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Aichach
08.10.2021

Anrufwelle im Raum Aichach: Falsche Polizeibeamte fordern Geld

Mehrere Anrufe falscher Polizeibeamter sind am Donnerstag bei Menschen im Raum Aichach eingegangen.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Mehrere Menschen im Raum Aichach werden am Donnerstag in den Mittagsstunden von sogenannten "Schockanrufern" belästigt. Diese Tipps gibt die echte Polizei.

Eine Anrufwelle falscher Polizeibeamter ist am Donnerstag in den Mittagsstunden im Bereich der Polizeiinspektionen Aichach aufgeschlagen. Die Anrufer behaupteten laut Polizei vor allem, ein naher Verwandter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und forderten die Zahlung einer Kaution.

Die Telefonbetrüger berichten von einem angeblich tödlichen Verkehrsunfall

Mehrere Menschen informierten die Aichacher Polizei die sogenannten "Schockanrufe". Denn die Betrüger versuchen, einen Schockmoment ihrer Gesprächspartner auszunutzen, um sie um viel Geld zu bringen. Die Masche, die die Unbekannten am Donnerstag im Raum Aichach vorwiegend anwandten, ist nicht mehr neu. Ein angeblich tödlicher Verkehrsunfall diente den angeblichen Polizisten am Telefon als Vorwand für die Forderung einer Kautionszahlung, sonst müsse der Verwandte in Haft.

Falsche Polizisten rufen in Aichach, Inchenhofen, Adelzhausen und am Lechrain an

Der erste Betrugsversuch, der der Polizei laut Mitteilung bekannt geworden ist, ereignete sich gegen 10.45 Uhr in Aichach. In den darauffolgenden zwei Stunden gingen vergleichbare Anrufe in den Gemeindebereichen Inchenhofen, Affing, Aindling, Adelzhausen und der Stadt Aichach ein.

Den bisherigen Erkenntnissen der Polizei zufolge erkannten die Angerufenen jedoch die Betrugsabsichten. Deshalb sei kein Schaden verursacht worden, so die Polizei.

Was die Aichacher Polizei bei solchen Anrufen rät

Sie gibt in diesem Zusammenhang erneut Tipps und betont: "Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge oder Wertsachen bitten." Weitere Ratschläge lauten:

  • "Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Geben Sie keine Auskunft zu finanziellen Verhältnissen oder Wertsachen."
  • "Bei geringsten Zweifeln: Fragen Sie selbst bei ihrer örtlichen Polizeiinspektion oder dem Polizeinotruf 110 nach."
  • "Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen."

Die Aichacher Polizei bittet ausdrücklich darum, Familienangehörige und Bekannte zu sensibilisieren. Wie man derartige Betrugsmaschen erkennt und sich davor schützen kann, ist auch im Internet unter www.polizei-beratung.de nachzulesen.

Schockanrufe gibt es auch im Wittelsbacher Land immer wieder. So hatte die gleiche Masche, die die Unbekannte am Donnerstag überwiegend anwendeten, im Mai bei einem älteren Ehepaar aus dem Raum Aichach verfangen. Sie hatten 20.000 Euro an Betrüger gezahlt, um ihre Tochter nach einem angeblichen Verkehrsunfall vor einer Inhaftierung zu bewahren. Im Juni hatten Betrüger 24.000 Euro mit dem Enkeltrick bei einer Kissinger Seniorin erschlichen. Besonnen und kuragiert hingegen reagierte im Juni eine 69-jährige Frau aus dem Gemeindebereich Affing. Mit ihrer Hilfe gelang es der Polizei, einen 38-jährigen Betrüger dingfest zu machen. Sie war zum Schein auf dessen Forderungen eingegangen.

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