Die Beschilderung ist gut, auf dem Weg sind auch einige Infotafeln an Bäumen angebracht. Kurz vor der Ganghofer-Hütte, die links auf einer kleinen Anhöhe liegt, befindet sich rechts der Ganghofer-Brunnen. Die neue Ganghofer-Hütte wurde 1985 erbaut und bietet innen mit zwei großen Tischen und mehreren Bänken viel Platz zum Verweilen und Picknicken. Diese erste Route ist für kurze Familientouren mit Kinderwagen ideal.

Gleich nach der Hütte führt der Rundwanderweg links weiter. Die eigentliche Wegrichtung würde nun nach etwa 100 Metern links sehr steil ansteigen – mit Kinderwagen nicht zu schaffen.

Auf der Wanderung wird an der Quelle eine Pause eingelegt

Deswegen entscheiden wir uns, geradeaus weiterzugehen und erst nach dem Jägerhochsitz links auf einen weniger steilen Berg den Wanderweg genau andersherum zu laufen. Dort wartet die Ganghofer-Quelle für eine kurze Verschnauf- und Erfrischungspause (kein Trinkwasser). Noch etwas weiter geht es hoch und dann wieder links auf einen breiten, sonnigen Feldweg.

Aufgrund der entgegengesetzten Laufrichtung liegt die August-Ganghofer-Hütte nun nicht direkt auf der Route. Wer möchte, kann an der Y-Kreuzung links einen kurzen Abstecher zur älteren Hütte machen, die auf einer schönen Lichtung mit überdachter Sitzgruppe die Möglichkeit zur Rast bietet.

Eine Wandertour vorbei an Bienenhaus, Feldern und Burggraben

Ansonsten führt der Weg an der Y-Kreuzung rechts weiter, dann gleich am Bienenhaus wieder links auf den Feldweg. Hier wird es mit Kinderwagen richtig schwierig, da der Weg mit großen Schottersteinen bedeckt ist. Hat man es geschafft, überquert man die beiden Burggraben der Schneeburg, einem frühmittelalterlichem Ringwall und landet an einem Aussichtspunkt mit Blick ins Laugnatal. Hier eine kleine Rast einzulegen lohnt sich! Dann wird es wieder schwierig mit Kinderwagen, denn die Route führt links weiter in einer Art engem, aber kurzem Trampelpfad. Weiter geht es extrem bergab und schließlich kommt man wieder auf den vorigen Wanderweg und biegt rechts zur neuen Ganghofer-Hütte ab. So gelangt der Wanderer zurück zum Ausgangspunkt.

Ein Wanderweg für Familien

Alles in allem zeigt sich der Ganghofer-Rundwanderweg in der zweiten Hälfte als eher Kinderwagen-untauglich – aber mit breiten Reifen und einigermaßen gutem Schuhwerk ist er trotzdem zu schaffen. Für Kinder und Erwachsene gibt es viel zu entdecken. Insgesamt bietet die abwechslungsreiche Strecke an Sommertagen kühle Waldwege, aber auch sonnige Abschnitte.