1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. B300: Zum Jubiläum der Umgehung wird saniert

Straßenbau

15.05.2018

B300: Zum Jubiläum der Umgehung wird saniert

1M4U0039.jpg
4 Bilder
An der B300-Brücke bei Untergriesbach wird momentan gearbeitet.
Bild: Erich Echter

In die Bundesstraße im Aichacher Stadtgebiet, die 1978 gebaut wurde, werden rund 3,6 Millionen Euro investiert. Die Randbereiche der Brücken müssen repariert werden. Deshalb gilt auf einem Abschnitt vorläufig Tempo 50

von Carmen Jung

Aichach Tempo 50 auf der B300 – seit gut einer Woche gilt das auf einem Abschnitt der Bundesstraße zwischen den Abfahrten Klingen und Untergriesbach. Der Grund sind Reparaturen an den Brücken in diesem Bereich. In diesem Zuge wird der Lärmschutz für den Aichacher Ortsteil vervollständigt. Mit der Einschränkung müssen Autofahrer noch eine Zeit lang leben.

40 Jahre alt wird die Aichacher Umgehung im Herbst. Im Frühjahr 1978 rollten täglich 18000 Fahrzeuge auf der Bundesstraße quer durch die Stadt. Nach einem solchen Zeitraum sei einmal eine Erneuerung fällig, erklärt Sachgebietsleiter Alfred Schmid vom Staatlichen Bauamt. Dabei geht es nicht um die Fahrbahn selbst, die im Laufe der Zeit mehrfach repariert und umgebaut worden sei. Im Mittelpunkt stehen seit einer guten Woche die „Brückenkappen“, also die Randbereiche der Brücken. „Sie werden komplett erneuert“, sagt Schmid.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Vor Ort führt die Stadt Aichach Regie. Denn auch sie baut auf der B300. Die Stadt vervollständigt im Bereich Untergriesbach den Lärmschutz. Die Wälle seien bereits angelegt, es handele sich um Aushubmaterial vom vierspurigen B300-Ausbau Richtung Dasing, informiert Michael Thalhofer vom städtischen Bauamt.

Die Wälle mit drei Metern Höhe über der B300-Fahrbahn reichen von der Untergriesbacher Ortsdurchfahrt über die Hardhofstraße bis hin zum Griesbach und ein Stück darüber hinaus fast bis zum Kreisgut, wie es die Bürger nachträglich gewünscht hatten. Im Bereich der Brücken aber hat der Lärmschutz noch Lücken. Die werden nun geschlossen. „Das bringt sonst nichts“, betont Alfred Schmid. Weil der Lärmschutz direkt auf die Brücken aufgebracht werden muss, bot sich zuvor die Erneuerung der Kappen an. In wenigen Jahren wäre diese ohnehin fällig gewesen.

Wichtig war den Verantwortlichen, dass die Bundesstraße nicht gesperrt werden muss. „Das Gute für Aichach ist, dass wir nicht auch noch Verkehr durch Aichach hindurch leiten müssen“, ist Thalhofer erleichtert. Damit auf der B300 trotz des Verkehrs gebaut werden kann, darf nur 50 gefahren werden. Laut Erich Weberstetter, Leiter der Polizeiinspektion Aichach, klappt das bislang gut. Die Fahrspuren mussten verschmälert werden, weil die Arbeiter Platz brauchen. Damit der ausreicht, wird derzeit auf der Westseite, also der Aichacher Seite, eine provisorische Fahrbahn angebaut. Mit einer Betonleitwand wird die Baustelle abgeschirmt. Wenn die Brückenkappen hier erneuert sind, folgt das gleiche Prozedere im Osten. „Das dauert einfach seine Zeit“, sagt Thalhofer. Er geht davon aus, dass die Maßnahme im November fertig und „dass keine Vollsperrung nötig ist“. Rund 900000 Euro kosten laut Thalhofer Sanierung und Lärmschutz, etwa die Hälfte muss die Stadt tragen. Sie kommt damit einem alten Versprechen nach. 2008, als die Überholabschnitte gebaut wurden, wurde der Lärmschutz zugesagt. Weil sich der vierspurige Ausbau zwischen Aichach und Dasing verzögerte, ließ auch der Lärmschutz auf sich warten.

Brückensanierung und Lärmschutz sind nicht die einzigen Baumaßnahmen in diesem Jahr. Das Staatliche Bauamt kümmert sich zwischen Aichach-West (Tränkmühle) und Aichach-Süd (Klingen) im August um eine Fahrbahnerneuerung. Die letzte liegt 13 Jahre zurück. Da sei es „normal, dass wieder was kommt“, erklärt Alfred Schmid. Die Arbeiten laufen ab dem 20. August. Hier ist zum Teil eine Vollsperrung nötig. Geplant wird mit zwei Wochenenden. Hinzu kommt die Brückensanierung bei Ecknach über die Staatsstraße 2047. Stadt und Freistaat investieren insgesamt rund 3,6 Millionen Euro in die B300 im Stadtgebiet.

Vor 40 Jahren hat die Umgehung 30 Millionen Euro gekostet. Einer Zählung von 2015 zufolge, sind dort im Raum Aichach 17300 Fahrzeuge unterwegs, im Bereich Gallenbach knapp 26000. "Kommentar

  • Brückenkappen Für die Sanierung der Brückenrandbereiche müssen diese zunächst abgeschlagen werden. Die Vorbereitungen dafür laufen derzeit. Begonnen wird im Westen, also auf Aichacher Seite. Das betrifft die Bauwerke über der Kreisstraße AIC2 nach Untergriesbach (beim Gymnasium) und über die Schulstraße (beim Stadion), die in die Untergriesbacher Hardhofstraße übergeht. Der dortige Durchgang, den nur Fußgänger und Radfahrer benutzen dürfen, ist während der Bauzeit komplett gesperrt. Nach dem Abbruch wird jeweils eingeschalt und neu betoniert. Danach folgt die Untergriesbacher – also die östliche – Seite.
  • Lärmschutz Auf die sanierten Brückenkappen werden drei Meter hohe Lärmschutzwände aufgebracht und damit die Lücken im bestehenden Wall geschlossen. Im Bereich des Griesbach-Durchlasses beim Kreisgut und von Schul-/Hardhofstraße ist eine Alukonstruktion geplant. Bei der Brücke bei Untergriesbach ist eine transparente Lösung vorgesehen. Das untere Element besteht aus Beton, auf dem Acrylglaselemente aufgebracht werden.
Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Obere%20Vorstadt%20St%20Helena%20Kapelle(1).jpg
Bauausschuss

Reste von St. Helena in Aichach geschützt

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden