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Buttenwiesen

12.11.2017

Von Barren, Reck und Pferd gefallen

Fabian Ullrich hoch über dem Reck. An diesem Gerät sowie am Pferd blieb Buttenwiesen in Weilheim punktlos.
Bild: Luitpold Friedel

Turnen: Tapfer gerungen und gesprungen, doch bei Buttenwiesens Zweitliga-Niederlage in Weilheim leuchteten nicht alle Kampfrichter-Entscheidungen ein.

Weilheim/ Buttenwiesen Vor großer Kulisse und bei einer tollen Stimmung in der Halle von Weilheim trat Buttenwiesen gegen Exquisa Oberbayern an. Am Ende des Zweitliga-Wettkampftages mussten sich die TSV-Turner jedoch auswärts mit 26:48-Scorepunkten deutlich geschlagen geben. Besonders für die insgesamt fünf Athleten des TSV Weilheim, von denen einer für Exquisa und vier für die Zusamtaler starten, war dieses Duell ein besonderes Erlebnis. Bereits während des Einturnens füllten sich die Zuschauerränge der Jahnhalle schnell, und pünktlich zu Wettkampfbeginn war sie ausverkauft.

Einen spannenden Wettkampfverlauf erhofften sich die Akteure beider Teams. Gleich zu Beginn erlaubte sich der TSV Buttenwiesen allerdings zu viele Fehler am Boden. Zwei Stürze und zahlreiche Standfehler reichten, um die starken und sauberen Leistungen der Oberbayern mit einem Gerätesieg von 10:5 davonziehen zu lassen. Die starken Gastgeber haben in dieser Saison am Boden kein einziges Mal verloren und auch an diesem Tag unterstrichen sie ihre Stärke.

Am Pauschenpferd mussten nun also alle Übungen gelingen, um die Differenz zu verringern. Dieses Ziel setzten die Schwaben großteils um. Nicolai Ullrich, Thomas Rössler, Moritz Kraus konnten sichere Darbietungen präsentieren, lediglich Oleksander Petrenko musste seine Weltklasseübung unterbrechen. Zwar wurde insgesamt die ein oder anderen Ausführungsfehler nicht vermieden, jedoch turnten die Gastgeber mit vergleichbaren Leistungen. Allerdings gingen alle Duelle an Exquisa Oberbayern. Insbesondere die letzen beiden Ergebnisse riefen hinsichtlich der Punktevergabe Unverständnis seitens der Buttenwiesener hervor. Mit einer nicht nachvollziehbaren Deutlichkeit zogen die Oberbayern mit einem Gerätesieg von 13:0 und einem Gesamtpunktestand von 23:5 an die Ringe.

Mit aller Kraft präsentierten Florian Raab, Moritz Kraus, Vinzenz Höck sowie Nicolai Ullrich hier solide, saubere Übungen und dominierten erstmals an diesem Wettkampf. Mit neun gewonnenen Scores und nur einem Zähler auf der Gegnerseite gingen die Ringe an die Gäste. Zur Halbzeit stand es 24:14 für die Oberbayern. Nur mit sauberen und routinierten Übungen konnte die Differenz von zehn Scores aufgeholt werden. Wie bereits die Gastgeber am Boden, dominierte der TSV Buttenwiesen am Sprung und hat in dieser Saison das Gerät stets für sich entscheiden können. Auch bei diesem Wettkampf demonstrierten Vinzenz Höck, Fabian Ullrich, Johannes Seifried und Daniel Kehl Stärke und gewannen den Sprung mit 8:1-Zählern. Deutlich, aber erneute mit teils fraglichen Kampfrichterentscheidungen, waren die Ergebnisse sowohl für die Aktiven wie auch für das Publikum nicht immer transparent. Beim Gesamtpunktestand von 26:22 kamen die Nordschwaben nun gefährlich nahe an die Gastgeber.

Am Barren sollte dieser Abstand weiter verringert werden. Dies gelang gegen die starken Oberbayern jedoch nicht. Zwei der Übungen konnten nur mit groben Fehlern und einem Sturz vorgezeigt werden, sodass die Niederlage an diesem Gerät selbst verschuldet mit 11:4 klar ausfiel.

Vor dem Königsgerät Reck stand es nun 37:26. Nur noch ein Wunder konnte den Sieg der Oberbayern verhindern. Fabian Ullrich, Moritz Kraus und Florian Raab verabschiedeten sich mit fehlerlosen und starken Darbietungen beim großartigen Publikum. Lediglich Oleksander Petrenko musste bei einem Flugelement das Gerät verlassen, sorgte aber zusammen mit der belgischen Verstärkung der Oberbayern, Noah Kuavita, für einen letzten Höhepunkt des Abends. Auch Exquisa Oberbayern zeigte durchgehend starke und saubere Leistungen und ließ nichts mehr anbrennen, sodass der Wettkampf mit 48:26 zugunsten der Oberbayern endete.

Viele Fehler in den eigenen Reihen machten ein Zweitliga-Duell auf Augenhöhe gegen die stark turnenden Athleten von Exquisa Oberbayern äußerst schwer. Allerdings sorgten auch einige nicht nachvollziehbare Kampfrichterentscheidungen für Unmut, was auch vom Publikum vermerkt wurde. Der TSV Buttenwiesen bedankte sich dennoch bei den Gastgebern für eine tolle Wettkampforganisation und eine sehr schöne Hallenatmosphäre.

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