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20.10.2009

Ein Szenario wie im Katastrophenfilm

Landkreis Augsburg Dichte Rauchschwaden dringen aus dem Kasernengebäude. Ein Sportflugzeug ist in das Haus gestürzt. Verletzte rufen um Hilfe, Passanten verharren wie in Schockstarre am Straßenrand. Plötzlich rasen ein Bus und ein Gefahrgutlaster in die Mauer. Was auf den ersten Blick wie ein Szenario in einem Katastrophenfilm anmutet, könnte im Ernstfall schnell grausame Realität werden. Das wissen auch Hans Seitz und Diana Fischer vom Landratsamt Augsburg. Als Sachgebietsleiter für "Öffentliche Sicherheit und Ordnung" initiierten sie genau mit diesem Szenario eine nicht angesagte Übung für die Katastrophenschutzkräfte des Landkreises.

Im Falle des Falles folgt der Ablauf einem klaren Muster. Zuerst werden die verschiedenen Fachdienste über die integrierte Leitstelle alarmiert. Am Unglücksort angekommen, müssen sich die angeforderten Rettungskräfte dann erst einmal koordinieren. "Das ist die zentrale Aufgabe. Das Zusammenspiel unter den Einheiten muss funktionieren", erklärte Seitz am Rande des Geschehens.

Neutrale Schiedsrichter

Ob dieses Zusammenspiel auch an der inszenierten Schadensstelle in der Reese-Kaserne nahe Stadtbergen glückte, darüber wachten neutrale Schiedsrichter. Mit geschultem Blick beobachteten sie die Arbeit der verschiedenen Hilfsgruppen, darunter auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Diedorf und Neusäß sowie zahlreiche lokale Sondereinsatzgruppen des Bayerischen Roten Kreuzes. Zuerst machten sich die Rettungskräfte daran, die vielen Verletzten zu retten und die Passanten mit Schocksymptomen von der Unglücksstelle zu entfernen. Immer wieder drangen Schreie aus dem Bus. Rund 30 Verletztendarsteller sorgten für eine annähernd wirklichkeitsnahe Unglückssituation.

Ein Szenario wie im Katastrophenfilm

Parallel kümmerte sich eine Einheit der Feuerwehr um den Gefahrgutlaster, aus dem giftige Flüssigkeit entwich. Mit speziellen Schutzanzügen dichteten die Männer die Leckage am Lkw ab. Anschließend begann der Kampf gegen die fingierten Flammen.

Drei Stunden intensiver Arbeit

Nach rund drei Stunden intensiver Arbeit beendete der Leitungsdienst unter der Führung von Kreisbrandmeister Jürgen Breu und Organisationsleiter Michael Happernagl die umfangreiche Übung. Nun liegt es an den Schiedsrichtern, die Leistungen der Rettungskräfte differenziert und detailgenau zu bewerten.

In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Augsburg werden die Vorgänge in der Reese-Kaserne ausführlich ausgewertet. Damit im Falle des Falles nichts schief geht.

Bei uns im Internet

Eine Bildergalerie von der Übung

augsburger-allgemeine-land.de

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