1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Lokalsport
  4. Ein Lächeln nach jedem guten Schuss

Schützengau Wertingen

01.02.2019

Ein Lächeln nach jedem guten Schuss

Viel Spaß und Erfolg hat Magdalena Gerblinger aus dem Wertinger Stadtteil Geratshofen beim Schießen. Künftig will sie auch als Jugendtrainerin im Gau Verantwortung übernehmen.
Bild: Brigitte Bunk

Ein Leben ohne Schießen kann sich Magdalena Gerblinger nicht vorstellen

Oft schießt Magdalena Gerblinger die höchste Ringzahl bei „Gemütlichkeit“ Geratshofen, so auch bei der letzten Vorrunden-Begegnung im Gaurundenwettkampf des Schützengaus Wertingen. 145 Ringe traf sie gegen die „Bergschützen“ Kühlenthal. Vier mehr als Kay Dietze, der wie die 19-Jährige einer der Besten im Team ist. Sie erzählt lachend: „Wir motivieren uns immer gegenseitig, das ist wie ein kleiner Wettbewerb.“ Vor drei Jahren schossen die Schützen aus dem Wertinger Stadtteil noch in der D-Klasse, stiegen auf in die C-Klasse. Nach einem Jahr führte ihr Weg nochmals nach oben. In die B-Klasse, wo sie zum Start der Rückrunde auf dem dritten Tabellenplatz liegen. Auch im Damen-Wettbewerb ist Magdalena Gerblinger eine wichtige Stütze ihrer Mannschaft. Die bildete sich zu Saisonbeginn neu und hat die besten Chancen, gleich nach der ersten Saison in die Gauklasse aufzusteigen. Zweimal in der Woche ist Training in Geratshofen, dienstags und sonntags. Dabei zu sein, ist im Leben der jungen Frau so integriert, dass sie sich einen Alltag ohne die Vereinskameraden gar nicht vorstellen kann. Doch das kann sich bald ändern. Magdalena besucht die Fachoberschule in Neusäß, das Fachabitur hat sie schon in der Tasche. Doch sie will die Allgemeine Hochschulreife, die Prüfungen stehen an, denn: „Ich möchte Medienmanagement in München studieren.“ Und das Schießen in Geratshofen? „Das werde ich nicht aufgeben, so oft wie möglich bin ich dabei.“

Um nach der Schule abschalten zu können, hat sie noch ein Hobby: „Wenn ich eine halbe Stunde laufe, bin ich glücklich.“ Auch das trägt zu ihren guten Leistungen bei, ist sie überzeugt: „Beim Schießen sollte man einen niedrigen Ruhepuls haben.“

Den hatte sie auch beim Weihnachtsschießen, als sie bei drei Scheiben einmal die 100 und zweimal 99 Ringe traf. Da gab es viel Lob, nicht nur vom Vereinsvorsitzenden, ihrem Vater Hubert Gerblinger, der auch Gauschützenmeister ist. Nun freut sie sich auf die Bayerischen Meisterschaften, wo sie hofft, endlich die 400er-Marke knacken zu können. Eigentlich steht erst die Gaumeisterschaft an, doch sie ist zum regulären Termin verhindert und konnte schon in Meitingen vorschießen. Dabei schaffte sie ihr bisher bestes Ergebnis: 389 von 400 Ringen. Viel gebracht hat ihr das Kadertraining mit dem Binswanger Christian Bühler, das der Gau für Jugendliche anbietet: „Er hat mir viele kleine Fehler aufgezeigt, die ich selbst gar nicht bemerkt habe.“ Zusammen mit Kay gibt sie ihr Wissen an die Jüngeren im Verein weiter, künftig auch beim Gaukadertraining. Als ihr Vater sagte, dass Trainer gesucht werden, war sie gleich dabei.

Der Terminplan ist auch bei den anderen Vereinen voll und viele Fragen stellen sich zu Beginn der Rückrunde im Gaurundenwettkampf. Kann der vielfache Gauoberligameister „Frohsinn“ Binswangen die „Immergrün“-Schützen aus Unterschöneberg zum Saisonende doch hinter sich lassen? Entscheidet dabei das erneute Aufeinandertreffen? Das Spitzenduell Ende November in Unterschöneberg endete mit sensationellen 1006:1004 Ringen für den Gastgeber. Oder steigert sich noch ein anderer der Spitzenvereine im Gau? Steigt Hettlingen tatsächlich ab? Immerhin waren die Schützen aus dem Wertinger Ortsteil nach der vorletzten Saison noch Meister. Nach einer Saison in der Gauliga meldet Wortelstetten Ansprüche auf die Rückkehr in die oberste Liga an. Die Spannung in den kommenden Wochen steigt von Wettkampf zu Wettkampf.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren