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Soziales

07.03.2018

Landkreis baut Jugendsozialarbeit an Schulen aus

Ab Herbst sollen mehr Sozialarbeiter an den Grund- und Mittelschulen tätig sein. Welche Standorte davon profitieren. (Symbolfoto)
Bild: mut pzi wok fdt bwe bra

Ab Herbst sollen mehr Sozialarbeiter an den Grund- und Mittelschulen tätig sein. Welche Standorte davon profitieren.

Auffällige Schüler, familiäre Probleme, Kinder mit Migrationshintergrund – an immer mehr Schulen im Wittelsbacher Land schlagen Schwierigkeiten auf, die die Familien zu Hause und die Lehrer im Unterricht nicht mehr ohne Weiteres bewältigen können.

Der Jugendhilfeausschuss des Kreistags beschloss deshalb gestern einstimmig, die Jugendsozialarbeit an Schulen (Jas) weiter auszubauen. Zum einen sollen zusätzliche Schulen Unterstützung durch Sozialarbeiter bekommen. Zum anderen sollen diese an manchen Schulen personell aufgestockt werden.

Aktuell gibt es Jugendsozialarbeiter an fünf Grundschulen im Landkreis: Aichach-Nord, Ludwig-Steub-Grundschule Aichach, Grundschule Friedberg-Süd, Theresia-Gerhardinger-Grundschule in Friedberg und an der Grundschule Mering Ambérieustraße. Außerdem findet staatlich geförderte Jugendsozialarbeit an den Mittelschulen Aichach, Aindling, Kühbach, Friedberg, Kissing und Merching sowie an den Standorten der Berufsschule in Aichach und Friedberg statt.

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Auch an der Edith-Stein-Schule in Aichach und an der Vinzenz-Pallotti-Schule in Friedberg gibt es zwar Schulsozialarbeit. Sie läuft aber formell nicht unter der Bezeichnung Jugendsozialarbeit an Schulen, da sie nicht vom Staat gefördert wird. Daher sind die beiden Schulen in der Auflistung nicht enthalten.

Rechnerisch gibt es derzeit 8,25 Planstellen für staatlich geförderte Jugendsozialarbeit an 13 Schulen. Ab dem nächsten Schuljahr sollen es 11,5 Planstellen an 17 Schulensein. Neu kommen hinzu: die Grundschulen in Dasing und Mering Luitpoldstraße sowie die Mittelschulen in Pöttmes und Friedberg-Stätzling/Derching. Aufgestockt werden die Ludwig-Steub-Grundschule Aichach (von einer halben auf eine ganze Stelle), die Theresia-Gerhardinger-Grundschule in Friedberg (von einer Dreiviertel- auf eine ganze Stelle) sowie die Grundschulen Mering Ambérieustraße und Friedberg-Süd (je von einer halben auf eine Dreiviertelstelle).

Jugendsozialarbeit: An den Schulen ist noch mehr geplant

Schon jetzt steht fest, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange sein soll. 2019 und 2020 soll die Sozialarbeit an einigen Grund- und Mittelschulen erneut ausgebaut werden. Dann soll auch die Grundschule Kissing eine ganze Stelle erhalten. Dort sei ein „signifikanter Bedarf“ ermittelt worden, wie Kreisjugendpfleger Matthias Matuschka darstellte. Voraussichtlich gebe es für diese Schule aber erst ab 2019 Fördergelder. Derzeit zahlt der Staat nur, wenn der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund über 20 Prozent liegt. Diese Voraussetzung, die laut Matuschka wahrscheinlich 2019 abgeschafft wird, erfüllt die Schule aktuell nicht.

Auf Nachfragen der Kreisräte Eva Ziegler (Unabhängige) und Helmut Lenz (Freie Wähler) sagten Landrat Klaus Metzger und Jugendamtsleiter Bernd Rickmann, dass es dann bereits ab Jahresbeginn 2019 eine Sozialarbeiterstelle an der Kissinger Grundschule geben soll. In der kurzen Zwischenzeit könne die Kissinger Mittelschule aushelfen.

Die Förderrichtlinien sind Matuschka zufolge auch der Grund, warum Realschulen und Gymnasien bisher nicht berücksichtigt werden konnten. Dennoch herrschte fürs Erste Zufriedenheit. Kreisrätin Marion Brülls (Grüne) sagte: „Wir sehen uns auf dem Weg. Wir wollen, dass alle Schulen von Schulsozialarbeitern unterstützt werden.“ Landrat Metzger sagte: „Wir liefern, was wir 2017 beschlossen haben.“

Zu Beginn hatte der Ausschuss des verstorbenen Altlandrats Josef Bestler gedacht.

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