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20.05.2020

DasSudetenland blieb für sie stets Heimat

Emmi Arbes

Die langjährige Ortsobfrau starb im Alter von 88 Jahren

Die Lebenslust war über viele Jahrzehnte hinweg ein prägendes Kennzeichen von Emmi Arbes. In Marienbad im einstigen Sudetenland geboren, kam sie im Alter von 15 Jahren mit ihren Eltern zunächst nach Binswangen und zog später nach Wertingen. Hier starb die langjährige Ortsobfrau der Sudetendeutschen Landsmannschaft vor kurzem im Alter von 88 Jahren.

Die Liebe zu ihrer ehemaligen Heimat ist Emmi Arbes immer geblieben. Diese konnte sie auch ihren fünf Töchtern vermitteln, sang sie doch mit ihnen zwischendurch immer wieder gerne im Egerländer Dialekt.

Bereits als junge Frau engagierte sie sich in der Sudetendeutschen Landsmannschaft, zunächst als Kassiererin und später viele Jahre als Vorsitzende. Ein Verein, der sich vor allem der Brauchtumspflege widmet und für die Vertriebenen früher ein Netzwerk für Rat und Hilfe war. Für ihren Einsatz zeichnete sie der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen, Franz N. Pany, vor zehn Jahren mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Heimatverbandes der Marienbader aus.

Auch privat hat sie stets alles ihr Mögliche gegeben, hat mit ihren Töchtern und Enkelkindern gemeinsam über Jahre hinweg ihren an Alzheimer erkrankten Mann gepflegt. Als dieser starb, kehrte sie in hohem Alter erneut ihre Geburtsstätte Marienbad. Emmi Arbes hinterlässt neben ihren fünf Töchtern auch acht Enkelkinder und sieben Urenkelkinder. (dem)

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