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Unterricht

26.02.2015

Ein Chef, zwei Schulen

Immer öfter betreuen Schulleiter mehrere Schulen.

Sieben Leiter führen im Wittelsbacher Land 14 Schulen

Immer öfter müssen Schulleiter mehrere Schulen gleichzeitig führen. Der bayernweite Trend wirkt sich auch im Wittelsbacher Land aus. An sieben Standorten sind die Leiter zugleich für eine Grund- und eine Mittelschule verantwortlich. Das geht aus einer Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor. Betroffen sind demnach Aindling, Dasing, Hollenbach, Kühbach, Pöttmes, Stätzling-Derching (Friedberg) und Merching.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr kritisiert die Entwicklung. Sie gehe auf Kosten der Lehrer, die nicht jederzeit einen Ansprechpartner hätten. „Unter den Personaleinsparungen leidet die Qualität des Unterrichts und damit leiden auch die Schüler“, so Strohmayr in einer Pressemitteilung.

Bayernweit sind es demnach 546 Schulleitungen, die für 1117 selbstständige staatliche Grund- und Mittelschulen zuständig sind, darunter 25, die sogar drei Schulen zu betreuen haben. „Allein in diesem Schuljahr gibt es in Bayern zehn neue Grundschulen, die von einer benachbarten Schulleitung mitgeführt werden“, so Strohmayr. „Dadurch wächst natürlich auch die Belastung der einzelnen Schulleiter. Außerdem ist die Zusammenlegung der Schulleiterstellen oft der Anfang vom Ende eines der beiden betroffenen Schulstandorte.“

Die Staatsregierung argumentiere, dass die Qualität einer Schule langfristig nur von einem Team mit einer Mindestgröße gesichert werden könne. „Das ist natürlich Quatsch“, widerspricht Strohmayr. „Ein Schulleiter, der auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen muss, kann sich nicht im gleichen Maße um eine Schule kümmern, wie der Kollege, der nur eine Schule zu betreuen hat.“ (AN)

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