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Immunisierung
27.12.2022

Corona-Nasensprays: Sie sollen besser als Spritzen wirken

Nasensprays könnten eine noch bessere Alternative zu Corona-Spritzen sein.
Foto: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Forscher erzielten Erfolge bei der Entwicklung von Nasenspray-Impfstoffen gegen Corona. China und Indien ließen Präparate zu, auch aus Israel gibt es ein Angebot.

Das Coronavirus wird über Aerosole weitergegeben, betroffen sind also vor allem die Atemwege. Deshalb forschen Wissenschaftler der Berliner Charité und andere Einrichtungen in aller Welt an Impfstoffen, die genau dort ansetzen. Die Antikörper gegen das Virus Sars-COV-2 sollen demnach vor allem in den Atemwegen wirken und so eine Ansteckung verhindern, was anhand einer Impfung offenbar nicht möglich ist.

Wie Experten jedoch schildern, können und sollten Nasensprays keine Corona-Impfung ersetzen, sondern vielmehr ergänzend genutzt werden.

Corona: Nasenspray-Impfstoff in China und Indien zugelassen

Schon seit geraumer Zeit haben einige Länder Corona-Nasensprays als Ersatz für die mRNA-Spritze in das Muskelgewebe eine Zulassung erteilt. Als erstes Land weltweit hatte China einen Corona-Impfstoff zugelassen, der inhaliert wird. Die heimische Arzneimittelbehörde habe grünes Licht gegeben, teilte das Unternehmen CanSino Biologics mit. Das Nasenspray-Vakzin mit dem Namen Convidecia Air ist als Notfall-Mittel für Corona-Auffrischungsimpfungen gedacht.

Auch in Indien wurde ein Nasenspray-Impfstoff gegen Corona zugelassen. Das Präparat von Bharat Biotech dürfe bei Erwachsenen als Basisimmunisierung eingesetzt werden, so eine Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Wie der MDR schildert, werde hier ein Schimpansen-Adenovirus gentechnisch modifiziert und kommt als Nasentropfen auf den Schleimhäuten zum Einsatz. Der indische Hersteller Bharat Biotech stellt auch den verbreiteten Corona-Totimpfstoff Covaxin her.

Corona: Schützen Nasensprays besser als Spritzen mit Impfmittel?

Warum sollte man eigentlich Nasensprays zum Schutz vor Corona bevorzugen? Das Besondere an dem Impfstoff: Er soll Antikörper schon auf den Schleimhäuten in Stellung bringen, also in der Nase und im Rachen - dort, wo das Coronavirus zuerst angreift und sich festsetzt. Das schaffen die Impfstoffe, die bisher auf dem Markt sind, nicht.

Das Erstaunliche, wenn es nach der Fachzeitschrift The Lancet geht: Die Anwendung des chinesischen Impfstoffs als Inhalat habe die Immunreaktion der Geimpften im Vergleich mit einer Spritze erheblich steigern können. Die Rede ist von einer bis zu zehnmal höheren Wirkung der Antikörper.

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 Ob die auf dem Markt befindlichen Präparate tatsächlich eine dauerhafte Immunisierung der Schleimhäute und damit das Verhindern einer Ansteckung erreichen, erscheint jedoch unklar. Viele Wissenschaftler sehen dem Vernehmen nach nur in einer Impfung per Spritze einen dauerhaften Erfolg gegen das Atemwegsvirus.

Video: dpa

Corona-Nasensprays auch in Deutschland? Welche Länder noch forschen

In weiteren Ländern der Erde, darunter auch die USA, Kanada und in Kuba arbeiten Wissenschaftler an Corona-Impfstoffen, die durch die Nase verabreicht werden. Deutschland gehört ebenfalls zu den Nationen, wo geforscht wird. Das Projekt Zell-Trans der Universität München wird mit rund 1,7 Millionen Euro vom Bund gefördert und setzt auf einen Totimpfstoff (mRNA). Allerdings benötigt das Team unter der Leitung von Joseph Rosenecker für einen funktionierenden, nasalen Impfstoff noch Zeit, wie der Forscher von der LMU München in einem Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk im Oktober 2022 erklärte.

Hierzulande hatten Tierversuche mit dem Impfstoff eine gute Wirkung bei Hamstern gezeigt. Es handelte sich bei der veröffentlichten Studie um einen Preprint, der noch nicht von externen Wissenschaftlern geprüft wurde. Zudem fehlten noch klinischen Studien an Menschen, um sicherzustellen, dass ein Nasenspray-Impfstoff einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten kann.

Ende Oktober ist zudem auch in Deutschland das Anti-Corona-Nasenspray „virX enovid“ von Hersteller „Viromed Medical“ auf den Markt gekommen. Das Präparat einer israelisch/kanadischen Co-Produktion soll Studien zufolge mehrere Stunden lang die Corona-Ansteckungsgefahr senken. Das Medizinprodukt des Unternehmens Viromed Medical gibt es in Apotheken, Drogerien sowie im Fachhandel zu kaufen. In Israel ist "virX enovid" offenbar bereits seit Sommer 2021 auf dem Markt.

Wie das Magazin nature erklärt, habe zudem Russland eine Nasenspray-Version seines Impfstoffs Sputnik V zugelassen, der Iran verfüge angeblich ebenfalls über ein nasales Vakzin. Über diese Corona-Nasensprays gibt es in westlichen Ländern jedoch kaum Informationen.

Nasenspray-Impfung könnte Ansteckungen deutlich erschweren

Bei dem in Deutschland erprobten Nasenspray-Impfstoff handele es sich um einen attenuierten Lebendimpfstoff. Das bedeutet, dass das Virus darin extrem abgeschwächt ist. Forscher Emanuel Wyler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin nahm per Twitter Stellung zu Tierversuchen mit Hamstern: „Die 2x mit Lebendimpfstoff geimpften Tiere zeigten fast keine Anzeichen von Krankheit, und sehr geringe Entzündungswerte.“ Die damit verbundene Hoffnung: Sollte die Nasenspray-Impfung auch bei Menschen Wirkung zeigen, könnte das nicht nur die Betroffenen selbst gut schützen, sondern auch eine Weitergabe des Virus deutlich erschweren. Schließlich werden auch gegen die Grippe erfolgreich Nasenspray-Impfungen eingesetzt.

Es gibt aber auch eine Einschränkung: Sind Menschen immungeschwächt, könnte der Nasenspray-Impfstoff laut Wyler nicht ideal für sie sein. Aber auch daran werde noch geforscht.

Keinen Erfolg zeigte übrigens ein von Astrazeneca in Kooperation mit der Uni Oxford entwickelter, nasaler Wirkstoff: Im Herbst 2022 gab das Pharmaunternehmen bekannt, dass die klinische Studie gestoppt worden sei, weil nicht der erhoffte Erfolg eingetreten sei.

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