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10.12.2015

Aindling schafft freies Internet für alle

In Meitingen gibt es bereits einen Hotspot. Auch in Aindling soll das freie Internet in Kürze verfügbar sein. Bild: Alexander Sing 

Marktgemeinde leistet sich einen "Hotspot" am Marktplatz und ist damit Vorreiter im nördlichen Landkreis Aichach-Friedberg. Angebot wird mit Jugendfilter versehen.

Aindling Es ist noch gar nicht so lange her, da schienen insbesondere die Aindlinger Ortsteile noch meilenweit entfernt vom schnellen Internet zu sein. Doch kürzlich machte die Telekom der Marktgemeinde ein „Traumangebot“: Das Unternehmen will die DSL-Versorgung in allen Ortsteilen auf eigene Kosten auszubauen. Und jetzt setzt die Gemeinde in Sachen Internetzugang selbst noch eines drauf. In Kürze soll es am Marktplatz kostenloses Internet für alle geben.

In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung sprachen sich alle Ratsmitglieder dafür aus, am Marktplatz einen so genannten Hotspot zu errichten. Damit werden Orte im öffentlichen Raum bezeichnet, an denen es möglich ist, über eine WLAN-Verbindung drahtlos ins Internet zu gehen. Jeder Nutzer kann am Marktplatz künftig eine Stunde am Tag kostenlos surfen. Der Markt lässt sich dies monatlich 60 Euro kosten. Für die Einrichtung des Hotspots samt Jugendfilter werden einmalig 550 Euro fällig. Ob es eine Förderung für das Projekt gibt, soll noch geklärt werden. Mit diesem Angebot übernimmt Aindling eine Vorreiterrolle im nördlichen Landkreis. Selbst im viel größeren Aichach gibt es bisher nur in einzelnen Cafés, Restaurants oder Geschäften freies Internet.

Aus den Reihen der Marktgemeinderäte kamen noch die Vorschläge, parallel zur Hotspot-Einführung neue Sitzgelegenheiten und ein öffentliches WC am Marktplatz einzurichten. Zudem wurde angeregt, das freie W-LAN auch für Feste, etwa für Fußballübertragungen, zu nutzen.

Beschleunigt wurde der Hotspot durch die Jungbürgerversammlung in Aindling im Oktober. Dabei brachten die Jugendlichen ihre Wünsche für eine attraktive Gemeinde vor. Neben dem freien Internet sprachen sich die Teilnehmer auch für einen Bauwagen oder ein Jugendhaus, bessere Busverbindungen nach Aichach und Augsburg, einen Skaterplatz im Hauptort sowie einen Bauernmarkt am Marktplatz aus. Die beiden Aindlinger Jugendbeauftragten Bernd Aichele und Petra Mießl stellten diese Ergebnisse jetzt dem Gemeinderat vor. Ob weitere Wünsche erfüllt werden können, ist derzeit noch offen. (ull)

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