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Bauvorhaben

14.01.2016

Marktzentrum Aindling: Der Bauantrag ist durch

Im Herzen Aindlings am Marktplatz soll das Marktzentrum entstehen. Die Nachbarn erwägen eine Klage gegen das Projekt. Sie sprechen von einem "überdimensionierten Fremdkörper" im Zentrum Aindlings.
Bild: Ingenieure Schuster Engineering

Gemeinderat segnet das 14 Meter hohe Wohn- und Geschäftshaus ab. Jetzt prüft das Landratsamt. Danach könnten die Nachbarn gegen das Projekt klagen.

Aindling Rund 4,5 Millionen Euro soll das Marktzentrum kosten, das im Herzen Aindlings geplant ist. Ob das knapp 14 Meter hohe Wohn- und Geschäftshaus tatsächlich gebaut wird, ist weiter offen, da die Nachbarn eine Klage erwägen. Der Marktgemeinderat legt den Investoren jedoch keine Steine in den Weg: Er hat den Bauantrag in seiner jüngsten Sitzung mit klarer Mehrheit abgesegnet.

Mit Helmut Lindermeir, Bernd Aichele (beide Bürgerwille ’76) und Isidor Held (CSU/Freie Wählergemeinschaft) stimmten drei Marktgemeinderäte gegen das Vorhaben. Wie mehrfach berichtet, stören sich die östlichen und nördlichen Nachbarn vor allem an der Höhe des Gebäudes und an der Dichte der Bebauung auf den Grundstücken Greiner, Gabelsberger und Zurek.

Der Bauantrag der Investoren Patrizia und Peter Fendt aus Kutzenhausen (Landkreis Augsburg) gibt auch Auskunft darüber, wie das Gebäude aufgeteilt werden soll. Im Untergeschoss sollen eine Tiefgarage sowie Keller- und Lagerräume entstehen. Im Erdgeschoss sind drei gewerbliche Einrichtungen, das heißt Geschäfte, und eine Tagesklinik vorgesehen. Im ersten Obergeschoss sind Arztpraxen und ein weiterer Teil der Tagesklinik geplant. Für das zweite Obergeschoss sind vier Wohnungen mit Balkonen und Terrassenflächen verzeichnet. Darauf wird ein zurückgesetztes Staffelgeschoss gebaut, das drei Wohnungen mit Dachterrassen beinhaltet. Mit Ausnahme des Zurek-Wohngebäudes müssen für den Neubau alle noch bestehenden Gebäude abgerissen werden.

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Wie Bürgermeister Tomas Zinnecker (CSU/Freie Wählergemeinschaft) erläuterte, hält der Bauantrag alle Festsetzungen des rechtsgültigen Bebauungsplans ein. So gebe es weder bei der Grundflächenzahl, der Geschossflächenzahl oder bei der Höhe des Gebäudes Grund zu Beanstandungen.

Josef Gamperl waren neben dem Brandschutz und dem neuen, ein Meter breiten Gehweg in der Wagnerstraße, vor allem ausreichend Stellplätze ein Anliegen. „Gerade wenn eine Tagesklinik in das Gebäude kommt, sind die Parkplätze wichtig, damit uns der Marktplatz nicht zugeparkt wird“, betonte Gamperl. 41 Parkplätze sind im Bauantrag verzeichnet, 39 wären vorgeschrieben.

Helmut Lindermeir monierte die angestrebte Befreiung des Bauherrn bei der Versickerung von Niederschlagswasser. Es solle zumindest versucht werden, das Wasser zu versickern. Das Gremium einigte sich darauf, die Befreiung nur zu erteilen, wenn der Bauherr nachweist, dass eine Versickerung auf dem Grundstück „mit zumutbaren Mitteln“ nicht hergestellt werden kann. Lindermeir wies zudem darauf hin, dass die Tiefgaragenabfahrt laut Bauantrag (Steigung 15 Prozent) zur Straße hin zu steil verläuft und das zu gefährlichen Situationen beim Ein- und Ausfahren führen kann.

Zinnecker verdeutlichte abschließend, dass der Bauantrag jetzt zur Prüfung ans Landratsamt geht. Wenn dieses die Baugenehmigung erteilt, werde sich zeigen, ob die Nachbarn gegen das Projekt klagen.

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