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Benefizveranstaltung

05.10.2019

700 wandern für guten Zweck

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3 Bilder
Zwei Strecken standen zur Verfügung (Bild links). Freuten sich über die Benefizveranstaltung: (Bild rechts, von links) der schwäbische Bezirksvorsitzende des Deutschen Volkssportverbandes Peter Bergmoser, Ruppertszells Wandervereinsvorsitzender Siegfried Märtl, Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann, Angela Menikheim vom Verein cf-Initiative-aktiv München, Inchenhofens Bürgermeister Karl Metzger, Schiltbergs Bürgermeister Josef Schreier und Marlon Dreier, Filialgebietsleiter der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen.

Wanderer starten auf zwei verschiedenen Routen beim Sisi-Schloss im Aichacher Stadtteil Unterwittelsbach auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth. Der Erlös kommt Mukoviszidose-Erkrankten zugute

Am Tag der Deutschen Einheit sind auf den Spuren der Kaiserin Elisabeth in Unterwittelsbach rund 700 Wanderer zugunsten der Mukoviszidose-Erkrankten unterwegs gewesen. Ausrichter des Volkswandertages waren bereits zum 19. Mal die Wanderfreunde Ruppertszell mit ihrem Vorsitzenden Siegfried Märtl sowie der Wander- und Verschönerungsverein Inchenhofen mit dem Vorsitzenden Helmut Fröhlich. „Gemeinsam Mukoviszidose besiegen“ – der Slogan der Wanderserie am 3. Oktober erweckt die Hoffnung, dass die bisher unheilbare Erbkrankheit irgendwann bezwungen werden kann. Als die ersten Wanderer an den Start gingen, zeigte das Thermometer vier Grad Celsius an. Jedoch: Eine solche Temperatur schreckte die Wanderer keinesfalls ab, die meisten sprachen von „guten Bedingungen“. So zeigte sich Siegfried Märtl mit der Besucherzahl zufrieden. Die Benefizveranstaltung war an diesem Tag eine von neun Aktionen dieser Art vom Deutschen Volkssportverband. Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann, zugleich Schirmherr der Veranstaltung, freute sich in seinen Grußworten im voll besetzten Zelt vor dem Sisi-Schloss über die „wunderschöne Tradition“ und dankte den beiden Wandervereinen für die Ausrichtung. Marlon Dreier, Filialgebietsleiter der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen ergänzte: „Ich freue mich riesig, dass im kommenden Jahr bereits die 20. Veranstaltung stattfindet.“ Er regte die zahlreichen Teilnehmer zum Applaus für das große Helferteam an, und postwendend setzte dieser ein.

Schiltbergs Bürgermeister Josef Schreier und sein Amtskollege aus Inchenhofen, Karl Metzger, zählten die teilnehmenden Wandervereine auf, die nach Unterwittelsbach gekommen waren. Diese reisten unter anderem aus Adelzhausen, Mühlhausen, Ingolstadt oder Grub am Forst aus der Nähe von Coburg an. Der schwäbische Bezirksvorsitzende des Deutschen Volkssportverbandes, Peter Bergmoser aus Geltendorf, war ebenso vor Ort und wünschte weiterhin „gut Fuß“.

Vorsitzender Siegfried Märtl von den Wanderfreunden Ruppertszell dankte den vielen Helfern für die Unterstützung. Angela Menikheim von der Selbsthilfegruppe cf-initiative-aktiv war mit einem Glücksrad vertreten, um weitere Spenden mit nach Hause nehmen zu können. Der Muko-Verein kümmert sich seit über 50 Jahren um die von der Stoffwechselerkrankung betroffenen jungen Leute. So wird der Erlös der Benefizveranstaltung von einem Euro je Wanderer für Forschungsprojekte verwendet. Tatkräftig unterstützt wurde die Aktion erneut von der Stadt Aichach. Auch die Unterwittelsbacher halfen mit: Die Feuerwehr übernahm die Parkplatzeinweisung. Der Sanitätszug Aichach stand für eventuelle körperliche Beschwerden parat. Zu den Kuchenspendern gehörten auch viele Frauen aus Junkenhofen, dem Ruppertszeller Nachbarort.

Die Gäste waren vollauf zufrieden mit den organisatorischen Fähigkeiten der Inchenhofener und Ruppertszeller sowie mit den Rundwegen von fünf und zehn Kilometern. Auch Anita Liesmann und Wolfgang Werner von den Wanderfreunden Ilmmünster, die mit 18 Teilnehmern vertreten waren, war von der schönen Strecke beeindruckt. Heute hätten sie zudem noch etwas Gutes getan, erklärten die beiden unisono angesichts ihrer kleinen Spende. Hans Hartmann, Zweiter Vorsitzender des Burschen- und Wandervereins Aresing, sprach von einer „wunderbaren Strecke“. Zum ersten Mal kamen fünf Wanderer von den Lonetaler Wanderspatzen aus dem baden-württembergischen Niederstotzingen ins Wittelsbacher Land zum Wandern. „Wir wollten mal was Neues ausprobieren. Und das Essen hier im Zelt war super“, fand die Ehefrau des Wanderwartes, Waltraud Meyer. So mancher Wanderer nahm die Gelegenheit wahr, im Sisi-Schloss die Ausstellung „Imperiale Kostbarkeiten“ zu besuchen.

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