Newsticker

Corona-Hotspots: Andere Bundesländer verhängen Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger
  1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. 15 Jahre geredet - jetzt wird gebaggert

07.07.2010

15 Jahre geredet - jetzt wird gebaggert

Spatenstich für den Radweg mit (von links) Michael Mayr, Christian Wilhelm, Petra Wackerl, Thomas Riß, Alfred Schmid, Günter Ivenz, Franz Neher, Anton Weixler, Marlies Fasching, Manfred Schlecht, Gisela Scherbinski und Renate Durner. Fotos: Martin Golling
2 Bilder
Spatenstich für den Radweg mit (von links) Michael Mayr, Christian Wilhelm, Petra Wackerl, Thomas Riß, Alfred Schmid, Günter Ivenz, Franz Neher, Anton Weixler, Marlies Fasching, Manfred Schlecht, Gisela Scherbinski und Renate Durner. Fotos: Martin Golling

Todtenweis/Thierhaupten "Seit 15 Jahren reden wir drüber. Nun geht's los", begrüßte der Todtenweiser Bürgermeister Thomas Riß mehr als ein Dutzend Gäste beim offiziellen Spatenstich zum Bau des Geh- und Radweges von Todtenweis nach Thierhaupten. Der Dank des Bürgermeisters galt unter anderem den 43 Grundstücksbesitzern auf der Todtenweiser Flur, die sich kooperativ gezeigt hätten. 680 000 Euro wollen Todtenweis und die Nachbar-Marktgemeinde Thierhaupten hier in "kommunaler Sonderbaulast" verbauen. Das heißt: 75 Prozent der Kosten erhalten die Gemeinden vom Freistaat zurück.

Thierhauptens Bürgermeister Franz Neher erinnerte daran, dass es im Jahr 2000 schon einmal beinahe eine Verwirklichung dieses Verkehrsweges gegeben hätte. "Damals standen der Kodmeir Sepp und ich hier zusammen mit den Landräten Vogele und Körner." Die jetzige Variante sei nur Dank der guten Partnerschaft der Nachbargemeinden möglich, war sich Neher sicher. Er knüpfte diesen künftigen Radweg ein ins überregionale Netz: "Hier entlang der romantischen Straße geht's von Augsburg über Münster, Peiching und Rain bis zum Donauradweg runter. Die Leute warten auf diesen Radweg", wusste Neher. Nur ein Grundstücksbesitzer in der Flur seiner Gemeinde habe sich auszahlen lassen. Den notwendigen Tausch der Grundstücke habe die Bayerische Landessiedlung abgewickelt.

Nach dem offiziellen Akt standen der Planer Michael Mayr, Alfred Schmid vom Staatlichen Bauamt und Christian Wilhelm von der bau- ausführenden Firma Schulz zusammen und erörterten das Vorhaben, denn viele unterschiedliche Untergründe bedingen eine differenzierte Bauweise. Die Frage, ob dann die veranschlagte Bausumme ausreiche, bejahte Christian Wilhelm, der mit Blick in die Sonne versprach: "Jetzt wird richtig losgelegt, um das schöne Wetter auszunutzen."

Freigelegter Pfosten ist älter als 1000 Jahre

Archäologie Beim Spatenstich war auch die Archäologin Maria Köppen anwesend, die die Baggerarbeiten mit fachkundigem Auge begleitet und überwacht. Den am vergangenen Freitag freigelegten, historischen Pfosten identifizierte der Dendrologe vom Amt für Denkmalpflege in Thierhaupten als Esche. Leider gebe es für die Esche keine Möglichkeit, deren Alter aufgrund der Baumringe so exakt zu bestimmen, wie das von Eichen. "Aber aufgrund der Bodeneigenschaften und des Grundwasserstandes am Fundort ist das mit Beilen grob behauene Holz sehr wahrscheinlich älter als 1000 Jahre", berichtete Maria Köppen von den ersten Erkenntnissen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren